Kategorie: News

  • „Adventscafé“ in der OGS

    „Adventscafé“ in der OGS

    Am letzten OGS-Schultag vor Weihnachten drangen aus den Zimmern der OGS nicht nur engelsgleiche Kinderstimmen, sondern auch der verführerische Duft frischer Waffeln, sowie coole Beats und tobender Applaus.

    Im Rahmen unseres „Adventscafés“ waren alle OGS Kinder und Eltern eingeladen, um uns gemeinsam auf Weihnachten einzustimmen und das Kalenderjahr zu beschließen. Auf der improvisierten Bühne in unserem „Kissenzimmer“ ging es los mit einer musikalischen Einlage der OGS Kinder unter Leitung von Manfred Werner. Gemeinsam gaben die Kinder den bekannten Klassiker von Boney M „Mary’s boy child“ zum Besten und erfreuten die Zuhörerschaft. Im Anschluss zeigte die OGS „Zumba Truppe“ ihr Können und begeisterte mit coolen Moves und einer tollen Choreografie!

    Der AK „Catering“ umsorgte uns alle im OGS Zimmer mit Leckereien, wo die Besucher auch die tollen Basteleien der Kinder bewundern und gegen eine Spende erwerben konnten. So ging der Nachmittag in gemütlichem Beisammensein mit Zeit für Austausch und Begegnung in schöner vorweihnachtlicher Atmosphäre zu Ende. So freut man sich schon auf ein Wiedersehen im neuen Jahr!

    Text: Frau Dr. Hügel

  • Rhön-Gymnasium ist Umweltschule in Europa 2018

    Rhön-Gymnasium ist Umweltschule in Europa 2018

    Das Rhön-Gymnasium Bad Neustadt zählt auch in diesem Jahr zu den 375 bayerischen Schulen, die den Titel „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule“ erringen konnten.

    Die Auszeichnung wurde am 19.12.2018 durch den bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber und Dr. Norbert Schäffer, den Vorsitzenden des Landesverbandes für Vogelschutz (LBV), in Bamberg überreicht. Prämiert werden jährlich Schulen, die mindestens zwei Projekte zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit durchführen, dokumentieren und einer Jury präsentieren. Darüber hinaus muss eine Nachhaltigkeit auch im Schulleben verankert sein. Das besondere Engagement des Rhön-Gymnasiums wurde erneut mit der Höchstauszeichnung von drei Sternen prämiert. 

    Text: O. Fuchs
    Foto: LBV

  • Basketballer des Rhön-Gymnasiums mit vorweihnachtlichem Höhenflug

    Basketballer des Rhön-Gymnasiums mit vorweihnachtlichem Höhenflug

    In guter Form präsentierten sich die Basketballer des Rhön-Gymnasiums am 18. Dezember bei „Jugend trainiert für Olympia“. Beim Regionalentscheid erreichten unsere Ballartisten in der Wettkampfklasse Jungen II einen sehr guten zweiten Platz. 

    Dass es nicht für den Sieg reichen würde, war relativ schnell klar. Allzu schnell ließ das Gymnasium Haßfurt, gespickt mit Vereinsspielern, den Ball zirkulieren. Die flinken Aufbauspieler, die großgewachsenen Center oder die Distanzschützen verwandelten dann sicher. Mit einer stabilen Defensive konnte das Rhön-Gymnasium eine deutliche Niederlage verhindern, war letztlich mit 13:26 deutlich unterlegen. 

    Umso besser lief es dann im zweiten Spiel. Das Gymnasium Münnerstadt verteidigte nicht so aggressiv wie die Haßfurter, und so spielten sich die Männer um Marius Koch zeitweise in einen wahren Rausch: Allein der Kapitän punktete in 20 Spielminuten zweistellig, setzte sich mit „Höhenflügen“ immer wieder unter dem Korb durch. Lukas Werner dagegen traf aus der Distanz, unterstützt von den Flügelspielern Lukas Kubik und Tilman Kerber. Tom Allmann und Richard Becher sorgten in der gegnerischen Zone, wenngleich manchmal unkonventionell, für Unruhe und sicherten hinten den eigenen Korb ab. Der Endstand war dementsprechend 21:10, – für das Rhön-Gymnasium. 

    Die Vizemeisterschaft und zwei tolle Spiele sorgten also für einen erfolgreichen sportlichen Vorweihnachts-Nachmittag. Ein Dank geht auch an die Schülerinnen und Schüler der OGS, die unser Team spontan und lautstark anfeuerten.  

    Text und Bild: A. Maier

  • Die Weihnachtsaktion „Geschenk mit Herz“ am Rhön-Gymnasium

    Die Weihnachtsaktion „Geschenk mit Herz“ am Rhön-Gymnasium

    Die Leiterinnen des AKs „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ Lisanne Scherer, Anne Mäckler und Xenia Rohe mit einigen der gesammelten „Geschenken mit Herz“

    Auch dieses Jahr haben viele Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern gezeigt, dass sie ein Herz für Kinder haben, denen es an Weihnachten nicht so gut geht wie uns in Deutschland, indem sie sich mit ihrem Päckchen an der Weihnachtsaktion „Geschenk mit Herz“ von humedica e.V. beteiligten. Die Leiterinnen des Arbeitskreises „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ Lisanne Scherer, Anne Mäckler und Xenia Rohe hatten die Aktion letztes Jahr an das Rhön-Gymnasium geholt und dieses als Sammelstelle angemeldet. Schülerinnen und Schüler hatten nun auch dieses Jahr wieder die Möglichkeit, mit ihren Eltern ein Päckchen als „Geschenk mit Herz“ für Mädchen und Jungen im Alter zwischen drei und zwölf Jahren in ärmeren Regionen in Osteuropa zu packen und ihnen damit eine besondere Weihnachtsfreude zu bereiten. Hierzu wurden Schuhkartons mit buntem Geschenkpapier beklebt und liebevoll mit Präsenten gefüllt. Insgesamt kam eine Vielzahl dieser „Geschenke mit Herz“ zusammen. Ein herzliches „Dankeschön“ geht an alle, die sich an der Weihnachtsaktion beteiligt haben.

    Text und Bild: F. Breunung

  • Jopp – Schaukasten

    Jopp – Schaukasten

    Frank Ulrich und Maximilian Rosilius der Jopp Automotive GmbH

    JOPP unterstützt wissenschaftspropädeutisches Seminar mit Leitfach Physik

    Die Schülerinnen und Schüler des Wissenschaftsseminars des Rhön-Gymnasiums hatten am Montag, den 05. November, Besuch von Vertretern der Jopp Automotive GmbH.

    Maximilian Rosilius (Dipl. Ing.) und Frank Ulrich (Dipl. Wirtschaftsjur. FH) brachten zwei Drohnen und Sinterprodukte mit. Nach einer Unternehmensvorstellung wurde angeregt über Digitalisierung, 3D-Druck, Drohnen, Augmented Reality, aber eben auch die physikalischen Hebelgesetze bei Schaltungssystemen, dem Hauptprodukt des Unternehmens, diskutiert.

    Frau Dr. Silvia Joachim hatte die Gäste zu einem Kurzvortrag und Diskussionen zur Themenfindung für die wissenschaftlichen Arbeiten eingeladen.

    Zum Anfassen gab es „Grünlinge“ einer sogenannten Zahnscheibe. Das ist ein Produkt aus dem Geschäftsbereich der Sintertechnologie, bei der Metallpulver mit hohem Druck gepresst und anschließend im Ofen bei bis zu 1.200 Grad Celsius „gesintert“ wird. Die gepressten Teile nennt man Grünlinge und man kann sie relativ leicht auseinanderbrechen, obwohl sie massiv aussehen!

    Bild: S. Joachim
    Text: Frank Ulrich und Maximilian Rosilius

  • Vorlesewettbewerb 2018

    Vorlesewettbewerb 2018

    Schulentscheidung

    Enni Sitzmann (6c) heißt die Siegerin des diesjährigen Vorlesewettbewerbs, der traditionsgemäß in den sechsten Klassen durchgeführt wird. Als Schulsiegerin nimmt sie nun Anfang 2019 am Regionalentscheid teil und wird dort das Rhön-Gymnasium sicher würdig vertreten.

    Denn die Jury, bestehend aus der Elternbeiratsvorsitzenden, Frau Michaela Scherer, Gastjuror und Deutschlehrer Andreas Maier sowie den vier Deutschlehrerinnen und -lehrern der sechsten Klassen, konnte sich von den Fähigkeiten Ennis, aber auch der anderen Teilnehmerinnen überzeugen. Sowohl Enni als auch Samira Geyer (6a), Mona Fröhlich (6b) und Luna-Marie Ulrich (6d) trugen erst von ihnen selbst ausgesuchte Ausschnitte aus Jugendromanen, dann die ersten Kapitel aus Stevensons „Schatzinsel“ als Fremdtext vor. Aufgabe war es, dies nicht nur technisch sicher zu tun, sondern auch die Zuhörer in den Bann des jeweiligen Textes zu ziehen. Allen vier gelang dies vorzüglich, aber Enni Sitzmann eben nach einhelliger Meinung der Jury eben einen Tick besser.

    Text: I. Hawlitschek

  • Venusbewohnern tut die Erde leid

    Venusbewohnern tut die Erde leid

    Das Mittelstufentheater des Rhön-Gymnasiums zeigt eine brillante und hochkritische Collage aus Einaktern verschiedener Autoren

    Von Stefan Kritzer

    Bad Neustadt 

    Es tut manchmal gut, die weltlichen Dinge mit etwas Abstand zu betrachten. Das schärft den Blick für das große Ganze. Die Mittelstufenschüler des Rhön-Gymnasiums machten sich hierfür bis zum Planeten Venus auf. Von dort auf das menschliche Tun und die Erde zu schauen, ist ziemlich ernüchternd. Das neue Stück des Mittelstufentheaters hat genau diesen fernen Blick zum Thema und verbindet hierfür eine ganze Reihe verschiedener Texte miteinander. 

    Irgendwann, so der Menschheitstraum, hat jeder Erdenbewohner ein eigenes Häuschen auf der Venus. Um diesen Traum in Erfüllung gehen zu lassen, muss erst mal ein Erkundungstrupp zu unserem Nachbarplaneten fliegen. Und was stellen die Astronauten dort fest: Die Venus ist bewohnt! Nicht von Menschen, sondern von menschenähnlichen Bewohnern wie Flexus und Strato sowie den „fliegenäugigen Monstern“ die FÄUMs genannt werden. So blöd, wie sie von den Menschen gehalten werden, sind die Venusbewohner aber gar nicht. Sie setzen die Eindringlinge unter Drogen und wollen alle Wahrheiten erfahren, die auf der Erde so vor sich gehen. Das so entstehende Bild will den Venusbewohnern aber gar nicht gefallen. 

    Den Blick von der Venus auf Mutter Erde hat sich das Mittelstufentheater selbst zusammengestellt. Den Rahmen hierfür bildete das Theaterstück „Ein Häuschen auf der Venus“ von Kenneth Lillington. Lehrer und Regisseur (gemeinsam mit Arno Weidinger und Selina Greier aus der 10c) Andreas Maier hat zu Lillingtons Text Einakter von Ephraim Kishon, Eugène Ionescu und Gerhard Polt hinzugefügt. Diese überzeichneten Theaterstücke, satirischer Art nach Kishon, absurder Art nach Ionescu und kabarettistischer Art nach Polt, halten der Erde bewusst und hochkritisch den Spiegel vor. 

    Das Mittelstufentheater, das erstmals in der Sporthalle und nicht in der Aula spielte, bot rund 50 Mitwirkende auf, die in den unterschiedlichsten Szenerien mal auf der Erde, mal auf der Venus agierten. Das Bühnenbild reichte deshalb von der Oberfläche der Venus in kaltem Blau bis zum Kaffeehaus auf der Erde. Die eingeklinkten Einakter verdeutlichten das ganze Dilemma des gegenwärtigen Erdendaseins: Da treffen sich Unterhändler der USA und der UdSSR zu Abrüstungsgesprächen, freilich ohne Erfolg. Da planen Revolutionäre äußerst dilettantisch einen Anschlag und eine Verschwörung. Einem Herrscher, der reichlich kopflos daher kommt, huldigt ein Volk mit hysterischer Inbrunst. Und der Herr Tschabobo wird „nur“ als ein trommelnder „Neger“ in der Gesellschaft gesehen, obwohl er ein hochgebildeter Molekularbiologe ist. 

    Was die Schülerinnen und Schüler des Mittelstufentheaters in diesem selbst ersonnenen Theaterabend auf die Bühne bringen, ist große Klasse. In vielen Aspekten hält die Theatergruppe der Welt den Spiegel vor und bohrt ganz tief in ewigen Wunden. Kein Wunder also, wenn die Venusbewohner am Ende die Erdlinge gerne wieder nach Hause schicken. Zu allem Überfluss interessieren sich letztere auch noch brennend für neue Waffen aus der Hand des Venusianers Mauschel. Den Bewohnern des Planeten Venus tun diese Erdenmenschen einfach nur leid. Wenn eines klar wird in diesem ebenso lustigen wie nachdenklichen Theaterstück, dann dass auf der Erde etliches so richtig schief läuft. Vom Publikum gab es lange anhaltenden Beifall für diese großartige Theaterleistung. Und viel Grund zum Nachdenken. 

    Fotos: Stefan Kritzer

  • Preisgekrönte Schülerzeitung

    Preisgekrönte Schülerzeitung

    Preisgekrönte Schülerzeitung: Konturen macht den 2. Platz!

    Dass die Schülerzeitung „Konturen“ erfolgreich arbeitet und immer wieder ausgezeichnete Ergebnisse vorzuweisen hat, wurde in der Vergangenheit mehrfach durch verschiedene Auszeichnungen deutlich. Ein Highlight war sicherlich der erste Platz deutschlandweit beim Foto-Wettbewerb der Zeitschrift „Der Spiegel“ im Jahre 2008. Seitdem konnte die Schülerzeitung immer wieder durch Platzierungen bei unterschiedlichen Wettbewerben auf sich aufmerksam machen.

    Dieses Jahr wurde die Schülerzeitung des Rhön-Gymnasiums für ihre Arbeit ein weiteres Mal belohnt: mit dem zweiten Platz beim Wettbewerb der unterfränkischen Ministerialbeauftragten. Die Verleihung des Preises fand in einem feierlichen Rahmen im Egbert-Gymnasium in Münsterschwarzach statt. Schulleiterin Frau Dr. Kerstin Vonderau reiste mit sieben Mitgliedern der Redaktion und der betreuenden Lehrkraft Christine Maier-Fürsich an, um den Preis entgegenzunehmen. In ihrer Begründung hob die Ministerialbeauftragte Frau Monica Zeyer-Müller die sehr ansprechende, kreative und technisch sichere Gestaltung des Layouts sowie die schülerorientierte und abwechslungsreiche Auswahl der Artikel hervor.

    Hochmotiviert macht sich nun die Redaktion an die Veröffentlichung der nächsten Ausgabe!

    Text: C. Maier-Fürsich
    Bild: J. Sterzbach

  • Das belohnte Gehirn

    Das belohnte Gehirn

    In den Tiefen des Gehirns

    Prof.Wolfram Schultz referiert im Rhön-Gymnasium über Neuronen und Belohnungen

    Von SIGRID BRUNNER

    BAD NEUSTADT „Gute Gangster kehren an den Ort ihres Verbrechens zurück.“ Mit humorvollen Worten startete Wolfram Schultz seinen Vortrag am Rhön-Gymnasium. Der Professor für Neurowissenschaften an der Universität Cambridge absolvierte 1964 an der Schule sein Abitur. Auf Einladung der Freunde des Rhön-Gymnasiums sprach er am einstigen „Tatort“vor zahlreichen Schülern, Lehrern und weiteren Interessierten zum Thema „Das belohnte Gehirn“.

    Sowohl Schulleiterin Dr. Kerstin Vonderau als auch Siegfried Voll, Vorsitzender des Fördervereins, freuten sich, den hochkarätigen Wissenschaftler in Bad Neustadt begrüßen zu können. Der Verein der Freunde des Rhön-Gymnasiums  lädt regelmäßig ehemalige Schüler ein, von ihren beruflichen Erfahrungen zu erzählen.

    Schultz beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit ein Handeln mit der Erwartung einer Belohnung verbunden ist. Dazu hat der Forscher, der Mitglied der renommierten britischen Royal Society ist, im Gehirn befindliche Neuronen untersucht. Diese reagieren mit der Ausschütung des Botenstoffes Dopamin, wenn sie Positives erwarten oder erhalten. Sie aktivieren ein weit verzweigtes Netz aus Nervenzellen und beeinflussen mit, dass Menschen nach immer größeren Belohnungen streben. Mit seinen Erkenntnissen hat Wolfram Schultz wesentlich dazu beigetragen, Mechanismen im Gehirn zu verstehen, die zu Spielsucht, Drogensucht oder Alkoholismus führen können. Dafür erhielt er 2017 mit zwei weiteren Wissenschaftlern den hoch dotierten „BrainPrize“.

    Wolfram Schultz schilderte einen Abend im Pub nach getaner Arbeit. Mehrere Sorten Bier, mit denen man seinen Durst stillen und sich für das Tagewerk belohnen möchte, stehen zur Wahl. Anhand der Etiketten sucht man sein Bier aus. Durch vorherigen Genuss hat man gelernt, welches Bier schmeckt und welches nicht. Nach den Anstrengungen hat man etwas Gutes verdient und muss zudem dem Körper Energie zuführen.

    Was zeigt dieses Beispiel und was verstehen wir unter Belohnung? Zum Überleben braucht der Körper Substanzen aus der Umgebung, die er mit Nahrung und Flüssigkeit bekommt. Hinzu kommt die Fortpflanzung zum Erhalt der Menschheit. „Diese drei Belohnungen sind absolut notwendig“, betonte der Wissenschaftler. Die Weitergabe der Gene sicherzustellen, ist eine Hauptaufgabe des Gehirns.

    Wie reagiert der Organismus auf eine Belohnung? Auch hier hatte Schultz eine witzige (fiktive?) Anekdote parat: Für seine Weihnachtswunschliste kann er zwischen einem Thriller und einem Liebesroman wählen. Er entscheidet sich für Letzteren und teilt dies seiner Frau mit. An Weihnachten ist die Enttäuschung groß. Unterm Baum liegt ein Roman von John Grisham. Die erwartete Freude bzw. Belohnung fällt aus. Der Partner hat den Weihnachtswunsch vergessen. Was lernt der biologische Organismus daraus? „Er vermeidet künftig Partner, die an Gedächtnisstörungen leiden“, so die Antwort. Oder anders gesagt: Mit einem besseren Gehirn bekommt man eine bessere Chance auf eine Belohnung bzw. zum Überleben.

    Wolfram Schultz führte das bekannte 100 Jahre alte Experiment des russischen Forschers Pawlow mit Hunden an. Ein Hund sieht eine Wurst und sondert Speichel ab. Nachfolgend ertönt zwei Sekunden vor dem Zeigen der Wurst eine Glocke. In Erwartung der Wurst erfolgt der Speichelfluss, ohne dass diese zu sehen ist. Die Glocke hat eine Belohnungsfunktion erhalten. „Belohnungen lösen positive Emotionen, Wohlbefinden und Glücksgefühle aus.“ Und man will mehr davon.

    Was passiert in diesem Moment im Gehirn? Im Mittelhirn befinden sich Neuronen, die Dopamin freisetzen. Die Dopaminzelle antwortet auf Belohnung, indem sie vermehrt Aktionspotenziale abgibt. Diese Aktionspotenziale sind Träger von Informationen, die an andere Neuronen weitergeleitet werden. Das wurde bei Tieren intensiv untersucht und die Ergebnisse sind messbar. Die Dopaminneuronen reagieren nicht nur, wenn das Tier eine Belohnung erhält, sondern auch wenn ein Reiz diese voraussagt. Je höher die Belohnung ist, desto stärker fällt die Antwort aus. Die Erregung von Dopaminneuronen führt schließlich zu belohnungssuchendem Lernverhalten. Dopaminneuronen bilden demnach im Gehirn ein Zentrum, das unser Verhalten gegenüber Belohnungen steuert und hilft zu lernen, Belohnungen zu finden.

    Substanzen, die abhängig machen wie Drogen, Alkohol oder Nikotin, laufen über das Dopaminsystem, erklärte Wolfram Schultz weiter. Die Neuronen werden von Kokain, Amphetamin etc. erregt, als ob diese Substanzen natürliche Belohnungen wären und je größer die Belohnung ausfällt, umso größer die Erregung.

    Das unnatürliche Dopaminsignal erzeugt schließlich eine starke Annäherung an diese Substanzen, was ab einem gewissen Punkt in vielen Gehirnen zur Sucht führen kann. Mögliche Mittel dagegen seien, so Schultz, Bildung, Kultur, Erziehung und Ablenkung. „Wir brauchen Ausbildung und Informationen, um durch die Komplexität des Lebens zu kommen.“ Ohne diese „gebundene Rationalität“ würden Entscheidungen zunehmend irrational werden. Zusätzlicher oft vermeintlicher Zeitdruck verschlechtere Entscheidungen weiterhin.

    Höhere Belohnungen erfordern aber auch ein gewisses Maß an Mut zu Neuem. Die Belohnungsrate steige, wenn man gelegentlich von üblichen Gewohnheiten abweicht und etwas ausprobiert, sagte Wolfram Schultz. Bei mehr als einem Prozent bis maximal 10 Prozent der Entscheidungen sollten bekannt gute Wege verlassen und Neues erkundet werden.

    Text und Bild erschienen in der Rhön und Saale Post am 14.11.2018

  • Erneuerbare Energie aus Sonnenenergie

    Erneuerbare Energie aus Sonnenenergie

    Der Technik-Check

    Was sind erneuerbare Energien? Woraus besteht eine Solarzelle? Was ist ein Halbleiter, eine Platine? Wie lötet man? Wie funktioniert eine Solarlampe? Antworten auf solche Fragestellungen fanden die Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe zusammen mit ihrer Physiklehrkraft bei einem Besuch der Wissenswerkstatt in Schweinfurt.


    Zunächst wurde den Schülerinnen und Schülern die zugrundeliegenden Materialien wie z. B. Silizium oder Quarzsand vorgestellt und ihnen erklärt, wie man mit Solarzellen Strom erzeugt und diesen speichert. Dann absolvierten sie anhand einer Übungsplatine einen Lötkurs, erfuhren, dass als Werkzeug ein Lötkolben und als Material Lötzinn benötigt wird, lernten Sicherheits- und Unfallverhütungsmaßnahmen kennen und durften selbst praktische Übungen durchführen.
    Nach diesen Vorbereitungen konnten sie das Projekt Gurkenglaslampe in Angriff nehmen. Dafür löteten sie eine Schaltung, mit deren Hilfe tagsüber ein Akku mittels einer Solarzelle aufgeladen wird, der dann im Dunkeln LEDs leuchten lässt. Dazu löteten sie auf eine Platine eine Spule, einen Schalter, ein IC, eine LED und einen Batteriehalter. Sie lernten dabei auch, wie man einen Standbohrer bedient und Metallkanten säubert. Der Deckel der Gurkenglaslampe wurde mit allen elektrischen Notwendigkeiten ausgestattet und auf das Gurkenglas geschraubt. Das Glas durfte jeder zum Schluss selbst noch bemalen, damit es später auch für eine stimmungsvolle Beleuchtung sorgt. Aufgrund der engagierten Mitarbeiter hatte jeder einzelne Schüler mit seinem Projekt Erfolg.


    Bei den Schülerinnen und Schüler fand die Unternehmung großen Anklang, wie sich aus ihren Kommentaren ablesen lässt: „Am besten fand ich, dass wir wirklich alles selber machen durften.“ „Ich habe noch nie gelötet. Es war total interessant. Ich hätte nie gedacht, dass es so einfach geht.“ „Die Lampe werde ich zu Hause noch bekleben und dann in mein Zimmer stellen. Das war so ein aufregender Tag.“
    Ein herzlicher Dank gebührt dem Team der Wissenswerkstatt Schweinfurt für die sehr freundliche Aufnahme und kompetente Anleitung und dem Verein der Freunde des Rhön-Gymnasiums für den Zuschuss für die Buskosten.

    Text und Bilder: Dr. S. Joachim