Autor: Stefan Straub

  • Tutoren – große Schüler unterstützen kleine

    Tutoren – große Schüler unterstützen kleine

    Denken wir alle mal an unsere Schulzeit zurück, an den ersten Schultag in der weiterführenden Schule: neue Klassenkameraden, neue Lehrer, neue Fächer, eine größere Schule als die Grundschule. Man denkt sich: „Wow, die Schule ist aber groß, da finde ich mich doch nie zurecht!“ oder „Hm, hoffentlich lerne ich neue Freunde in meiner Klasse kennen!“ Natürlich braucht man erstmal ein wenig Zeit, um zu wissen, wo nun sein Klassenraum ist oder erst recht, um neue Freundschaften zu knüpfen.
    Um genau dabei zu helfen, gibt es am Rhön-Gymnasium uns Tutoren. Wir, Schülerinnen und Schüler ab der 9. Jahrgangsstufe, sind für die „Fünftis“ im ersten Schuljahr (aber auch darüber hinaus!) in unserer Schule da und unterstützen sie bei der Eingewöhnung in den neuen Schulalltag, aber auch dann, wenn sie Probleme haben.
    Deshalb stehen wir Tutoren unseren Fünftis ab dem ersten Tag bei. Wir sind beim Empfang der Kinder und ihrer Eltern dabei, gehen mit in die Klassen, stellen uns vor und lernen so gleich am Anfang die Kids bei coolen Spielen kennen. Schon nach ein paar Tagen fahren wir mit ihnen und ihren Klassenlehrerinnen und -lehrern zu den Kennenlerntagen in die Thüringer Hütte, wo alle viel Zeit miteinander verbringen, sodass danach keiner mehr fremd ist. Hier werden auch neue Freundschaften in der Klasse geknüpft, die oft die ganze Schulzeit lang halten. Wenn man dann die Kids fragt, was das Coolste in diesen zwei Tagen war, ist die Antwort meistens „Die Nachtwanderung!“ Diese ist für viele das Highlight, weil die Klasse gemeinsam daußen im Dunkeln Rätsel lösen oder spannende Aufgaben erfüllen muss.
    Aber nicht nur bei diesem Ausflug sind wir Tutoren für unsere Fünftis da, sondern wir unternehmen das ganze Schuljahr über jeden Monat etwas mit unseren Schützlingen, sei es ein Spiele- oder Filmenachmittag, Eisessen in der Stadt oder die monatliche Tutorenpause mit kurzen Spielen im Klassenzimmer.
Zu den Aufgaben eines Tutors gehört es aber zum Beispiel auch, zweimal im Schuljahr einen Schwof mit einem bestimmten Motto zu planen und vorzubereiten, bei dem vor allem die Fünftis, aber auch die Schüler der 6. bis 8. Klassen viel Spaß bei cooler Musik, beim Tanzen und bei Spielen haben.
    Wie man sieht, vereint man als Tutor viele Persönlichkeiten in einer einzigen Person: den Beschützer, den Tröster, den Organisator, den Entertainer, den „Freund“ und noch viele mehr, aber man ist natürlich auch ein Vorbild für die Fünftklässler.
Doch nun die Frage aller Fragen: Wie wird man überhaupt Tutor?
Bewerben kann man sich am Ende der 8. Klasse und anschließend wird man zu einem Casting eingeladen, wo man der Jury beweisen kann, dass man das Zeug zum Tutor hat. Hat man diesen Test bestanden, nimmt man schließlich an einer zweitägigen Schulung teil, bei der man alles über die Arbeit als Tutor lernt.
    Und was macht die Arbeit als Tutor so schön?
    Es ist einfach das Beste, wenn man bemerkt, dass einen die eigene 5. Klasse mag und sie das einem auch zeigen. So freuen wir uns alle über ein kleines „Hallo“ oder „Hi“ oder ein Zulächeln eines Tutorenkinds bei der Begegnung auf dem Schulflur.

    Text: Luisa Geis, Eva Härter, Leon Pöhl

  • Rhön-Gymnasium: Schüler erhalten Ehrenamts-Zertifikate

    Rhön-Gymnasium: Schüler erhalten Ehrenamts-Zertifikate

    Main-Post vom 1. Oktober 2019

    Der letzte Unterrichtstag vor den Ferien dürfte für die meisten Schüler ein Grund zur
    Freude sein: Sommer, Sonne und vor allem sechs Wochen freie Zeit liegen vor ihnen.
    Umso schöner ist da doch, wenn man neben dem Zeugnis noch eine weitere Ehrung für die das
    Schuljahr über erbrachten Leistungen und Bemühungen erhält. 72 Schüler des RhönGymnasiums haben sich im zurückliegenden Schuljahr besonders engagiert. Denn sie haben
    sich in ihrer Freizeit freiwillig sozial in verschiedensten Bereichen ehrenamtlich eingebracht.
    Für ihr Engagement im Rahmen des Projektes „Jugend.Sozial.Engagiert“ erhielten sie nun von
    Linda Denner (Organisatorin des Projektes vom Landratsamt Rhön-Grabfeld) und Landrat
    Thomas Habermann ihre Zertifikate und Teilnahmebestätigungen.
    Gefordert gewesen waren insgesamt 60 Stunden ehrenamtliches Engagement im Laufe des
    Schuljahres. Von den 72 Teilnehmern haben 38 erfolgreich diese Stundenzahl absolviert. Viele
    der Schüler haben sich gar weit darüber hinaus mit mehr Stunden engagiert. Alle anderen
    Schüler haben zwar aus unterschiedlichen Gründen nicht die erforderliche Anzahl an Stunden
    erreicht, aber dennoch ihre Erfahrungen im Ehrenamt gesammelt und einen Einblick in das
    soziale Engagement erhalten. Die Einsatzstellen der Schüler waren dabei vielfältig: Von der
    Feuerwehr über das Rote Kreuz bis zu Kindergärten oder der Kirche und darüber hinaus. Etwa
    zehn Prozent der Schüler engagierten sich innerschulisch, zum Beispiel in der Schülerzeitung,
    der Cafeteria oder dem Schultheater.
    Bilanz des Projekts fällt positiv aus
    „Es ist erstaunlich, wie viele Schüler mitgemacht und das Projekt abgeschlossen haben. Meine
    Bilanz fällt sehr positiv aus, ich bin stolz, dass das erstmals ins Leben gerufene ehrenamtliche
    Schuljahr so gut angenommen wurde. Vor allem freut mich, dass die Aktion nachwirkt, so haben
    sich zum Beispiel viele ehrenamtlich bei der Feuerwehr tätige Schüler nun für die dortige
    Grundausbildung entschieden“, sagt Projektleiterin Linda Denner zufrieden. So hinterlasse das
    Engagement auch bei einem eventuell späteren Wegzug noch Spuren.
    Im kommenden Schuljahr soll das Projekt auf weitere Schulen ausgeweitet werden, die Wernervon-Siemens-Realschule Bad Neustadt sei bereits mit im Boot, mit weiteren Schulen liefen
    derzeit Gespräche, so Denner. Natürlich müsse aber auch die Schule mitziehen, hier habe man
    mit dem Rhön-Gymnasium als Pilotschule und dem dortigen Projekt-Verbindungslehrer Günter
    Henneberger großes Glück gehabt, sagt Linda Denner.
    „Jugend.Sozial.Engagiert“ soll im kommenden Schuljahr weiter laufen
    Auch Lehrer Günter Henneberger selbst freut sich über den guten Verlauf des Projektes: „Ich
    finde es beachtlich, dass so viele Schüler mitgemacht haben. Das Ziel, den Nachwuchs an das
    Ehrenamt heranzuführen, haben wir auf jeden Fall erreicht. Ich hoffe, dass die Schüler ihr
    Engagement auch in Zukunft fortführen.“
    Schulleiterin Dr. Kerstin Vonderau oblag es, die Auszeichnung der Schüler zu eröffnen. Sie
    sprach von den Ehrungen als dem Höhepunkt des Schuljahres. Froh und glücklich sei sie über
    das in seinem ersten Schuljahr bereits so erfolgreich verlaufene Projekt und kündigte an, dass
    „Jugend.Sozial.Engagiert“ in jedem Fall weiter laufen solle im kommenden Schuljahr.
    Spitzenreiter kommt auf über 400 Stunden Engagement
    Landrat Thomas Habermann, der seinen Schulfreund, den Berliner Aktionskünstler Herbert
    „Jimmy“ Fell mitgebracht hatte, schwelgte zunächst in Erinnerungen an seine eigene Schulzeit
    am Rhön-Gymnasium und gab sehr zur Freude der Schüler einige launige Anekdoten aus dieser
    Zeit zum Besten. Schließlich drückte er den Projekt-Teilnehmern seine Wertschätzung und
    Anerkennung für den ehrenamtlichen Einsatz aus. Die von allen Schülern zusammen erbrachten
    insgesamt 4 480 Einsatzstunden seien eine beachtliche Leistung, auf die man stolz sein könne.
    Dann schritt er zur Tat und überreichte zusammen mit Linda Denner den Engagierten ihre
    verdienten Zertifikate und Teilnahmebestätigungen.
    Einen besonders großen Applaus erhielt hierbei Tristan Söder, der sich in seiner Einsatzstelle,
    dem Roten Kreuz, insgesamt 401 Stunden lang eingebracht hatte. Damit ist er stundenmäßig der
    Spitzenreiter unter allen Projektteilnehmern. So sagte denn auch Schulleiterin Kerstin
    Vonderau, angesprochen auf die hohe Mädchenquote von 90 Prozent der Projekt-Teilnehmer
    mit einem Augenzwinkern: „Das hast du wieder wett gemacht, Tristan. Mit dieser hohen
    Stundenzahl hast du für Vier gearbeitet.“

  • Weihnachtskonzert

    Weihnachtskonzert

    Zeitungsartikel zum Weihnachtskonzert mit schönen Fotos!:

    https://www.mainpost.de/regional/rhoengrabfeld/Rhoen-Gymnasium-Start-mit-einem-Feuerwerk;art765,10372964

    Weihnachtskonzert 2019

    Eines der traditionellen großen Konzerte des Rhön-Gymnasiums ist das alljährliche Weihnachtskonzert in der evangelischen Christuskirche Bad Neustadt. Seit nunmehr 18 Jahren dürfen wir jedes Jahr im Advent in der evangelischen Gemeinde zu Gast sein. Auch in diesem Schuljahr füllte sich daher die Kirche bis zum letzten Sitz- und Stehplatz mit aktiven Musikerinnen und Musikern, engagierten Sängerinnen und Sängern und neugierigen Zuhörerinnen und Zuhörern. Alle Ensembles der Schule waren vertreten: Streichensemble, Percussionensemble, Small Band, Big Band, Unterstufenchor, Vokalensemble und großer Chor traten auf und begeisterten das Publikum mit klassischen, rockigen, poppigen, lateinamerikanischen und jazzigen Stücken. In Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule Rhön-Grabfeld stellte sich ein Gitarrenensemble vor, das aus Schülerinnen und Schülern des Rhön-Gymnasiums besteht, die alle bei Jaroslaw Kantorski Unterricht haben. Herr Kantorski leitete das Ensemble auch. Außerdem war die Chorklasse 6 dabei, die gemeinsam mit dem Percussionensemble musizierte. Neben den Solobeiträgen von Paul Sterzinger (JGST 8, Trompete), Leopold Winkelbach (JGST 9, Trompete) und Franziska Reder (Q 11, Orgel) beeindruckte Louis Kaiser (Q12) als Solist mit dem virtuosen „Tuba Concerto Espagnol“ von Kurt Gäble und erntete dafür riesigen Applaus. Auch die Gesangssolistinnen Lorena Müller (JGST7), Klara-Marie Büttner, Laura Fleck und Van Trinh Thanh (alle drei Q11) begeisterten das Publikum mit ihren Stimmen, die von Small Band oder Big Band begleitet wurden. Leitung und Begleitung der vielen Beiträge übernahmen die Lehrerinnen und Lehrer der Fachschaft Musik Benjamin Balling, Sophia Köhler, Andrea Oehme und Michael Stöcklein.

    Text: Andrea Oehme
    Bilder: Martin Oehme

  • Demokratie sucht Mitstreiter!

    Demokratie sucht Mitstreiter!

    Wir sind dabei: „Jugend debattiert“ am Rhön-Gymnasium

    Sollte man Home-Office-Stellen bevorzugen? Ist eine Ausweitung des Einsatzes von Pflege-Robotern wünschenswert? Homeschooling – eine Alternative zum Schulunterricht? An Aktualität lassen diese Themen des Formats „Jugend debattiert“, die unsere Schüler schon diskutiert haben, nichts zu wünschen übrig! Aber die meisten hätten vermutlich nicht erwartet, dass sie so schnell und mit solcher Wucht in der Mitte unserer Gesellschaft aufschlagen.
    Welch herausragende Bedeutung die Fähigkeit zum gesellschaftlichen Diskurs hat, formuliert Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der Schirmherr des Formats, so: „Wir müssen wieder lernen zu streiten, ohne Schaum vorm Mund, und lernen, unsere Unterschiede auszuhalten. (…) Unsere Demokratie ist immer so stark, wie wir sie machen. Sie baut darauf, dass wir unsere Meinung sagen, für unsere Interessen streiten. Und sie setzt uns der ständigen Gefahr aus, dass auch der andere mal recht haben könnte.“ (Weihnachtsansprache 2018) Und so üben unsere Schüler einander richtig zuzuhören, aufeinander einzugehen, Fakten von Fakes und Meinungen von Likes zu unterscheiden, um eine konstruktive und faire Streitkultur zu entwickeln – eben ohne Schaum vor dem Mund. Extra ausgebildete Juroren geben konstruktives Feedback an die Debattanten, damit diese sich weiterentwickeln können. Mindestens genauso wichtig sind der Teamgeist und der Spaß an den fetzigen Wortgefechten zu knackigen Themen! Und die Urkunden der Wettbewerbe peppen auch noch die Bewerbungsunterlagen auf.
    Seit unserer erfolgreichen Bewerbung bei der gemeinnützigen Hertie-Stiftung 2018 nehmen wir mit unseren Neuntklässlern am mittlerweile europaweit renommierten Projekt „Jugend debattiert“ teil. Dieses reicht vom Klassen- bis zum Bundeswettbewerb in Berlin, wohin sich die Teilnehmer – begleitet von professionellen Schulungen – über mehrere Ebenen steigern können.
    Im Februar präsentierten die Juroren und Sieger unseres zweiten Schulwettbewerbs ihre Kompetenzen auf regionaler Ebene in Münnerstadt. Dort bewiesen sie zusammen mit zahlreichen weiteren Teilnehmern aus ganz Franken Meinungsstärke, rhetorisches Geschick und beeindruckendes Urteilsvermögen beispielsweise zur 10-H-Regelung für Windkrafträder. Das Fazit unserer Schülerinnen und Schüler: Die Konkurrenz war hart, die Debatten fair, der Teamgeist gut! Wie´s ihnen gefallen hat? „Nächstes Jahr wieder!“ Na dann: Auf in die neue Runde!

    Text: Dorothea Bernklau, Frank Breunung (Schulkoordinatoren)
    Bilder: Klara Friedel, Joanna Bracht (10c)

  • ICDL ZERTIFIKAT TROTZ LOCKDOWN

    ICDL ZERTIFIKAT TROTZ LOCKDOWN

    Emilia und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler nehmen, wegen der Schulschließung, von zu Hause aus am ECDL Kurs teil. Und das sehr erfolgreich!

    Bad Neustadt (25. Mai 2020) – Wie überall in Deutschland wurde auch am Rhön-Gymnasium in Bad Neustadt der Schulunterricht nach Hause verlegt und online durchgeführt. Emilia und ihre Mitschülerinnen und -schüler konnten ihren ECDL Kurs so nicht nur weiterführen, sondern sogar die ICDL Zertifikatsprüfungen in Online-Aufsicht von Zuhause aus ablegen. Und ganz nebenbei hat Emilia die 1000. ICDL Prüfung, die online überwacht wurde, bestanden. Das Rhön-Gymnasium als autorisiertes ICDL-Prüfungszentrum bietet schon seit 2008 seinen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, den europäischen Computerführerschein als wertvolle Zusatzqualifikation zu erwerben. Seit 2020 heißt der ECDL („Europäischer Computerführerschein“) nun ICDL. Im Rahmen des Angebots zur individuellen Förderung können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zielgenau auf die Prüfungen vorbereiten. Emilia nimmt seit fast zwei Schuljahren engagiert an dem ECDL Kurs teil, worüber sich ihre Lehrerin Dr. Silvia Joachim sehr freut.
    Auf den Lockdown durch Corona hat die Dienstleistungsgesellschaft für Informatik sofort reagiert und so können seit 1. April 2020 ICDL Prüfungen per Online-Aufsicht abgenommen werden. Dazu benötigt die Kandidatin bzw. der Kandidat eine stabile Internetverbindung, einen Computer, eine Webcam und ein Mikrofon. So kann nicht nur der Unterricht online durchgeführt werden, sondern auch das ICDL Zertifikat erlangt werden. „Der Corona-Lockdown zeigt ganz besonders, wie wichtig digitale Fähigkeiten für unsere Schülerinnen und Schüler und deren Lehrkräfte sind,“ so Dr. Kerstin Vonderau, Schulleiterin des Rhön-Gymnasiums. Emilia berichtet von der 1000. ICDL Prüfung: „Am Tag meiner Prüfung war ich ziemlich aufgeregt. Was erwartet mich? Wie läuft das Ganze ab? Circa 30 Minuten vor der Prüfung habe ich einen Anruf von einem Prüfer bekommen, er hat mir alles erklärt und mir einen Link für die Prüfung geschickt. Über ein Videokonferenzsystem erhielt ich von dem Prüfer einen Videoanruf. Ich musste meinen Bildschirm freigegeben, um zu verhindern, dass ich bei der Prüfung nebenbei Software aufmache und nachschaue. Dadurch, dass der Prüfer aber sehr nett war, kam ich gut damit zurecht und habe mich dazu entschlossen, weitere Module zu absolvieren, da die erste Online-Prüfung sehr gut und ohne Komplikationen funktioniert hat. Mir fehlt jetzt noch ein Modul zum ICDL Workforce Base und weitere drei zum ICDL Workforce. Anschließend möchte ich die ICDL Professional Module noch schaffen, denn es macht mir viel Spaß, Neues im Bereich Computer zu lernen. Außerdem ist es von Vorteil bei Bewerbungen, wenn man nachweisen kann, dass man ein ICDL Zertifikat hat.“ Der ICDL Workforce ist das weltweite Zentralabitur für digitale Fertigkeiten.
    „Das Feedback meiner Schülerinnen und Schüler zur Prüfung von Zuhause war durchweg positiv. Aktuell sind die ICDL Prüfungen die einzigen Prüfungen, die wir als Schule auch über Online-Beaufsichtigung durchführen können. Wir werden diese Möglichkeit an unserer Schule auf jeden Fall weiter nutzen, auch wenn hoffentlich bald wieder ein geregelter Präsenzunterricht stattfinden kann“, sagt Dr. Silvia Joachim. Die Möglichkeit, den ICDL am Rhön-Gymnasium erwerben zu können, bietet den Schülerinnen und Schülern eine willkommene und wertvolle Zusatzqualifikation. Bessere Computerkenntnisse ermöglichen ihnen, sich sicherer im Internet zu bewegen, ihre Arbeiten in der Schule anschaulicher zu präsentieren und bieten Schlüsselqualifikationen für einen späteren beruflichen Aufstieg.
    Das Prüfen des ICDL Programms in Online-Aufsicht wird bis auf Weiteres fortgeführt. Die Aufsicht erfolgt über gängige Videokonferenzsysteme. Neugierig geworden? Dann wenden Sie sich doch an info@dlgi.de.
    Mit mehr als 16 Millionen Kandidaten auf der ganzen Welt ist der ICDL der anerkannteste Nachweis für Computerkennnisse in Unternehmen. Der ICDL bietet eine große Auswahl an Modulen – von Computer & Online Essentials über Office bis hin zu IT-Sicherheit und Datenschutz. Der ICDL kombiniert das qualitätsgesicherte Programm zudem mit E-Learning-Inhalten sowie ICDL Lernmaterial.
    Die Professionalität, Aktualität und Akzeptanz des ICDL auf fachlicher Ebene sichert das Council of European Professional Informatics Societies (CEPIS) als Dachorganisation der europäischen Gesellschaften für Informatik. Für die internationale Koordination sorgt die ICDL-Foundation in Dublin in ihrem Wirken als Non-Profit-Organisation.

    Text: Katrin Cürük
    Bild: Felix Will

  • Geodäsie

    Geodäsie

    BWdG: Wir waren dabei Veranstaltungstag zur bayerischen Woche der Geodäsie

    Die Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe (Schuljahr 2018/19) durften mit Tachymeter vermessen, die Kirchturmhöhe reflektorlos bestimmen und mit einem GNNS Gerät Punkte aufsuchen.

    Diese Fragen und viele weitere spannende Informationen rund um den „Arbeitsplatz Erde“ erlebten am 17.07.2019 rund 80 Schülerinnen und Schüler des Rhön-Gymnasiums Bad Neustadt zur Bayerischen Woche der Geodäsie. In 5 Stationen wurden den Schülerinnen und Schülern die Berufsbilder im Vermessungswesen von den Mitarbeitern der Außenstelle Bad Neustadt aus dem ADBV Bad Kissingen gemeinsam mit den Kollegen aus dem BayernLab Bad Neustadt vorgestellt. 
Im Anschluss an die praktischen Übungen wurden gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern Funktionen und rechtliche Grundlagen von Multikoptern erarbeitet. Anschließend wurden mögliche Multikoptereinsätze in der BVV vorgestellt – von der Bildflugerfassung bis zur Auswertung dreidimensionaler Modelle. In einer weiteren Station erhielten die Schüler am 86″ Display einen Einblick in die Möglichkeiten und Dienste vom BayernAtlas. Zuletzt stellte sich der Innendienst vor – hierbei wurde den Schülerinnen und Schülern ALKIS näher gebracht. „Die Schülerinnen und Schüler konnten viele Informationen und Eindrücke von unseren Berufsbildern und unserem Berufsleben mitnehmen. Während des Tages zeigten einige Schülerinnen und Schüler reges Interesse und hatten sichtbar Spaß. Vielleicht werden diese einmal unsere neuen Kolleginnen und Kollegen!“, erklärt Stefanie Friedrich vom BayernLab Bad Neustadt. Dr. Silvia Joachim bedankte sich bei ihr und allen anderen Mitwirkenden für die gute Zusammenarbeit, für den gelungenen Tag und für die Präsente, die alle Schülerinnen und Schüler erhalten hatten.

    Text: Stefanie Friedrich Bilder: Dr. Silvia Joachim

  • Wissenswerkstatt

    Wissenswerkstatt

    Schülerexperimente – Elektrische Schaltungen als technische Anwedungen im Alltag

    Alle Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe besuchten klassenweise vom 7. bis 10.10.2019 jeweils zusammen mit ihrer Physiklehrkraft die Wissenswerkstatt in Schweinfurt. Dort bekamen sie Antworten auf die Fragen: Was sind erneuerbare Energien? Woraus besteht eine Solarzelle? Was ist ein Halbleiter, eine Platine? Wie lötet man? Wie funktioniert eine Solarlampe, ein Lautsprecher? Wo kommt bei einem Lautsprecher die Musik her?
    Zunächst absolvierten sie anhand einer Übungsplatine einen Lötkurs. Dabei erfuhren sie, dass als Werkzeug ein Lötkolben und als Material Lötzinn benötigt werden, lernten Sicherheits- und Unfallverhütungsmaßnahmen kennen und durften selbst praktische Übungen durchführen.
    Nach diesen Vorbereitungen konnten sie entweder das Projekt „Gurkenglaslampe“, eine solar betriebene Lampe, oder das Projekt „Dosenlautsprecher“, eine Musikbox fürs Handy, in Angriff nehmen. Dabei lernten sie u.a. das Löten einer elektrischen Schaltung, wie man einen Standbohrer bedient und Metallkanten säubert. Die Gurkenglaslampen bzw. die Dosenlautsprecher wurden mit allen elektrischen Notwendigkeiten ausgestattet und durften dann mit nach Hause genommen werden.


    Bei den Schülerinnen und Schülern fand das Experimentieren großen Anklang, wie sich aus ihren Kommentaren ablesen lässt: „Am besten fand ich, dass wir die Sachen mit nach Hause nehmen durften.“
    „Ich habe mir schon lange eine Musikbox für mein Handy gewünscht und jetzt habe ich mir selber eine gebaut. Das hätte ich vorher nicht für möglich gehalten.“
    „Ich habe noch nie eine Platine gesehen und Widerstände und LEDs gelötet. Es war eigentlich total einfach, auch wenn es kompliziert ausgesehen hat.“
    „Der Tag war ganz schön aufregend.“
    „Die Lampe werde ich auf meinen Schreibtisch stellen, da dort tagsüber die Sonne hin scheint.“
    „Ich war richtig stolz, als meine Lampe das erste Mal geleuchtet hat.“
    „Unser herzlicher Dank gebührt dem Team der Wissenswerkstatt Schweinfurt für die sehr freundliche Aufnahme und kompetente Anleitung und dem Verein der Freunde des Rhön-Gymnasiums für die teilweise Übernahme der Buskosten“, sagt Dr. Silvia Joachim.

    Text und Bilder: Dr. Silvia Joachim

    Schülerinnen und Schüler löten eine Solarlampe oder eine Musikbox fürs Handy.

  • Dauerausstellung „Physik ist überall“ am Rhön-Gymnasium

    Dauerausstellung „Physik ist überall“ am Rhön-Gymnasium

    Um Schülerinnen und Schüler für Physik und Technik zu begeistern, führt die Fachschaft Physik schon seit mehreren Jahren den schulinternen Wettbewerb „Physik ist überall“ durch. Wie kaum eine andere Wissenschaft durchdringt Physik nahezu alle Bereiche unseres Lebens. Um diese Verknüpfung mit dem Alltag und ihrem Umfeld kennenzulernen, betrachteten Schülerinnen und Schüler der siebten Jahrgangsstufe die Physik in diesem Schuljahr, anlässlich von Corona, unter dem Thema „Küchenphysik“ aus ungewöhnlichen Blickwinkeln. Mit ihren Kameras und Handys waren sie auf der Suche nach dem idealen Bild, welches die Faszination der Physik zeigt.

    Gewonnen haben Ida, Lorena, Lena und Laurin. Ihre Arbeiten werden in einer Dauerausstellung im Rhön-Gymnasium gezeigt. „Es wurden viele sehr gute Fotos eingereicht, so dass die Auswahl wirklich schwerfiel“, berichtet Dr. Silvia Joachim und bedankt sich bei den Schülerinnen und Schülern für ihre Mühe. Weiter sagt sie: „Unser besonderer Dank gilt dem Verein der Freunde des Rhön-Gymnasiums.“ Der Verein stiftet den vier Gewinnern einen Preis und übernimmt die Kosten für den Druck der Fotos auf Acrylglas.

    Laurin erzählt: „Ich habe mich riesig gefreut, dass ich gewonnen habe. Aber nicht nur ich, sondern auch mein jüngerer Bruder Silian, der mich ganz toll bei meinem Experiment unterstützt hat.“ Das Foto von Laurin zeigt im Vordergrund einen Dichteturm, der aus fünf verschiedenen Flüssigkeiten besteht: Sonnenblumenöl (beige) – Apfelessig, eingefärbt mit Krepppapier (rot) – Spülmittel (blau) – Milch, mit Krepppapier eingefärbt (rosa) – Zuckerwasser, mit Krepppapier eingefärbt (grün). Laurin erklärt: „Der Dichteturm selbst steht auf einem Glas, das ich von unten mit einer Taschenlampe angestrahlt habe. So kann man die verschiedenen Flüssigkeitsschichten noch besser erkennen. Im Hintergrund sieht man einen Globus leuchten. „Physik ist überall“…und genau das wollte ich mit dem Globus nochmal verdeutlichen. Physik findet sozusagen überall auf der Welt statt, sogar „in der kleinsten Küche“!😉 Das Foto ist in unserer Küche entstanden, schließlich ging es ja um das Thema „Küchenphysik“😉. Unsere Küche sah ein wenig aus wie ein kleines Physik-Labor. Viele Gläschen mit verschiedenen, bunten Flüssigkeiten, Messbecher, Trichter etc. Das Schwierigste am Experiment war, die Flüssigkeiten exakt übereinander zu schichten, um die unterschiedliche Flüssigkeitsdichte darzustellen. Da waren schon ein paar Versuche notwendig…! Am besten gefallen hat mir das Experimentieren zuhause und der Abschluss meines Experiments. Ich habe eine Glaskugel in den Dichteturm fallen lassen und den Weg der Kugel durch den Dichteturm in slow-motion gefilmt. Das Vermischen der Flüssigkeiten in Zeitlupe hat mich wirklich fasziniert. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Küchen-Experiment!“
    Lenas Bild zeigt ebenfalls einen Dichteturm. Sie bemerkt: „Dieses Foto habe ich in unserem Esszimmer gemacht. Meine Mama fotografiert gerne und hat mir geholfen, ein kleines Set aufzubauen. Ich freue mich voll, dass ich den Wettbewerb gewonnen habe. Ich habe aber gar nicht damit gerechnet.“ Weiter beschreibt sie ihr Foto: „Der Regenbogen steht für Hoffnung in der Zeit und der Spruch sagt ja schon, dass man alles erreichen kann, wenn man will.“

    Auch Lorena freut sich über ihre erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb. Sie beschreibt ihr Foto folgendermaßen: „Das Foto zeigt, dass man ganz leicht mit Küchenutensilien elektrische Ladung nachweisen kann. Durch das Reiben des Löffels am Stofftuch lädt er sich auf und zieht den Pfeffer an. So kann man ganz einfach den Pfeffer vom Salz trennen. Meine Mutter hatte gekocht und etwas Pfeffer und Salz ist danebengegangen, also habe ich versucht, das Salz vom Pfeffer zu trennen, was jedoch sehr mühsam war. So kam ich auf die Idee, elektrische Ladung zu verwenden, welche wir erst kurz zuvor durchgenommen hatten. Und ich fragte mich, ob es so einfacher gehen würde. Da Physik eines meiner Lieblingsfächer ist, bin ich natürlich total happy, dass ich zu den Gewinnern des Wettbewerbs gehöre. Gerade deshalb, weil ich so gerne Experimente durchführe.“
    Ida sagt, als sie erfährt, dass sie den Wettbewerb gewonnen hat: „Ich fühle mich gut und habe mich sehr über die Benachrichtigung gefreut. Ich habe einen Luftballon an dem Kopf meines Hundes Cosi gerieben, dadurch sind Elektronen von Cosis Fell zum Ballon verschoben worden. Dadurch sind die Haare positiv und der Luftballon negativ geladen. Da sich die positiven Ladungen im Fell gegenseitig abstoßen, richten sich Cosis Haare auf. Das Foto entstand am 21. Mai 2020 auf unserer Terrasse, während sich Cosi ausruht. Am besten finde ich, dass das Thema Elektrizität durch Fotos deutlich gemacht wird.“
    Text: Silvia Joachim

    Text: Silvia Joachim

    Ida, Lorena, Lena und Laurin präsentieren ihr Siegerfoto. Schulleiterin Frau Dr. Vonderau und Physikfachbetreuerin Frau Dr. Silvia Joachim freuen sich mit den Gewinnerinnen und dem Gewinner des Physikwettbewerbs.

  • STEP-Tage bei Preh

    STEP-Tage bei Preh

    Am 11. Juli 2019 durfte der Physikkurs der Q11 in Begleitung von Frau Dr. Joachim bei den STEP-Tagen von Preh dabei sein.

    STEP steht für Schüler-Technik-Erstausbildung-Preh. Mit dieser Veranstaltung bietet sich den Schülerinnen und Schülern also die Möglichkeit, sich die Berufswelt der Firma anzusehen und die verschiedenen Bereiche etwas besser kennenzulernen. Wir starteten mit einer Werksralley, bei der wir von Auszubildenden durch die Preh-Gebäude geführt wurden. Dabei erklärten sie uns, was genau in welchem Bereich gemacht wird. Bei Preh sind die modernsten Techniken und Maschinen zu finden, was sehr beein-druckend war.
    Der zweite Teil des Tages bestand darin, dass wir einen „magischen Würfel” selbst zusammengebaut haben, natürlich wieder mithilfe der Azubis. Hämmern, Bohren, Schleifen, Löten, Schrauben und lauter kleine Widerstände, Dioden, Kondensatoren und Lampen waren nötig, damit wir am Ende alle unseren „Würfel” in den Händen halten konnten.
    Insgesamt war es eine informierende und interessante Veranstaltung und besonders die Technik-Begeisterten sollten diese Möglichkeit, Preh besser kennenzulernen, auf jeden Fall nutzen!

    Bild: Silvia Joachim
    Text: Daria Poleschuk (Q12), Emma Friedel (Q12)

  • Praktikum am CERN

    Praktikum am CERN

    Bereits im November letzten Jahres erhielt ich die Möglichkeit, ein Praktikum am weltgrößten Forschungszentrum für Teilchenphysik zu absolvieren. Im Rahmen des „High-School Students Internship Programme“ wurde insgesamt 24 Schülern aus ganz Deutschland ein abwechslungsreicher und spannender Aufenthalt am CERN geboten. Das zweiwöchige Programm setzte sich einerseits aus einer Projektarbeit im Team und andererseits aus verschiedenen Vorträgen, Besichtigungen und Experimenten zusammen. Ich selbst durfte in die Arbeit der Ingenieure hineinschnuppern, die gerade einen neuen Linearbeschleuniger entwickeln, genannt Compact Linear Collider (CLIC). Dabei wurden wir in die Arbeit mit CAD-Software zur 3D-Modellierung und -Optimierung eingeführt. Unsere Aufgabe war es, ein Bauteil möglichst stabil zu gestalten und dabei aber gleichzeitig ein festgelegtes Volumen nicht zu überschreiten. Anschließend wurde unser Design im 3D-Drucker hergestellt und getestet. Interessant ist, dass solche ingenieurwissenschaftlichen Fragestellungen am CERN tatsächlich eine größere Rolle spielen, als solche physikalisch-wissenschaftlicher Natur, da die Mitarbeiter vor Ort in erster Linie für die Entwicklung und den Betrieb der Teilchenbeschleuniger und nicht für die Auswertung der gewonnen Daten verantwortlich sind. Während der zahlreichen Vorträge und Besichtigungen wurden wir darüber hinaus eingehend über die Funktionsweise der Beschleuniger, die physikalischen Hintergründe und die technischen Anwendungen informiert. Besonders spannend war für mich der Besuch des CMS Detektors am LHC (Large Hadron Collider). Dieser hat ein breites Aufgabenspektrum, darunter auch die Untersuchung des Standardmodells sowie die Suche nach Hinweisen auf Dunkle Materie. Auch die Funktionsweise einer Krebs-Therapie, die am CERN entwickelt wurde, hat mich sehr beeindruckt. Denn dies machte deutlich, dass es nicht nur um Grundlagenforschung geht, sondern auch konkrete Anwendungen geschaffen werden, die der Menschheit schon in naher Zukunft helfen könnten. Insgesamt durfte ich am CERN eine superschöne Zeit erleben, die mich sehr geprägt hat. Daher möchte ich meinen Supervisoren, dem Organisationsteam am CERN, der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung, dem Rhön-Gymnasium, allen voran Herrn Gleichmann, und allen anderen Teilnehmern danken.

    Text und Bilder: Kilian Hügel

    Das Foto zeigt Kilian Hügel (Mitte) bei seinem Praktikum am Cern im CMS Detektor.