Autor: Stefan Straub

  • Umweltschule

    Umweltschule

    Wir sind Umweltschule 2020

    Auch im Jahr 2020 ist das Rhön-Gymnasium wieder als Umweltschule in Europa/ Internationale Nachhaltigkeitsschule ausgezeichnet worden und das zum siebten Mal in Folge. Keine Selbstverständlichkeit, in diesen besonderen Zeiten!

    Da eine Auszeichnungsveranstaltung nicht stattfinden konnte, erfolgt die offizielle Gratulation als Videobotschaft durch den bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber sowie unseren Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo (https://youtu.be/CYG-Rl3k35A ). 

    Ein großes Dankeschön geht an diejenigen, die an den Projektbeiträgen mitgewirkt haben. Im Rahmen der Klimaschutzwoche waren das tatsächlich alle Schülerinnen und Schüler, begleitet von den Lehrerinnen und Lehrern! Ein besonderer Dank richtet sich an Maja Büttner und Lena Gräfenschnell aus der Q12, die die Klimaschutzwoche maßgeblich gestaltet haben.

    Gemeinsam schaffen wir es sicher auch im nächsten Jahr, unsere Umweltschule wieder im Unterrichtsalltag aufleben zu lassen.

    Frank Oliver Fuchs

    Umweltbeauftragter

    Bild: „Plakat“ der Klasse 8c aufgenommen von Oliver Fuchs

  • RG geht mit allen Schüler*innen online

    RG geht mit allen Schüler*innen online

    Rhön-Gymnasium geht mit allen Schülerinnen und Schülern online

    Das Rhön-Gymnasium hat es mit tatkräftige Unterstützung der Landkreis-IT geschafft: Während zahlreiche Schulen unter dem Mebis-Ausfall leiden, sind am Rhön-Gymnasium alle Schülerinnen und Schüler in den letzten Tagen vor den Weihnachtsferien online.

    Die Unterscheidung zwischen Distanzunterricht für die Oberstufe und Distanzlernen für die Jahrgangsstufen 5 bis 10 klappt auch im Rahmen von Videokonferenzen ganz wunderbar. Während die mittlerweile routinierten Lehrkräfte mit den Abschlussjahrgängen in der Oberstufe im Distanzunterricht im Lehrplan vorwärts gehen, betreuen sie die anderen Jahrgänge beim Wiederholen, Vertiefen und Üben im Distanzlernen: Nach der Begrüßung werden die Aufgaben gestellt und erklärt und während der Bearbeitung können die Schülerinnen und Schüler jederzeit Fragen an ihre Lehrkräfte stellen, diese noch das eine oder andere erklären. Das Miteinander tut auch einfach gut. Keiner sitzt wirklich alleine zuhause.

    Das Rhön-Gymnasium hat diese letzten Schultage vor Weihnachten im Lockdown als Gelegenheit beim Schopf ergriffen, den Stresstest für die Systeme zu fahren. Am Mittwoch dann erst einmal kurzfristige Enttäuschung: Einer der drei Systembausteine, die Cloud, lässt nicht alle User rein. Nach einer guten Stunde ist das Problem gelöst, die Engstelle im System gefunden, die Kapazitäten durch die IT nochmals hochgefahren. Die bereits vorsorglich eingerichteten Telefon-Hotlines in der Schule haben allen Schülerinnen und Schülern geholfen, die trotz des gezielten Trainings mit den digitalen Tools in den vergangenen Wochen doch noch Zugangsschwierigkeiten hatten. Fazit der Eltern am Mittwoch: Das hat schon gut geklappt. Donnerstag dann erneut Spannung: Wird es heute klappen, reichen die zugeschalteten neuen Ressourcen? Um 9:30 Uhr ist klar: Jetzt laufen alle Systeme gut. Das Rhön-Gymnasium ist für alle Fälle gut gerüstet. Es kann den Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler auch in Videokonferenzen schaffen: Technik passt, Qualifikation passt, didaktisches und pädagogischen Konzept passt. Das neue Jahr kann kommen.

    Text und Bild: Dr. Vonderau

  • „Fliegende Edelsteine“ an der Brend

    „Fliegende Edelsteine“ an der Brend

    „Fliegende Edelsteine“ an der Brend

    Normalerweise blicken Eisvögel nach unten, den Blick immer auf einen kleinen Fisch gerichtet, den sie im nächsten Moment im Sturzflug erbeuten. Dieses Schauspiel lässt sich aktuell direkt am Rhön-Gymnasium beobachten. Wenn du also vor dem Unterricht oder in der Mittagspause Zeit hast und ein bisschen Entspannung vom hektischen Schulalltag und dem digitalen Wahnsinn suchst oder vielleicht einfach nur etwas Schönes sehen möchtest, dann stelle dich auf eine der Brücken und halte Ausschau nach dem „fliegenden Edelstein“, dem Eisvogel. Auf der ganzen Strecke zwischen der alten Steinbrücke und der Mündung der Brend in die Saale lassen sich derzeit regelmäßig ein bis zwei Eisvögel beobachten. Sollte es kälter werden, steigen die Chancen sogar noch, da Eisvögel dann von zufrierenden Weihern und Teichen an fließende Gewässer wie die Brend wechseln. Oft hört man die Eisvögel, bevor man sie tatsächlich sieht! Den markanten Ruf (sehr hohes „tiit – tiit“) kannst du auf der Homepage www.xeno-canto.org suchen.
    Sehr eindrucksvoll sind natürlich die Farben, die an einem Tag mit strahlender Wintersonne besonders zur Geltung kommen! Vielleicht findest Du dann auch heraus, wonach „unser“ Eisvogel Ausschau hält. In diesem Sinne: Good Birding!

    Text: Michael Schraut
    Bilder: Gunter Zieger

  • Vorlesewettbewerb am Rhön-Gymnasium

    Vorlesewettbewerb am Rhön-Gymnasium

    „Vorlesewettbewerb am Rhön-Gymnasium “

    Am Donnerstag, den 3. Dezember 2020, fand wieder unser jährlicher Vorlesewettbewerb statt, diesmal natürlich unter Pandemie-Bedingungen per Videokonferenz. Die in diesem Bereich bereits sehr erfahrenen Schüler*innen aus der 6. Jahrgangsstufe lasen unter anderem aus Raquel Palacios Roman „Wunder“. Wir gratulieren dem Schulsieger Julius Kuhn aus der Klasse 6b.

    Text: Christiane König
    Bild: Barbara Hofer

  • Exkursion des Geologie-Kurses Q12

    Exkursion des Geologie-Kurses Q12

    „Der Umlaufberg, der nicht umlaufen, sondern erklommen wurde.“

    Für die Teilnehmer des Geologie-Kurses der Q12 ging es vom 14.10. bis 17.10. als Ergänzung zum theoretischen Lernstoff für vier Tage raus aus dem Klassenzimmer in das Gelände, wo geologische Prozesse hautnah erfahren werden können. Da diese, zum Beispiel die Plattentektonik oder Erosionsvorgänge, nur sehr langsam und in großen Zeiträumen passieren, muss das analysiert werden, was der Jung-Geologe vorfindet: Gesteine und Oberflächenformen. Gelegenheit dazu bot sich auf einer Exkursion in der Region um Windischeschenbach in der Oberpfalz, welche von Herrn Dr. Holzförster, dem wissenschaftlichen Leiter des dortigen Geo-Zentrums an der Kontinentalen Tiefbohrung (KTB), geführt wurde. Im Geo-Zentrum selbst konnten die Teilnehmer in verschiedenen Work-Shops Gesteinsproben analysieren und geologische Phänomene anhand des hervorragenden Materials und der dortigen Ausstellung nachvollziehen. Den Abschluss der Lehrfahrt bildete am letzten Tag eine Wanderung entlang der Waldnaab, die sich über Jahrmillionen ein Tal in ein riesiges Granitmassiv genagt hat. Auf halber Strecke machte die Exkursionsgruppe noch in der Fränkischen Schweiz halt, wo die die Begehung der Karsthöhle in Pottenstein und die Besteigung eines Umlaufberges in Tüchersfeld auf dem Programm standen. Wer wissen möchte, was ein Umlaufberg ist, der kann sich an die Teilnehmer des Geologie-Kurses wenden, die seine Entstehung sicher erklären können.

    Text: Tobias Greubel
    Bilder: Miriam Krampert und Tobias Greubel

  • Sozialkompetenztraining

    Sozialkompetenztraining

    Das Rhön-Gymnasium – eine starke Gemeinschaft

    Das Rhön-Gymnasium versteht sich als lebendige Schulgemeinschaft, in der Menschen unterschiedlichen Alters mit verschiedenen Aufgabenbereichen vertrauensvoll zusammenarbeiten. Unser gemeinsames Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, das von gegenseitigem Respekt, Verantwortungsbewusstsein und Zusammenhalt geprägt ist. Die Förderung der Sozialkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler nimmt dabei einen zentralen Stellenwert ein.

    Um das soziale Miteinander nachhaltig zu stärken, werden über nahezu alle Jahrgangsstufen hinweg gezielte Projekte und Maßnahmen durchgeführt. Bereits zu Beginn der 5. Klasse legen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Schullandheimaufenthalts den Grundstein für eine tragfähige Klassengemeinschaft. Gemeinsam mit ihren Klassenleitungen und unterstützt durch engagierte Tutorinnen und Tutoren erleben sie ein abwechslungsreiches Programm, das das gegenseitige Kennenlernen und den Teamgeist fördert.

    Im weiteren Verlauf der Jahrgangsstufe 5 nehmen alle Kinder am Programm „Nicht mit mir!“ teil, das in Kooperation mit dem Ju-Jutsu-Verein Mellrichstadt durchgeführt wird. In einer achtstündigen Ausbildung werden Achtsamkeit, Selbstbehauptung und ein respektvoller Umgang miteinander eingeübt.

    Zu Beginn der 6. Klasse vertieft ein erlebnispädagogischer Outdoor-Tag mit dem bewährten Team Thomas Schulze und Tanja Rehm die Klassengemeinschaft. Spielerische, zugleich nachhaltige Übungen vermitteln, wie Zusammenhalt gestärkt sowie Konflikte konstruktiv und friedlich gelöst werden können.

    Auch der verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Medien ist ein wichtiger Bestandteil unseres Präventionskonzepts. Im Rahmen des Programms „Dein Smartphone – deine Entscheidung“ sensibilisiert die Polizei für Chancen und Risiken der Smartphone-Nutzung sowie für Fragen der Selbstdarstellung im Netz.

    Aufbauend darauf setzen sich die 7. Klassen im Projekt „Gemeinsam Klasse sein“, das von speziell geschulten Lehrkräften durchgeführt wird, intensiv mit den Folgen von Cybermobbing auseinander und entwickeln Strategien für ein respektvolles und unterstützendes Miteinander – auch im digitalen Raum.

    Das bestehende Programm zur Stärkung der Sozialkompetenz wird in der Mittelstufe kontinuierlich weitergeführt. In der Jahrgangsstufe 9 ist ein strukturiertes Konfliktmanagement verankert, das auf den drei Säulen Prävention, Intervention und nachhaltiger Konfliktbewältigung basiert und so zu einem konstruktiven und fairen Miteinander beiträgt. Seminare, Teamtrainings und gemeinschaftsfördernde Fahrten unterstützen die Jugendlichen dabei, neben der Konfliktfähigkeit auch Selbstreflexion und Verantwortungsbewusstsein zu entwickeln. Ein Streitschlichter-Team trägt zusätzlich zur konstruktiven Lösung von Konflikten im Schulalltag bei. Ergänzend fördern externe Partner im Rahmen des Konzepts „Alltagskompetenzen – Schule fürs Leben“ soziale Verantwortung sowie ökonomisches und ökologisches Bewusstsein und stärken so ein respektvolles und faires Miteinander.

    Oliver Fuchs und Barbara Hofer

    Franz-Marschall Straße 7, 97616 Bad Neustadt a.d. Saale

    Tel. 09771 / 63 015 0
    Fax. 09771 / 63 015 – 99
    Mail: direktorat[at]rhoen-gymnasium.de

  • 7. Klasse: Literarische Schreibversuche

    Dass Schüler und Schülerinnen im Fach Deutsch nicht nur lernen, Texte zu analysieren und Stilmittel in Texten zu erkennen und zu deuten, sondern selbst kreativ und gezielt sprachliche Mittel einsetzen können, haben Kinder einer siebten Klasse bewiesen. Die folgenden Texte sind Schreibübungen zur Vorbereitung für das schildernde Erzählen, das im LehrplanPlus wieder in der siebten Jahrgangsstufe verankert ist.

    Weiter kämpfte er sich durch den Schnee. Autos fuhren rasend schnell an ihm vorbei und verschwanden wieder in der Dunkelheit. Der Matsch spritzte, doch das machte ihm nichts aus, denn sein Kopf, seine Gedanken, waren woanders. Bei Stella. Alles in seinem Kopf war plötzlich ein Chaos. Als wäre er in seinem eigenen Kopf gefangen wie in einem Labyrinth, nur ohne einen Ausgang. Adriáns Blick war betrübt zu Boden gesenkt und seine Hände in seine Jackentasche verschwunden, denn es war kalt, nein noch schlimmer, es war so kalt wie in der dunkelsten und bitterkältesten Nacht am Nordpol.  Umso mehr Adrians Gedanken sich an Stella festklammerten, umso kälter wurde es, draußen, aber auch um Adriáns Herz herum. Er sah, wie alle Vorhänge geschlossen waren, und erblickte nur die Umrisse der Menschen von draußen aus.  Doch sie waren drinnen in einer wohlig warmen Wärme und glücklich und zusammen, nur er war draußen, ganz allein in der Eiseskälte, ohne niemanden, ohne Stella. 

    Sofija Trajkovska

    Oktober 2020

    Schon von Weitem sehe ich die hellen Flammen unseres Lagerfeuers. Ein Geruch von Steaks liegt in der Luft. Als ich am Lagerfeuer ankomme, ist das Essen fertig. 
Meine Augen weiten sich, als ich die köstlichen Leckereien sehe. Braungebratene Bratwürste, saftige Steaks und knusprige Pommes warten schon darauf, von mir verschlungen zu werden. 
Ich fühle mich in diesem Moment pudelwohl. Meine Familie und ich sitzen rund um das Lagerfeuer und stopfen uns mit den einmaligen Speisen meiner Mutter voll. Das Essen zergeht mir regelrecht auf der Zunge. Währenddessen knistert und knackst das Feuer und verschlingt das Holz, das mein Vater aus dem borkenkäferbefallenen Wald geholt hat. Es ist toll, am Lagerfeuer zu essen, aber auch sehr heiß und die Funken sprühen. Endlich ist Sonnenuntergang und schlagartig wird es kühler. Der Himmel wird in ein helles Rosa getaucht und die goldgelbe Sonne geht über dem See unter. So bleibt es für eine ganze lange Weile, bis die letzten schwachen Sonnenstrahlen meine Haut kitzeln. Eine Stunde später ist es fast stockdunkel, nur unser nie erlöschendes Lagerfeuer erhellt die fast stockfinstere Nacht. Doch meine Familie und ich lassen uns nicht unterkriegen und sitzen immer noch dort und singen fröhliche Lieder. Plötzlich fallen die Holzscheite mit einem dumpfen Knall zusammen, und ich glaube, dass es nun Zeit ist, um ins Bett zu gehen, da ich schon sehr müde bin.

    Hugo Schmitt

    Oktober 2020

    Schon von Weitem sehe ich die Flammen unseres Lagerfeuers. Ein Geruch von Feuchtigkeit und Wärme liegt in der Luft, als ich immer näher zu den knisternden Feuerfunken laufe.
    Nach und nach werden die Flammen größer und langsam verbreitet sich eine wohlige Wärme. Durch den Abendhimmel treiben noch einzige Wolkenfetzen, die durch die untergehende Sonne anfangen zu leuchten. Die letzten Sonnenstrahlen streichen über meine vom Feuer warme Haut. Ich spüre, wie der recht starke Wind durch meine Haare weht. Es fühlt sich so an, als ob jemand durch meine Haare streichen würde. Die blassblauen Berge heben sich deutlich vor dem flammendroten Himmel ab. Glücklich und tiefenentspannt laufe ich zum erfrischenden Wasser vor. Ich springe voller Freude in das Wasser hinein und lass es mir gut gehen. Der flammendrot-blaue Himmel mit schneeweißen Wolken malt sich auf dem glasklaren Wasser ab. Der allerletzte Schein von der goldgelben Sonne scheint ebenfalls in das glasklare Wasser. Silhouetten zeichnen sich nur noch auf dem nicht mehr ganz so warmen Wasser ab, deshalb setze ich mich an das brodelnde, brennende Lagerfeuer und esse knusprige und knackige Stockbrote. Tanzende Flammen des Feuers spiegeln sich auf den sanften Wellen des Sees. Nur die Umrisse der Berge kann ich vor dem wegen der Sonne kupferroten Himmel erkennen. Diese absolute Stille, die ich hier spüre, spürt man nicht überall.
    Mit einem dumpfen Knall fallen die Holzscheite zusammen und ich sehe nur noch das glänzende Wasser vor mir.

    Leonie Blum

    Oktober 2020

    Die goldgelbe Abendsonne spiegelte sich im See. Das Lagerfeuer knisterte und knackte, die hellen Flammen zischten und züngelten. Ein Duft von Stockbrot und Bratwurst ummantelte mich und ich fühlte, wie die Wärme langsam in mich eindrang. Die Umrisse der Berge zeichneten sich deutlich vom Himmel ab, der einen nahezu perfekten Farbverlauf von Kupferrot zu Himmelblau darstellte. Nur einige kleine Wolkenfetzen schimmerten am wundervollen Firmament. Die Silhouetten zweier Schwimmer waren zu sehen. Sie hoben sich und sanken wieder wie Profi-Brustschwimmer. Schließlich waren sie im sich spiegelnden Sonnenlicht angekommen. Nur das Knistern des Feuers war zu hören. Ansonsten herrschte friedliche Totenstille. Der Moment war perfekt. In einem Western würde jetzt etwas ganz Scheußliches geschehen, doch es passierte nichts. Ich atmete tief ein und noch tiefer aus. Die Luft war süßlich, rauchig, warm. An meinem Gaumen spürte ich noch den letzten Rest des zuckersüßen und klebrigen Marshmallow-Geschmackes. Ich schaute auf das Wasser mit den sanften Wellen. Der Zeitpunkt ist jetzt!

    Julia Ziegler

    Oktober 2020

    Nach und nach wurden die Flammen größer und langsam verbreitete sich eine wohlige Wärme. Durch den Abendhimmel trieben noch einige Wolkenfetzen, die von der untergehenden Sonne in orangerotes Licht getaucht wurden. Für einen kurzen Moment schloss ich meine Augen und lauschte den Grillen. welche am Ufer fröhlich vor sich hin zirpten, während die Vögel gerade ihre letzten Lieder des Tages anstimmten. Ich öffnete meine Augen wieder, als ich ein leises Zischen hörte, das von den noch leicht feuchten, mit Moos bewachsenen Ästen stammte, die gerade in die heiße Glut gelegt worden waren und nun von den züngelnden Flammen gierig verschlungen wurden.

    Der pikante Geruch von Stockbrot und gegrillten Würstchen stieg mir in die Nase und mir begann das Wasser im Mund zusammenzulaufen, während sich auch mein leerer Magen mit einem lauten Grummeln zu Wort meldete.

    Wie gerne hätte ich jetzt schon gegessen, aber ich musste leider noch etwas warten, da meine Freunde immer noch in dem von den Algen leicht grünlich gefärbten Wasser des Sees schwammen und sich gegenseitig lachend mit diesem bespritzten. Ich fragte mich, ob ihnen nicht langsam kalt werden würde, da inzwischen eine leichte Brise raschelnd durch die Blätter der neben mir stehenden Bäume strich, das Wasser in Bewegung setzte, um es mit kleinen Wällen an das Seeufer schlagen zu lassen, und auch mir inzwischen langsam unter die Haut schlich.

    Ich begann zu frösteln, weshalb ich die weiche Decke, welche um meine Schultern gelegt war, noch enger um mich schlang und so nah an das lodernde Feuer heranrutschte, dass die teilweise blau gefärbten Flammen, welche mir den vertrauten Geruch von Rauch und verbranntem Holz ins Gesicht wehten, schon fast meine Fingerspitzen berührten, die ich ihnen entgegenstreckte. Ein wohliges Kribbeln breitete sich in meiner Magengegend aus, als ich in der Ferne die letzten Sonnenstrahlen beobachtete, wie sie gerade hinter den schwarzen Umrissen der Berggipfel verschwanden, und ich fühlte mich so gelassen und sorglos wie schon lange nicht mehr.

    Loucia Lingerfelt

    Oktober 2021

  • Klasse 9c spendet 1000 Euro für das Flüchtlingshilfswerk

    Klasse 9c spendet 1000 Euro für das Flüchtlingshilfswerk

    Schüler/innen der Klasse 9c

    Das Entsetzen und die Fassungslosigkeit waren uns groß ins Gesicht geschrieben. Wie konnte etwas Derartiges mitten im fortschrittlichen Europa, zu unserer Zeit passieren? Die Rede ist von der Situation auf der griechischen Insel Lesbos, genauer von dem dortigen Flüchtlingslager „Moria“, das im September verheerenden Bränden ausgesetzt war. Wir, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9c, suchten das Gespräch, das im Deutschunterricht bei Herrn Breunung seinen Raum fand, ja sogar darüber hinausging, indem wir uns immer weiter mit dieser Thematik beschäftigten, beispielsweise durch das Lesen eines Kommentars oder anderer Artikel über die Situation der Flüchtlinge auf Lesbos. Schnell waren wir uns in der Klasse darüber einig, dass wir nicht einfach tatenlos zusehen können und den Menschen dort irgendwie helfen müssen, z.B. in Form einer Spende. So sammelten wir alle innerhalb unserer Klasse mit Hilfe unserer Eltern und Herrn Breunung insgesamt 1000€, die schließlich nach einiger Recherche über die verschiedenen Hilfsorganisationen der UNO-Flüchtlingshilfe online von unserer Klasse über das Rhön-Gymnasium gespendet wurden. Das Geld soll für die Nothilfe der Menschen auf Lesbos verwendet werden und wir hoffen auf eine baldige Besserung der Situation, und vielleicht möchte ja auch der ein oder andere von euch helfen, denn jeder Geldbetrag, wie gering er auch scheinen mag, bewirkt einen Unterschied!

    Text: Arina Bering, 9c
    Bild: Frank Breunung

  • Begabtenförderung in der Oberstufe

    Begabtenförderung in der Oberstufe

    Begabtenförderung in der Oberstufe

    Der Duden versteht unter Begabung die „natürliche Anlage“ und die „angeborene Befähigung zu bestimmten Leistungen“. Daraus ergibt sich, dass begabte Schülerinnen und Schüler über besondere Talente verfügen, die über das reine Erbringen guter Zeugnis-leistungen hinausgehen. Solche Talente zu fördern, ist uns ein Herzensanliegen. 
Das Aufgabenspektrum der Oberstufenkoordinatoren reicht von der pädagogischen Be-treuung über die Organisation der Fächerwahl sowie die Ko-ordination der Angebote zur Berufs- und Studienorientierung (siehe letzter Jahresbericht) bis zur Planung und Durchführung der Abiturprüfungen. 
Daher kennen wir unsere Ober-stufenschülerinnen und -schüler gut und sprechen, unter Mithilfe der Fachlehrkräfte, Schüler-innen und Schüler, die für Stipendien und andere Förderungen in Frage kommen, gezielt an und unterstützen beim Bewerbungs-verfahren. 
So vielfältig die Talente unserer Schüler, so vielfältig sind die Angebote. Zulassungsvoraussetzungen sind neben guten schulischen Leistungen häufig soziales und außerunterrichtliches En-gagement. Eine Auswahl der Förder-möglichkeiten während der Oberstufe finden Sie hier: 







    Weitere Informationen zu Stipendien finden sich zum Beispiel bei Stipendienlotse

     

    Fazit: Die Mühe lohnt sich!


    Text: Matthias Baumbach & Andreas Maier


    Und was sagen die Schüler?

    „Einen Tag lang Präsident des europäischen Rates sein. Dass ich dazu schon mit 16 beim Ferienseminar die Chance habe, hätte ich auch nie gedacht. Das Planspiel rund um den EU-Sicherheitsrat und die zahlreichen anderen Workshops haben mir wortwörtlich meinen „Horizont erweitert“ (wie auch das Thema des Seminars lautete). Daneben lernte ich auch die anderen Teilnehmer kennen, die sich weniger über ihre Schulnoten auszeichneten, als über ihr Interesse an Kunst und Musik.“

    Sarah Nodehi

    Q12

    „Die Deutsche Schülerakademie hat mir besonders gefallen, weil ich dort so viele interessante Menschen kennenlernen durfte. Das gesamte Betreuerteam, aber vor allem die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben mich sehr beeindruckt. Ich denke, dass ich während der zwei Wochen von jedem dort etwas lernen und für mein eigenes Leben mitnehmen konnte.

     

    „Am CERN hat mich vor allem die offene und internationale Atmosphäre beeindruckt. Die Menschen dort kommen aus der ganzen Welt und gehen trotzdem ganz unvoreingenommen und herzlich aufeinander zu. Hier wurde mir bewusst, wie gut es der Wissenschaft gelingt, Menschen zu verbinden.“

    Kilian Hügel

    Q12

    „Das Max Weber-Programm bietet seinen Stipendiaten u. Stipendiatinnen mehr als nur finanzielle Unterstützung in Form von Bildungspauschalen. Es ermöglicht unter anderem auch die Teilnahme an zahlreichen Aktivitäten zur Vernetzung und zum Austausch zwischen den Studierenden. Ergibt sich dir diese Möglichkeit nach dem Abitur, nutze sie und nimm auf jeden Fall am Auswahlverfahren teil! Ich habe es jedenfalls nicht bereut.“ 

    Philipp Schulze

    Abitur 2018

    Franz-Marschall Straße 7, 97616 Bad Neustadt a.d. Saale

    Tel. 09771 / 63 015 0
    Fax. 09771 / 63 015 – 99
    Mail: direktorat[at]rhoen-gymnasium.de

  • Kennenlerntage

    Kennenlerntage

    Zum Kennenlernen dieses Jahr nach Schönau

    Der Beginn des neuen Schuljahres 2020/21 ist anders als gewohnt, mit der Corona-Pandemie hat sich vieles verändert. Die Kennenlerntage für die Schüler der fünften Klassen konnten deswegen nicht in gewohnter Weise an der Thüringer Hütte durchgeführt werden. Ausfallen sollten sie aber auch nicht, weshalb sich die Schulleitung entschlossen hat, einen Kennenlerntag in der Natur zu gestalten. Verantwortlich für das Programm waren Tanja Rehm und Thomas Schulze, welche die vier fünften Klassen auf das Freizeitgelände in den Schönauer Brendauen eingeladen hatten.
    Die vier Klassen mit insgesamt ca. 90 Schülern wurden auf vier Tage verteilt. Jeden Tag war eine andere Klasse vor Ort. Natur unmittelbar spüren, Umweltbewusstsein schärfen, Gemeinschaft aufbauen und erleben und neue Freundschaften knüpfen. Das sind wichtige Voraussetzungen für die jungen Leute in einem neuen Lebensabschnitt einzusteigen. Dafür gab es Naturerlebnisse, gemeinsames Essen am Lagerfeuer und Exkursionen mit Aufgaben, die im Team gelöst werden mussten.

    Text und Bild: Manfred Zirkelbach