Autor: Stefan Straub

  • Heimexperimente – Fliegende Unterassen als technische Anwendung im Alltag

    Heimexperimente – Fliegende Unterassen als technische Anwendung im Alltag

    Fliegende Untertassen als technische Anwedungen im Alltag

    Überall düsen fliegende Untertassen herum. Hast du auch schon mal eine fliegende Untertasse gesehen? Alle Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe haben in diesem Schuljahr sogar selbst eine gebaut.

    Experimente sind das Salz in der Suppe der Physik. Ob grundlegende Demonstrationsexperimente, pfiffige Heimexperimente zum eigenständigen Forschen oder Simulationen von komplexen Experimenten, die mit unseren Mitteln nicht durchführbar sind. Da wegen Corona, anders als in den letzten Jahren, ein Besuch der 7. Jahrgangsstufe in der Wissenswerkstatt Schweinfurt nicht möglich war, holten wir diese zu den Schülerinnen und Schülern nach Hause. Um dies zu ermöglichen, schickte die Wissenswerkstatt für alle vier siebten Klassen die zum Bau einer fliegenden Untertasse benötigten Materialien an die Schule. Das Lehrerteam Frau Dr. Joachim und Herr Feitz packte die zahlreichen Kartons aus, sortierte die Materialien und verteilte diese an alle Schülerinnen und Schüler, so dass alle einen Beutel mit den benötigten Materialien mit nach Hause nehmen konnten. Von der Wissenswerkstatt Schweinfurt per Videokonferenz unterstützt bauten dann die Schülerinnen und Schüler, jede Klasse an einem anderen Nachmittagstermin in zwei Gruppen aufgeteilt, zu Hause das Experiment zusammen. Das Ganze war kostenfrei und das gebaute Experiment durfte behalten werden. „Mir hat an dem „Fliegende Untertassen-Projekt“ besonders gut gefallen, dass ich die verschiedenen Teile selber zusammen bauen durfte und Fragen stellen konnte, zum Beispiel warum meine Untertasse nicht hoch flog. Ich würde trotz Corona so etwas Ähnliches wieder bauen wollen. Ein Projekt wie das mit der Untertasse kann jedem Spaß machen, egal ob man sich für Physik interessiert oder nicht“, so Silje-Johanna Noak, die das obige Foto der fliegenden Untertasse mit einer Serienbildaufnahme gemacht hat. „Unser herzlicher Dank gebührt dem Team der Wissenswerkstatt Schweinfurt für die hervorragende Unterstützung und kompetente Anleitung“, sagt Dr. Silvia Joachim. „Vielen Dank auch an Silje-Johanna Noak für das sehr raffinierte Bild der fliegenden Untertasse.“

    Bild: Silje-Johanna Noak
    Text: Silvia Joachim

  • Bayerisches Schülerleistungsschreiben 2021 im ICDL-Kurs

    Bayerisches Schülerleistungsschreiben 2021 im ICDL-Kurs

    Emilia Will, Leon Pörtner, Luis Pörtner, Lennart Abert und Tizian Goldbach (nicht auf dem Foto) nahmen am Bayerischen Schülerleistungsschreiben 2021 teil.

    Bayerisches Schülerleistungsschreiben 2021 im ICDL-Kurs

    „Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer am diesjährigen Bayerischen Schülerleistungsschreiben tippen schnell und nahezu fehlerfrei“, bestätigt Dr. Silvia Joachim. „Diese Fähigkeiten helfen ihnen bestimmt auch später im Berufsleben. Zumal es beim 10-Fingerschreiben nicht nur auf die Fingerfertigkeit ankommt, sondern auch darum, die Textvorlage schnell zu erfassen und mit Word umzusetzen.“ Fünf Schülerinnen und Schüler haben am diesjährigen Bayerischen Schülerleistungsschreiben im Bereich Texterfassung teilgenommen. Drei konnten sogar die Note 1 erreichen.
    Dieser Wettbewerb ist der älteste und größte dieser Art im Bereich des Weltverbandes der Internationalen Föderation für Informationsverarbeitung (INTERSTENO). Trotz Distanz- und Wechselunterricht wegen der Corona-Krise konnte auch in diesem Jahr der Wettbewerb durchgeführt werden. Die Schülerinnen und Schüler bereiteten sich schrittweise im Distanzunterricht bei Frau Dr. Joachim auf die Prüfung vor und legten dann in Präsenz in der Phase des Wechselunterrichts bei Herrn Zimmermann die Prüfung ab. Dabei hatten sie zehn Minuten Zeit und mussten eine Textvorlage mit möglichst vielen Anschlägen bei gleichzeitig geringer Fehlerzahl in Word abschreiben. Sie erhielten eine Urkunde, die ihnen ihre Leistung bestätigt.

    Emilia Will, die bereits zum zweiten Mal am Bayerischen Schülerleistungsschreiben teilgenommen hat, konnte ihre Schreibgeschwindigkeit weiter verbessern. „Ich kann anderen eine Teilnahme nur empfehlen, da man viel übt und eine Bestätigung über die erfolgreiche Teilnahme bekommt“, so Emilia.

    Alle anderen haben zum ersten Mal teilgenommen. So auch Leon, der aber schon im letzten Schuljahr dafür im ICDL-Kurs geübt hat. Er sagt, dass er sich für Informatik im Generellen interessiert und dass das Zehnfingerschreiben einem dabei viel hilft, da man einfach schneller ist. Er erklärt: „Im späteren Arbeitsleben ist Zehnfingerschreiben mit großer Wahrscheinlichkeit sehr wichtig und mit diesem Test und der Urkunde habe ich einfach die Möglichkeit, mich quasi „auszuweisen“. Ist sehr nützlich für die Bewerbung.“ Auch er empfiehlt anderen eine Teilnahme: „Man hat einen großen Vorteil in der immer mehr digital werdenden Welt und wenn man regelmäßig übt, ist es auch nicht so schwer, gut abzuschneiden. Übung macht den Meister 😊.“

    Auch Luis hat am Wettbewerb teilgenommen, um den Nachweis für eine spätere Bewerbung zu haben, dass er die Texterfassung beherrscht. Er sagt: „Selbst, wenn man ein nicht so gutes Ergebnis haben sollte, ist das Zehnfingerschreiben sehr nützlich. Ich selber nutze es täglich bei schulischen Dingen, und komme so deutlich schneller voran. Das Zehnfingerschreiben zu lernen ist sicherlich eine gute Sache, sowohl für schulische als auch für private Interessen.“

    „Da es im heutigen Leben, besonders bei Bewerbungen, wichtig sein kann“, hat Lennart am Bayerischen Schülerleistungsschreiben teilgenommen. Er meint: „Ich finde, dass es ein gutes Zertifikat ist, welches sehr hilfreich ist. Außerdem macht es mir und vielen anderen Spaß. Ich bin froh, dass ich nun ein gutes Zertifikat in der Tasche habe. Ich würde diesen Kurs jedem empfehlen, der sich in der Arbeitswelt einen Vorteil verschaffen will.“

    Dieser Meinung ist auch Tizian. Auch er ist der Ansicht, dass ihm das Zertifikat in Zukunft weiter helfen wird.

    Text und Bild: Silvia Joachim

  • Bau dir deine Welt

    Bau dir deine Welt

    Bau dir deine Welt

    Der 51. Wettbewerb der Volks- und Raiffeisenbanken war in diesem Jahr, wie so viele andere Aktionen, besonders.

    Es ging darum, Entwürfe für das eigene Traumhaus und Architekturvisionen der Zukunft zu gestalten. Auch die Rückbesinnung auf Vergangenes im Sinne von Erinnerungskultur wurde im Unterricht thematisiert und auf vielfältigste Weise umgesetzt.
    So konnten die Schüler*innen neben Werken aus Wasserfarben und Buntstift auch Häuser bauen, auf dem Computer gestalten und eigene Filme drehen.

    Alle Klassen durften teilnehmen, jeweils vier Klassengewinner wurden eingesandt.

    Im Oktober begann alles relativ normal: Vorstellung des Themas, Motivsuche im Klassenverband.
    Nach dem Lockdown dann Bildbesprechung und Fragen nur noch über Video.
    Mittlerweile muss man niemandem erklären, wie aufwändig es ist, einen Bildvorschlag im Arbeitsprozess zu begleiten, wenn die Kamera das Bild nicht wiedergibt, die Datenrate im Unterricht nicht hoch genug oder der Speicherplatz zu klein ist.

    Zumindest die Oberstufe hatte die Möglichkeit, ihren Kunstwerken vor Ort den letzten Schliff zu geben.
    Ansonsten wurde alles über drei Ecken und immer den neusten Vorgaben entsprechend abgewickelt. Das hat viel Disziplin seitens der Schüler*innen gefordert und mit Erfolg:

    Es sind sehr viele erstklassige Bildideen entstanden.

    Aufgrund der guten Beteiligung bekam unsere Schule eine Spende von 375 Euro.
    Linus Budde hat beim zugehörigen Quiz einen Preis gewonnen.

    Besonders stolz sind wir auf unsere sechs Gewinner, von denen die Werke von Estella Arvanitakis und Lisa-Marie Eckert sogar auf Landesebene juriert werden.

    Text: Judith Winkelbach

    Gewinner Bilder der 10c

    Estella Arvabitakis

    Lisa-Maria Eckert

    Gewinner der Q12

    Joshua Sperl
    Jakob Zwierlein
    Katja Nagaev
    Mira Benkerts
  • Profilfach: Forschen und Entdecken

    Profilfach: Forschen und Entdecken

    Bild: Tanja Rehm

    Profilfach: Forschen und Entdecken

    Wie, warum und für wen bringt man Wildnispädagogik ans Gymnasium? 
In Art. 131 der bayerischen Verfassung wird das Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt als eines der obersten Bildungsziele aufgeführt. Als Umwelt- und Biosphärenreservatschule will das Rhön-Gymnasium hier natürlich einen besonderen Beitrag leisten. Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) wird angesichts des sich ändernden Klimas und des immer größer werdenden Energiebedarfs immer wichtiger. Ein weiteres „Warum“ soll eine kleine Anekdote geben: Während eines Wandertags im Wald erzählte mir ein Schüler, er wäre früher gerne mit dem Hund draußen gewesen. Auf meine Frage hin, warum er das nun nicht mehr mache, entgegnete er, dass er nun ein Handy hätte. Später am Tag meinte er jedoch, dass er vielleicht doch eher mal wieder mit seinem Hund spazieren ginge.


    Nach einer einjährigen Ausbildung, verbunden mit einigen Praktika mit Jugendlichen und Familien in den unterschiedlichsten Regionen Süd- und Mitteldeutschlands bei der Wildnisschule „Wildniswandern“, schien uns die Unterstufe bei den gegebenen Rahmenbedingungen am geeignetsten. Das Interesse an den Themenbereichen Bäume, Säugetiere, Vögel und Pflanzen ist in diesen Jahrgangsstufen in der Regel noch sehr groß und die Themen schaffen einen direkten Anknüpfungspunkt an die Grundschulzeit. Ein Testlauf im Schuljahr 2019/20 begann mit dem Wahlkurs „Draußen zuhause“ für Schüler und Schülerinnen der 7. Klassen.


    Im Schuljahr 2020/21 konnten wir unser Konzept für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5c und 5d anbieten. Einige Selbsterfahrungen in der Natur durften die Kinder bereits im Rahmen der Kennenlerntage zu Beginn des neuen Schuljahres in Schönau machen. Nach einer kurzen Kennenlernrunde mit indianischem Redestab im Kreis am Lagerfeuer sollten die Kinder nach dem Motto „auf den Weg bringen“ ihren Weg zu einem Schatz in der Umgebung suchen. In kleinen Gruppen waren sie dabei mit einer Karte und der Rückendeckung eines Tutors in unbekanntem Gebiet unterwegs. Die Analogie zu ihrer Situation am Gymnasium war dabei natürlich rein zufällig. Nach einem gemeinsamen Mittagessen vom Lagerfeuer ging es in den Wald. Sich selbst erfahren in der Gemeinschaft ihrer Mitschüler stand nun auf dem Programm. Mit verbundenen Augen in der Stille des Waldes dem Ton einer Flöte folgen war für einige eine schwierige Aufgabe. Sich nur auf sein Gehör und das Tasten mit Händen und Füßen zu verlassen war sehr ungewohnt.


    Der Unterricht fand in den nächsten Wochen meistens draußen statt. Sei es im Sitzkreis auf einer Wiese in der Nähe der Schule oder auf ein paar „Holzbänken“ in der Nähe des Kurparks. Beim Thema Bäume sollte beispielsweise eine Gruppe eine Knospe, einen Zweig und eine Stelle der Rinde eines Baumes so zeichnen, dass eine andere Gruppe genau diesen Baum und Zweig wiederfinden konnte. Darüber hinaus wurden viele schöne Steckbriefe von Bäumen angefertigt.


    Die nächsten Themen mussten leider aufgrund der Coronalage im Distanz- oder Wechselunterricht vermittelt werden. Für unser Konzept, draußen in der Natur Erfahrungen zu sammeln, schien uns das Homeschooling völlig ungeeignet. Die Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler in dieser Zeit gerade auch außerhalb ihrer vier Wände hat uns jedoch überrascht.
    Beim Thema Säugetiere ging es um Tierspuren und die Geschichten, die uns diese Spuren erzählen. Die verschiedenen Gangarten der Tiere konnten die Kinder bei sich zuhause gut ausprobieren und per Videoübertragung vorführen. Tierspuren wurden anschließend bei Familienspaziergängen im Schnee entdeckt und die Fotos auf der Cloud geteilt. Welches Tier es war, was es wohl dort gemacht hat oder wohin es unterwegs war, konnte man so in der nächsten Unterrichtsstunde zum Teil aufklären.


    Im Rahmen des Wechselunterrichts konnten wir beim Thema Vögel zumindest mit den halben Klassen einen Vogelspaziergang entlang der Brend machen. Das Erkennen der Vögel an ihrem Gesang war dabei gar nicht so einfach.


    Bei den Heilpflanzen war es ganz anders. Das Vorwissen hat uns erstaunt. Spitzwegerich, Breitwegerich, Schafgarbe, Giersch und Co wurden auf einem kurzen Kräuterspaziergang vor der Tür oder einer nah gelegenen Wiese sicher erkannt und mit in den Videounterricht gebracht.
    Leider hat der Distanzunterricht viele schöne Möglichkeiten der Erfahrung mit und in der Natur verhindert. Das Engagement und das Interesse der Schülerinnen und Schüler war jedoch sehr groß. Die schönen Momente, die jedes Kind erleben durfte, tragen aber sicher dazu bei, unsere Natur als etwas Besonderes und Schützenswertes zu erachten.

    Text: Tanja Rehm, Thomas Schulze

    Bild: Hanna Debertshäuser

    Bild: Sophie Mölter

  • Zwischen Pandemüdigkeit und politischer Lyrik zu Corona Zeiten

    Zwischen Pandemüdigkeit und politischer Lyrik zu Corona Zeiten

    Zwischen Pandemüdigkeit und politischer Lyrik zu Corona Zeiten – Ein Abriss des Deutschunterrichts in der 10c.

    Zeichnung „müdemotiviert“ von Philipp Wohlfart.„Morgens immer mütend“ – Nein, das ist nicht der einprägende erste Vers des Liedes der Gesangsgruppe Laing, sondern es handelt sich dabei um einen Neologismus aus den beiden Adjektiven müde und wütend. Trifft das unsere Gefühlslage der letzten Tage, Wochen, ja gar Monate nicht perfekt? Nicht wenige würden diese Frage mit einem müden zustimmenden Kopfnicken bejahen. Doch hat das Schuljahr 2020/21 eigentlich so hoffnungsvoll begonnen, immerhin genossen wir bayernweit betrachtet ein Privileg, erst kurz vor Weihnachten in den Wechsel- und Distanzunterricht gehen zu müssen. Aufgrund der strengen Kontaktbeschränkungen des Lockdowns wurden die Coronanächte zuhause im kleinsten Kreis verbracht. Dennoch sind wir optimistisch ins neue Jahr gestartet, mit der Aussicht, spätestens im Frühjahr sei alles wieder im Normalzustand: Willkommen in der Videokonferenz im Fach Deutsch in der Jahrgangsstufe 10. Lyrik des Sturm und Drangs steht auf dem Plan. Gedichte von Goethe und Schiller aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Jetzt treffen Neologismen wie mütend oder müdemotiviert ganz sicher nicht mehr zu, sondern die Gefühlslage der Schülerinnen und Schüler lässt sich wohl viel eher mit einem simplen müde beschreiben. Doch die Epoche des Sturm und Drangs ist vor allem für zwei Motive bekannt und die sind alles andere als mit einem müde abzustempeln: Rebellion und Genie! Um den tristen und streng getakteten Videokonferenzen zu entfliehen und sich von den Ketten der Ausgangssperre zu befreien, haben unsere rebellischen Genies im Zuge der Betrachtung mit politischer Sprache und politischer Lyrik eigene politische Gedichte verfasst. Selbstverständlich wurde hier Corona von einigen als Aufreißer gewählt, um aufzuklären, anzuklagen, zum Nachdenken oder Handeln aufzufordern. Eben das, was politische Gedichte schon seit Jahrhunderten bezwecken. Aber nichtsdestotrotz haben die Schülerinnen und Schüler nicht den Blick für andere wesentliche gesellschaftlichen Themen verloren, wie beispielsweise die Frage nach Menschlichkeit in der Flüchtlingskrise, über die paradoxerweise in unserer Medienlandschaft kaum noch berichtet wird. An dieser Stelle lade ich Sie herzlich dazu ein, sich Zeit zu nehmen und die Meisterwerke unserer Nachwuchsdichter durchzulesen.

    Text: Jonas Barski

    Despotie (Amanda Plakiqi)

    Sie halten die Feder,
    doch wir halten die Axt!
    Die Dystopie ist nah für uns,
    doch unser Aufschrei kann das Blatt noch wenden.
    Das Brot wird uns genommen,
    wie Dreck werden wir behandelt,
    doch das Mitleid könnt ihr euch sparen!
    Denn niemand kann den Brand des Hauses aufhalten,
    wenn er die Augen geschlossen hält.

    Mensch ist Mensch(Emely Tichay)

    Mensch ist Mensch, das merke dir,
    jeder ist willkommen hier.
    Hass, Zorn und Unterdrückung
    haben hier keinen Platz,
    das sag ich dir in einem Satz:
    „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“
    Das ist in Deutschland hochkostbar.
    Keiner hat das Recht, andere Menschen zu verlieren
    oder gegen sie zu hetzen.
    Wir wollen Frieden in unserem Land,
    deswegen gib auch Menschen mit anderer Hautfarbe die Hand.
    Mensch ist Mensch, das merke dir,
    jeder ist anders, aber das akzeptieren wir.

    Du würdest es genauso tun(Emilia Will)

    Er ist doch wie du
    Drum frag ich dich nu
    Was ist anders an ihm
    Wir sind doch ein Team

    Vielleicht kommt er gebürtig nicht von hier
    Doch was tut er dir
    Er will hier doch nur friedlich leben
    Und nicht daheim in Angst schweben

    Deutschland ist groß genug
    Also denk doch mal klug
    Er ist vielleicht geflohen
    Weil andere ihn bedrohen

    Warum sollten wir ihm ein Zuhause verwehren
    Kannst du nicht etwas Platz entbehren
    Du würdest es genauso machen
    Hoffentlich denken die anderen dann nicht solche Sachen

    Corona(Lena Härder)

    Am Campus liegen viele Patienten,
    die zum Teil zu früh und jämmerlich enden.

    Die OP-Säle sind brechend voll,
    das finden wir alle nicht so toll.

    Rassen und Klassen kennt das Virus nicht,
    es frisst sich durch jede soziale Schicht.

    Die Opposition und die Regierungspartei,
    die bangen und hoffen, es ist bald alles vorbei.

    Namibia und andere Länder sind ganz weit weg,
    selbst dort grassiert und verbreitet sich der Dreck.

    Ausgangssperre für alle ist der größte Mist,
    ich sag es euch, nur dass ihr es wisst.

    Jetzt müsst ihr mal was tun,
    damit nicht noch mehr für immer ruhen.

    Für die Wahrheit (Lisa Kaiser)

    Hört mal liebe Kinder, ich erzähl euch jetzt wie‘s war,
    damals mit Corona und was sonst noch so geschah.
    Von einem auf den and‘ren Tag kam nämlich alles anders.
    Das Leben wurde eingeschränkt, es gab auch einen Anlass.

    Hygiene wurd‘ nun großgeschrieben – die Läden waren dicht.
    Die meisten unterstützten das – doch manche eben nicht.
    Sie nannten sich die Freiheitskämpfer – den echten Widerstand.
    Verglichen sich mit Sophie Scholl, doch war‘n sie braun gebrannt.

    Von Fakten wollten sie nichts wissen, Statistik war nicht relevant.
    Zum Glück war deren Meinung niemals anerkannt im Land.
    Was könnt ihr nun d‘raus lernen? – Denkt doch erst, bevor ihr schreit.
    Denn die Wahrheit, die wird siegen, jetzt und auch für alle Zeit!

    Klimawandel (Stella Zimmer)

    Hohe Tiere aus aller Welt
    kommen heut zusammen.
    Jeder denkt, er wär‘ ein Held
    und könnte Großes entflammen.

    Klimaschutz steht auf dem Plan.
    Ist für die Welt sehr wichtig.
    Kommen mit Hubschraubern an
    und machen alles wieder richtig.

    Lockdown (Lisa-Marie Eckert)

    Den ganzen Tag vorm PC
    und draußen liegt der Schnee.

    Arbeitsaufträge stehen uns bis zum Hals.
    Jeden Tag wird es mehr
    und die Hälfte davon machen wir falsch.
    Es belastet uns sehr.

    Wochenende ist das einzig Gute.
    Die ganze Woche warten wir darauf.
    Doch das Wochenende nimmt so schnell seinen Lauf
    und plötzlich haben wir schon wieder Schule.

    Sogar die Ferien werden uns genommen.
    Daran hat keiner was gewonnen.

    Wir brauchen auch mal eine Pause,
    um zu entspannen zu Hause.

    Die Coronapolitik Deutschlands (Séraphine Weyer)

    Die Staatsmänner denken, sie haben es unter Kontrolle,
    es bedroht die ganze Welt,
    Lockdown hier und da.
    Corona hat alles auf den Kopf gestellt.

    Viele wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen,
    den Söder nennen alle ein Genie,
    für unsere Gesundheit wird Deutschland schon sorgen,
    doch niemand versteht die Bedeutung von einer „Pandemie“.

    Fitnessstudios, Restaurants und so weiter müssen schließen,
    viele verdienen deswegen kein Geld,
    wir lassen uns trotzdem nicht unterkriegen,
    der deutsche Staat ist jedoch kein Held.

    Das Virus mutiert bereits,
    mit dem Gegenmittel lassen sich viele spritzen,
    was sollen wir den ganzen Tag machen,
    die meisten tun doch nur zuhause sitzen.

    Beim Rausgehen müssen wir Masken tragen,
    wir lassen uns niemals unterkriegen,
    diese Zeit wird hoffentlich bald enden
    und das Coronavirus werden wir gemeinsam besiegen.

    Bad loser (Diana Fleck)

    Der brennende Konflikt,
    der uns allen bekannt,
    die Wahl von Joe und Trump
    bracht uns um den Verstand.

    Es war gewiss ein heißes Renn‘,
    speziell Trump konnt‘ viel Fett verbrenn‘.
    So fair wie es jedoch geplant,
    verlief die Wahl nun leider nicht.
    Nachdem ihn einer doch ermahnt,
    ist klar, dass Trump konstant besticht.

    Amerika, das schöne Land,
    war völlig außer Rand und Band.
    Sie war‘n ihn los, den guten Mann,
    was mancher noch nicht glauben kann.

    Menschlichkeit (Philipp Wohlfart)

    Moria brannte.
    Es brannte in mir.
    Es brennt immer noch in mir.

    Sie fliehen aus ihrem Heimatland.
    Es zieht sie an Europas Rand.
    Im Fernsehen war es oft zu seh’n,
    Wie Menschen dicht zusammensteh’n.

    Der Platz im Lager reicht nicht aus,
    die Menschen müssen schnell hieraus.
    von Privatsphäre keine Spur,
    doch Europa bleibt weiter stur.

    Europa, was machst du bloß?
    Weist sie ab – ganz lieblos.
    Anstelle von Vielfältigkeit,
    an deine Grenzen jetzt viel Leid.

    Wo ist die Menschlichkeit geblieben?
    Lieber helfen, statt abzuschieben.
    Vom Abdul bis zum Heinz,
    wir sind doch alle eins.

    Moria brannte.
    Es brannte in mir.
    Es brennt immer noch in mir.

    Wellen des Unrechts (Michelle Hoch)

    Die Erde bebt, ein Tsunami entsteht.
    Kein Wasser, das auf Landmassen trifft,
    sondern eine erregte Fet‘,
    die bekämpft nur Gift.

    Die Gemeinschaft friedlich,
    außer dem Rassisten,
    obwohl der Politikerabend,
    unternimmt nichts.

    Die Menschen beklagen die Gewalt,
    gegen sie ausgeführt wird,
    mit dem unverhohlenen Sachverhalt,
    dass ihre Farbe, dunkel, verdirbt.

    Die Uniformen schreiten ein,
    zielen auf Farbe,
    nicht nur mit diesem Anschein,
    dass sie es nicht mögen, wie eine Narbe.

    Die Massen brennen,
    rot, so farbig,
    wie die Menschen,
    oder was nun von ihnen übrig.

    Schritte ohne Akzeptanz (Oliver Bondarchuk)

    Freude bei den ersten Schritten,
    Freude bei den letzten.
    Jeder läuft irgendwohin – doch
    Wohin?

    Du läufst – ich auch.
    Zur Schule – ich auch.
    Für Essen – ich auch.
    Für dich normal, für mich alles.

    Ich bin meinem Ziel entgegengelaufen,
    so weit – doch ich muss.
    Drinnen, draußen ohne sich zu verlaufen.
    Und ich lief über Stock und Stein,
    von Land zu Land,
    durch Wüste und Stadt.

    Ich laufe und für euch ist das ein Problem,
    ihr redet über meine Schritte und unsinnige Themen.
    Wollt‘ nicht, dass ich laufe,
    auch wenn ich ersaufe,
    ihr gebt mir keine Alternative.
    Trotzdem laufe ich,

    doch angekommen – da gab es keine Freude.

    Zwischen Aluhüten und Lügen (Sophia Sperl)

    Die Erde bebt, ein Tsunami entsteht.
    Kein Wasser, das auf Landmassen trifft,
    sondern eine erregte Fet‘,
    die bekämpft nur Gift.

    Die Gemeinschaft friedlich,
    außer dem Rassisten,
    obwohl der Politikerabend,
    unternimmt nichts.

    Die Menschen beklagen die Gewalt,
    gegen sie ausgeführt wird,
    mit dem unverhohlenen Sachverhalt,
    dass ihre Farbe, dunkel, verdirbt.

    Die Uniformen schreiten ein,
    zielen auf Farbe,
    nicht nur mit diesem Anschein,
    dass sie es nicht mögen, wie eine Narbe.

    Die Massen brennen,
    rot, so farbig,
    wie die Menschen,
    oder was nun von ihnen übrig.

    Schritte ohne Akzeptanz (Oliver Bondarchuk)

    Zwischen Aluhüten und Lügen, da findet man dich,
    siehst vor lauter Querdenken die Wahrheit nicht.
    Millionen kranke Menschen krepieren,
    trotzdem gehst du weiter demonstrieren.

    
Deine „Informationen“ hast du von Trumps Twitteraccount,
    um besser zu sagen, die Fakenews, die er herumposaunt.
    Am besten lässt du dir Desinfektionsmittel spritzen,
    damit kannst du dich laut Trump vor dem Virus schützen.

    Vielleicht solltest du dir doch lieber die Fakten und Berichte der Wissenschaftler anschauen.
    Die Todeszahlen werden dich aus den Socken hauen.
    Hoffentlich wird dir dann endlich klar, dass neben Feiern und Essengehen
    vielleicht doch die Gesundheit und der Zusammenhalt im Vordergrund stehen.

    Du Mitläufer, mach die Augen auf (Leon Reutlinger)

    Du denkst, du kannst was verändern.
    Es herrscht Corona, doch du willst auf dein Recht beharren.
    Gehst demonstrieren zwischen Verschwörungstheoretikern und Rechtsradikalen.
    Du lässt dich zutexten auf Versammlungen von Blendern.
    Du willst was verändern?

    Du denkst, bist besonders schlau, am Querdenken.
    Doch bist nur deine Vernunft am Verschenken.
    Du gehst in einem bunten Haufen protestieren.
    Doch hast eigentlich keine Vorstellung, für was
    machst du das, aus Langeweile oder Hass
    wird verbreitet und lässt die Menschlichkeit erfrieren.

    Populisten gewinnen immer mehr an Einfluss.
    Du unterstützt sie, da sie dieselbe Meinung und Feindbilder haben.
    Du Blinder, sie lenken deine Richtung wie einen Einguss.
    Du, bitte, fang an, zu hinterfragen.

    Nicht alles ist wahr, was deine Facebookgruppe postet.
    Du hältst deine Augen zu, hast endlich eine Gruppe, die dich nicht roasted.
    Lös endlich deine Informationsblase auf
    und schaue in die Wahrheit.
    Du Mitläufer, mach die Augen auf.
    Das gibt deinem einsamen Leben Klarheit.

    Änderung (Antonia Eckert)

    Es gibt Schulkinder, die noch heute spielen:
    „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann“.
    Und beim Versuch, auf die andere Seite zu fliehen,
    sagen sie: „Hoffentlich bin ich nicht als Nächstes dran“.

    Unser Planet ist schon seit langem am Sterben,
    zukünftige Kinder werden nicht leben können,
    viele Lebewesen werden wahrscheinlich aussterben,
    weil wir uns nur auf Kosten anderer gönnen.

    In China werden Menschen gefoltert und gefangen,
    doch wir tun nichts, China ist ein zu wichtiger Handelsgeselle.
    Wir müssen endlich etwas dagegen tun und sie verklagen.
    Menschenrechte sollten eigentlich sein bei allen an erste Stelle.

    Alle können etwas verändern.
    Und somit helfen wir den anderen Ländern.

    Protestlösung (Nicole Mylnikov)

    Die Sonne strahlt hinab auf uns,
    die Strahlen leuchten durch den Morgendunst.
    Die Erde froh und voller Schar,
    doch dann kam ein CO2, das dies sah.
    Nach einer Weile war die Erde nicht mehr gut drauf,
    so löste sich auch das Eis auf der Antarktis auf.
    Ebenfalls betrifft‘s die australischen Wälder,
    diese fangen Feuer von selber.
    Nun protestieren wir und sagen: „Macht was dagegen!“,
    doch jeder stellt sich die Frage: „Wie können wir nur dieses Problem beheben?“

    Home schooling (Stella Griebel)

    Stundenlang vorm Bildschirm
    Arbeitet unser Gehirn
    Viel zu viel müssen wir machen
    Das ist bald nicht mehr erträglich
    Immer mehr zum Schaffen
    Mehrere Stunden sitze ich täglich
    Dennoch schätzen wir die Bemühungen der Lehrer
    Die Situation für sie ist auch schwerer
    Dennoch wir fangen an im Dunkeln
    Und hören auf im Dunkeln
    Aber wir wollen das Beste draus machen
    Und versuchen alles zu schaffen
    Wir strengen uns an
    Und trotzdem werden uns die Ferien gestrichen
    Die Frage ist bloß wann
    Sollen wir uns mal entspann‘
    Das einzige an was wir denken die Woche lang
    Ist wann fängt das Wochenende endlich an.

  • P-Seminar „Chemie macht Spaß“

    P-Seminar „Chemie macht Spaß“

    P-Seminar „Chemie macht Spaß“

    Unter dem Motto „Chemie macht Spaß“ startete das P-Seminar des Abiturjahrgangs 2021 im September 2019 mit dem Ziel, Vorschulkindern des Kindergartens Mariä Himmelfahrt auf spielerische Weise das Experimentieren in den Naturwissenschaften etwas näher zu bringen.

    Nach monatelangen Vorbereitungen und pandemiebedingten Verschiebungen kamen die Kinder im Oktober 2020 erstmals zu uns ans Rhön-Gymnasium. Fiel die Begrüßung der für die 12.Klässler doch überraschend kleinen Kinder noch sehr zurückhaltend aus, wurden diese schnell aufgeschlossener und konnten es kaum erwarten, endlich mit den Versuchen beginnen zu dürfen. Jede der drei Seminar-Gruppen hatte sich eine Rahmen-Geschichte überlegt und darin jeweils drei Experimente eingebaut. So durften die Vorschüler*innen zum Beispiel einen vergesslichen Professor aus seinem Labor befreien, zum „Spaß-Planeten“ fliegen und eine Königin von einer Insel retten.

    Mit Hilfe von bebilderten Anleitungen fanden die Kinder relativ schnell und eigenständig heraus, was sie für die Experimente an Versuchsmaterialien und Chemikalien (selbstverständlich nur ungefährliche, wie Spülmittel, Backpulver und Glycerin) benötigten und wie sie die Experimente durchführen sollten. Besonders erstaunlich dabei war, wie vorsichtig sie zum Beispiel mit zerbrechlichen Petrischalen, „hochexplosiven“ Döschenraketen und farbigen Flüssigkeiten aller Art umgingen.

    Auf anschauliche Weise und didaktisch reduziert erklärten die Schüler*innen den Kindergartenkindern daraufhin, was bei dem jeweiligen Experiment „auf Teilchenebene“ abläuft und somit, warum das eigentlich passiert ist, was sie beobachten konnten. Verblüfft hat dabei ihre schnelle Auffassungsgabe. Die größtenteils sechsjährigen Kinder verstanden die Hintergründe rasch und konnten die Ergebnisse dem Alter angemessen beschreiben und beispielsweise erklären, warum die Teebeutelrakete abheben oder ein Schiffchen sich quasi wie von Geisterhand allein fortbewegen konnte.

    Was die Schatzkarte wohl für Geheimnisse birgt …?
    Letzte Vorbereitungen für das „Luftballon-Wettfliegen“
    Döschen-Rakete mit passendem Motto ☺

    Hellauf begeistert und mit neu erworbenen Kenntnissen rund um Gasentwicklung, Zauberschrift und dem unterschiedlichen „Gewicht“ von Flüssigkeiten verließen die Kleinen das Schulhaus.

    Alles war so gut geplant, und dann durften uns die Kindergartenkinder aufgrund der zu hohen Inzidenz nicht mehr besuchen. Was nun?
    Kurzerhand bekamen einige Fünftklässler der OGS die Möglichkeit, die vorbereiteten Experimente auszuprobieren. Die Bildanleitungen waren für sie natürlich „einfach zu lesen“ und so war genügend Zeit, manch einen Versuch auch etwas abgewandelt durchzuführen. Die Schüler*innen waren dabei sehr kreativ und machten erstaunlich konzentriert und wissbegierig mit

    Insgesamt konnten nicht nur die Vorschulkinder und die Fünfties an diesen Nachmittagen eine Menge dazu lernen, auch die Abiturient*innen sammelten viele neue Erfahrungen im Umgang mit jüngeren Kindern und dabei, wie man diesen „auf Augenhöhe“ etwas beibringen kann.
    Und vor allen Dingen waren sich alle einig: Chemie macht Spaß!

    Text: Sophie Abele
    Fotos: Martina Geuder

  • Toller Erfolg beim Landeswettbewerb Mathematik – Benito Klinger wird Landessieger

    Toller Erfolg beim Landeswettbewerb Mathematik – Benito Klinger wird Landessieger

    Benito Klinger bei der Preisverleihung durch die Schulleiterin Dr. Kerstin Vonderau und die Fachschaftsleiterin Mathematik Elke Gleichmann

    Toller Erfolg beim Landeswettbewerb Mathematik – Benito Klinger wird Landessieger

    Benito hat es geschafft – in beiden Runden des Landeswettbewerbs Mathematik konnte er durch eine hervorragende Bearbeitung der anspruchsvollen Aufgaben überzeugen und wurde verdient Landessieger. Herzlichen Glückwunsch zu seinem großartigen Erfolg!
    Bei diesem Wettbewerb beschäftigen sich die Teilnehmenden in zwei Runden mit kniffligen mathematischen Fragestellungen, bei denen das Augenmerk auf einer folgerichtigen Darstellung des Lösungsweges liegt.
    Insgesamt beteiligten sich 1080 Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe aus ganz Bayern an der ersten Runde, von denen sich 388 für die nächste Runde qualifizierten. Besonders erfreulich ist, dass alleine vom Rhön-Gymnasium 5 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 10 in Runde 1 dabei waren. Laura Wolf und Leopold Winkelbach, beide 10a, erreichten sehr gute Ergebnisse. Sie „schrammten“ jeweils mit nur einem Punkt knapp an einem dritten Platz vorbei. Mit seinem 1. Platz qualifizierte sich Benito Klinger aus der Klasse 9a für die zweite Runde und legte damit den Grundstein für seinen Erfolg.
    Dort warteten dann nochmals anspruchsvollere Aufgaben auf die begeisterten jungen Mathematikerinnen und Mathematiker. Die Organisatoren des Wettbewerbs freuten sich ganz besonders, dass trotz Coronakrise 217 Schülerinnen und Schüler Bearbeitungen zur zweiten Runde einschickten.
    Als Landessieger gehört Benito zu den 60 besten Schülerinnen und Schülern in ganz Bayern, die in „normalen“ Jahren zu Ferienseminaren in den Osterferien eingeladen werden. Diese durften wegen der Coronapandemie in diesem Jahr nicht zu dem geplanten Zeitpunkt stattfinden. Eine Ersatzveranstaltung ist jedoch angedacht.
    Die erfreulichen Ergebnisse unserer Schülerinnen und Schüler sind sicherlich Ansporn für mathematikbegeisterten Nachwuchs.

    Text: Elke Gleichmann
    Foto: Oliver Süssner

  • Känguru-Wettbewerb Mathematik 2021

    Känguru-Wettbewerb Mathematik 2021

    Känguru-Wettbewerb Mathematik 2021

    Die COVID-19-Pandemie und der damit verbundene Distanz- bzw. Wechselunterricht stellte auch in diesem Schuljahr den internationalen Mathematik-Wettbewerb vor große Herausforderungen. Deutschlandweit sanken die Teilnehmerzahlen im Vergleich zu 2019 auf weniger als ein Drittel. Umso mehr ist das Rhön-Gymnasium stolz darauf, dass 188 Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangsstufen daran teilgenommen haben – nochmals mehr als im vergangenen Jahr.
    Die Klassen lösten die Aufgaben entweder vor Ort in der Schule, oder, sofern dies innerhalb der vorgegebenen Frist durch den Wechselunterricht nicht möglich war, zu Hause. Beide Durchführungsvarianten wurden getrennt voneinander gewertet.
    Der aus Australien stammende Knobelspaß ist mit mehr als 6 Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmern pro Jahr mittlerweile in über 80 Ländern verbreitet.
    Die 24 Aufgaben für die Jahrgangsstufen 5 und 6 bzw. 30 Aufgaben für die Jahrgangsstufen 7 bis 12 trainieren das logische Denken, fördern das räumliches Vorstellungsvermögen und regen verschiedenste Lösungsstrategien an.

    Insgesamt erzielten 17 Schülerinnen und Schüler herausragende Ergebnisse und wurden mit einem Hauptpreis belohnt. Der traditionelle „Preis für alle“ war in diesem Jahr, neben der Urkunde, ein Knotenpuzzle.

    Text: Michael Stöcklein, Sebastian Reuß
    Bild: Michael Stöcklein

  • Digitales Weihnachtskonzert 2020 – Never give up!

    Digitales Weihnachtskonzert 2020 – Never give up!

    Digitales Weihnachtskonzert 2020 – Never give up!

    September 2020
    Die Fachschaft Musik ist nach den entfallenen Veranstaltungen RG-Lounge, Kammer- und Sommerkonzert hoch motiviert, ein besinnlich-festliches Weihnachtskonzert auf die Beine zu stellen – wohl wissend, dass dies wohl möglicherweise mit Einschränkungen einhergehen wird. Varianten wie ein Konzert mit Zuschauerbeschränkung bzw. der Wiederholung des Konzertes an zwei aufeinanderfolgenden Tagen werden ins Auge gefasst und die Probenarbeit zumindest mit den einzelnen Registern bzw. Stimmlagen wird begonnen.

    Oktober 2020
    Die Auflagen werden strikter, die Fachschaft Musik verabschiedet sich von dem Gedanken, in der Christuskirche vor reduziertem Publikum spielen zu dürfen. Sowohl der Abstand der Musiker zueinander als auch beim Publikum kann dort nicht umgesetzt werden. Als Alternative entsteht die Idee, die einzelnen Ensembles mit entsprechendem Abstand (und technischem Aufwand) in den Turnhallen aufzunehmen (Bild und Ton) und dann am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien zunächst in alle Klassenzimmer als Live-Konzert zu streamen. Danach sollen die Aufnahmen in der Schul-Cloud auch dem Rest der Schulfamilie (vor allem natürlich den Eltern) zur Verfügung gestellt werden.

    Mitte Oktober 2020
    Die Streaming-Variante ist vom Tisch, da sonst in der Turnhalle eine zu hohe Durchmischung von Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen in kurzer Zeit stattgefunden hätte.
    Stattdessen verfolgt man nun die Idee, die Ensembles einzeln mit entsprechenden Lüftungspausen und Raumreinigungen aufzunehmen, abzumischen, zusammenzuschneiden und dann am letzten Schultag als Zusammenschnitt zu zeigen.

    Anfang November 2020
    Nach den neuesten Verschärfungen dürfen nur noch 10 BläserInnen bzw. SängerInnen gleichzeitig in einem geschlossenen Raum musizieren. Um das Konzert nicht streichen zu müssen, wird das Konzept entwickelt, die einzelnen Register (z.B. nur Trompeten) bzw. Stimmlagen im Chor einzeln aufzunehmen und dann in mühevoller Arbeit am Computer „zusammenzukleben“.

    Mitte November 2020
    Die Hygienevorschriften sind weiter verschärft worden. Jetzt dürfen SängerInnen und BläserInnen nur noch einzeln in einem Raum (bei ausreichend Luftaustausch) musizieren.
    Wirklich alle MusikerInnen einzeln aufzunehmen und dann digital zusammenzusetzen – als hätten sie gemeinsam und gleichzeitig in einem Raum musiziert – ist für die Fachschaft Musik kaum alleine zu stemmen. So begibt man sich auf die Suche nach externen Partnern.
    Mit Julius Gass (ABI 2008), Michael Haubner (ABI 2005) – zwei ehemaligen Schülern des Rhön-Gymnasiums – und Jonathan Balling, dem Bruder des Musiklehrers Benjamin Balling, sind bald drei äußerst kompetente Helfer gefunden. Die Ensembles beschränken sich auf je ein Stück, diese werden im Einzelunterricht bzw. zu Hause mit Hilfe von Hördateien geübt.

    Anfang Dezember 2020
    Die Schule stellt am 09.Dezember auf Wechselunterricht um und als letzter Schultag wird der 18. Dezember festgelegt. Somit werden die Probemöglichkeiten weiter eingeschränkt, da nun nicht mehr alle Schüler zu den ursprünglich geplanten Probezeiten im Haus sind.
    Mit dem neuen letzten Schultag ergibt sich zusätzlich der Zwang, die Fertigstellung des Konzertes vorzuverlegen, um die Videos für beide Schülergruppen (A am 17. Dezember und B am 18. Dezember) zeigen zu können.

    Mitte Dezember
    Die Tonaufnahmen sind unter Dach und Fach und werden von Jonathan Balling bzw. Julius Gass gemixt und gemastert. Parallel laufen die Videoaufnahmen, die mit den Tonaufnahmen kombiniert werden sollen. Beim anschließenden Videoschnitt greift zusätzlich Michael Haubner mit unter die Arme.
    Drei Tage vor dem letzten Schultag muss die Schule schließlich auf Distanzunterricht umstellen. Wieder einmal muss die Planung umgeworfen werden und es wird festgelegt, das Konzert am 20. Dezember auf die Schul-Homepage hochzuladen. Entsprechende Rechtsfragen werden mit der GEMA geklärt.

    20. Dezember 2020
    Das digitale Weihnachtskonzert des Rhön-Gymnasiums 2020 ist online!
    Es hat sich für alle gelohnt – Never give up!
    Halleluja und frohe Weihnachten ;-)!

    Digitales Weihnachtskonzert 2020 – In der faszinierenden Welt von Multitracking und Split Screen

    Seit Mitte September war für die Fachschaft Musik klar: Nach den entfallenen Schulkonzerten im Frühjahr und Sommer 2020 würde auch das Weihnachtskonzert am 21.12.2020 nicht in gewohnter Art und Weise stattfinden können. Im Lauf der nächsten Wochen musste die ursprüngliche Konzeption dann jedoch mehrfach abgeändert werden (siehe oben)!
    Mitte Dezember schließlich wurde am Rhön-Gymnasium der Raum E080 in ein provisorisches Tonstudio verwandelt. Der Raum wurde unter anderem mit Tüchern und Absorber-Stellwänden akustisch „kleiner“ und trockener gemacht und mit professionellen Mikrofonen sowie entsprechender Aufnahme-Hardware und -Software ausgestattet. An zwei aufeinanderliegenden Wochenenden kamen nun die Musikerinnen und Musiker des Percussion Ensembles, der Small Band und der Big Band in die Schule, um unter strenger Einhaltung aller Hygieneschutzregeln ihren Instrumentalpart nacheinander und einzeln aufzunehmen – eine für nahezu alle ungewohnte aber gleichzeitig äußerst spannende Erfahrung. Jedes Instrument musste mit geeigneten Mikrofonen – beim Schlagzeug sogar sieben Stück – abgenommen werden. Diese wurden jeweils auf die unterschiedliche Spielposition und das jeweilige Instrument aufgestellt und eingepegelt. Über Kopfhörer bekamen die Spielerinnen und Spieler dann den sogenannten „Backing-Track“, eine vorproduzierte Variante des Liedes mit einzelnen Stimmen bzw. einer Metronomspur – dem Klick –, vorgespielt. Zu dieser Aufnahme spielten sie quasi „Karaoke“ und wurden dabei zusätzlich von Benjamin Balling dirigiert und von Jonathan Balling aufgenommen. Nur so konnte gewährleistet werden, dass wirklich alle Aufnahmen in gleichem Tempo sowie ohne Übersteuerungen oder Nebengeräusche gemacht werden.
    Mit diesem Aufnahmeverfahren benötigte allein die Big Band für die reinen Tonaufnahmen ca. 30 Stunden (bei knapp 4 Minuten Endergebnis)!
    Bei den Sängerinnen und Sängern des Vokalensembles war aufgrund deutlich geringerer Schallpegel zwar keine komplizierte Mikrofonierung nötig, dennoch war die Arbeit im Vorfeld umfangreich. So unterrichtete Andrea Oehme über Wochen die Sängerinnen und Sänger im Einzelunterricht und stellte Hördateien zum Üben zuhause zur Verfügung. Anschließend wurden die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, ihren jeweiligen Part selbständig(!) zu Hause mit dem eigenen Smartphone ebenfalls mit Hilfe von Backing-Tracks aufzunehmen, was durchaus anspruchsvoll in der Umsetzung war. Julius Gass, ehemaliger Schüler und selbständiger Tonmeister, hatte hierzu einen genauen Leitfaden vorgegeben, wie dies zu bewerkstelligen sei. So galt es zum Beispiel, möglichst in einem Raum mit Teppichboden bzw. mit offenen Kleiderschränken aufzunehmen, um auch hier einen möglichst trockenen Roh-Klang zu bekommen.

    Als alle Aufnahmen im Kasten waren, wurden diese gesichtet, einheitlich benannt und in mehreren digitalen „Paketen“ über WeTransfer via Internet an Julius Gass nach Köln geschickt, der das Mixing und Teilen des Videoschnitts übernahm. Hier wurden nun die Spuren zusammengefügt, Töne korrigiert, Spuren spektral gewichtet, dynamisch in Form gebracht und aufeinander abgestimmt. Panorama und Nachhall sowie ein geschmackvoller Effekteinsatz schafften zusätzliche klangliche Ebenen und machten die Mischung spannend und plastisch. Der abschließende Schritt der Audiobearbeitung, das Mastering (ideales Zusammenspiel von Dynamik und Klangverdichtung), brachte die Stücke schließlich auf ein beeindruckendes klangliches Niveau.
    Im nächsten Schritt ging es nun an die Erstellung der Videos zu den Liedern. Auch hier orientierte man sich am professionellen Musikbusiness: Alle Beteiligten waren nun aufgefordert, zu den eigenen Aufnahmen im „Playback“-Modus ein ansprechendes Video aufzunehmen – ohne die Anspannung der Tonaufnahme, ohne störende Mikrofone oder Kopfhörer und – soweit umsetzbar – vor einer selbst gewählten Kulisse. Analog zu den Tonaufnahmen wurden nun auch hier die einzelnen Videos nach Köln gesendet, um in detailverliebter Kleinarbeit sogenannte Split Screen-Videos zu erstellen – Videos, bei denen die einzelnen Akteure mit ihrem Video alle gleichzeitig auf einem Bildschirm zum Teil noch mit verschiedenen Überblendungen zu sehen sind.
    Weil aus oben beschriebenen Gründen der Termin der Fertigstellung nach vorne rückte, wurde zusätzlich mit Michael Haubner ein weiterer ehemaliger Schüler mit ins Boot geholt, der dankenswerterweise den Videoschnitt für die Small Band und das Percussion Ensemble übernahm.
    Im Videobeitrag des Streichensembles wurden die Klänge der gemeinsamen Aufnahme (Streichinstrumente durften tatsächlich noch länger gemeinsam proben als Blasinstrumente und SängerInnen) durch eine Bildpräsentation von Leonie Sernow (Klasse 9a) ins Licht der Weihnachtsmärkte gerückt.

    Am 20.12.2020 war es nun endlich soweit:
    Mit der engagierten Mithilfe unserer Schulleiterin Frau Dr. Vonderau und Christian Marienfeld sowie letzten Rücksprachen mit der GEMA konnten die Videos rechtzeitig vor Weihnachten auf den schuleigenen Server hochgeladen und so der gesamten Schulfamilie zur Verfügung gestellt werden – ein wahrer Kraftakt aller Beteiligten, aber auch eine wunderbare Erfahrung für alle Teilnehmenden mit einem Ergebnis, an das man sich noch lange und gerne erinnern wird!

    Benjamin Balling
    für die Fachschaft Musik

  • Projekt: Mini- Schiller

    Projekt: Mini- Schiller

    Ein Klassiker für die Hosentasche

    „Am … wurde Schiller in … als Kind von … geboren. Er besuchte ….“ Natürlich könnte man eine Dichterbiografie auch in einem traditionellen Referat vorstellen. Und dann alles im Heft (oder für den Schüler-Notfall auf einem Spicker) sichern. Zu dem außergewöhnlichen Leben Schillers passen aber außergewöhnliche Formen viel besser. Da haben wir uns in der 9a etwas anderes ausgedacht: ein Minibuch im Hosentaschenformat über den Autor unserer Klassenlektüre „Der Verbrecher aus verlorener Ehre“. Nach der Recherche in verschiedenen analogen und digitalen Quellen hat jeder für sich das Wichtigste über das bewegte Leben des Dichters kreativ in individueller Form festgehalten. Das hat einigen so Spaß gemacht, dass dabei – ganz analog mit Schere, Kleber und Papier – richtige kleine Schätze entstanden sind – für die Hosentasche viel zu schade!

    Stattdessen haben wir sie ansprechend in Szene gesetzt, mit Hilfe von Fototechniken, die wir im Kunstunterricht kennenlernten. 

    So ist aus unseren Übungen sogar eine kleine digitale Ausstellung der besten Mini-Werke entstanden, die sich sehen lassen kann. 

    Text:  Dorothea Bernklau, Judith Winkelbach

    Fotografien von den Künstlern/Autoren selbst