Autor: Stefan Straub

  • Ein Tag im Wald, im Zeichen der Umwelt und der internationalen Verbundenheit

    Ein Tag im Wald, im Zeichen der Umwelt und der internationalen Verbundenheit

    Ein Tag im Wald, im Zeichen der Umwelt und der internationalen Verbundenheit

    Am Morgen des 6. März 2021 traf sich das P-Seminar „Vor- und Nachbereitung eines Schüleraustauschs mit Israel“ im Stadtwald von Bad Neustadt, um zusammen mit zwei Förstern sowie einigen Vertretern der Stadt junge Bäume zu pflanzen. Der Tag begann damit, dass wir uns alle am Waldrand einfanden, ein besonderer Gast war hierbei der erste Bürgermeister Michael Werner (FW), der sich freundlicherweise die Zeit nahm, uns zu begleiten. Vom Treffpunkt aus wurden wir vom Förster Herr Türich zur Pflanzstelle geleitet, wo sein Kollege Herr Henig bereits mit einigen hundert Setzlingen auf uns wartete. Dort erhielten wir einen kurzen informellen Vortrag über die Vogelkirsch- und Elsbeerbäume, die wir pflanzen würden, da die ehemalig angesiedelten Eschen leider verheerend von einem Pilzbefall heimgesucht worden waren, sowie einen Crashkurs zum Pflanzen eines Baumes. Anschließend durften wir uns aber direkt an die Arbeit machen, natürlich unter ständiger Berücksichtigung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln.

    Die ersten Spatenstiche in den kalten Boden waren eine Herausforderung, doch jeder hatte den Dreh relativ schnell heraus, mit der Sonne stieg auch der Spaßfaktor, es war ein gutes Gefühl, nach so vielen Wochen des Herumsitzens vor den Bildschirmen wieder mal etwas in der Natur zu machen. Nachdem der Bürgermeister sich verabschiedet hatte, um seinen nächsten Termin wahrzunehmen, dauerte es nicht lange, bis ein paar Stadträte zu uns stießen, die auch sofort mit anpackten. Nach einigen Stunden legten wir eine Pause ein und stärkten uns an der Brotzeit und den Getränken, die uns freundlicherweise von der Stadt zur Verfügung gestellt wurden. Zusammen kamen wir schnell voran, am Ende des Tages hatten wir etwa 300 der 400 Setzlinge gepflanzt, eine Leistung, die sich sehen lassen kann und zugleich eine Wohltat für die Umwelt.
    Natürlich gibt es auch einen Grund, warum wir als „P-Seminar Israel-Austausch“ eine Baumpflanzaktion durchführen. Nachdem die Corona-Pandemie leider eine erhebliche Einschränkung für unseren Schüleraustausch darstellt und dieser nicht wie geplant stattfinden konnte, haben wir uns dazu entschieden, unseren israelischen Austauschschülern Deutschland so gut wie möglich auf einem Corona-unbedenklichen Wege näher zu bringen. Da Deutschland vor allem im Ausland für seine Waldpopulation bewundert wird, haben wir hier die perfekte Gelegenheit gesehen, einige Videos über die Eigenschaften des Waldes für unsere israelischen Freunde zu drehen und gleichzeitig der heimischen Umwelt etwas Gutes zu tun.
    Wir hoffen alle, dass wir in naher Zukunft diese Pflanzstelle zusammen mit den israelischen Jugendlichen besichtigen können und sie somit zu einem echten Symbol der deutsch-israelischen Freundschaft bzw. Verbundenheit werden kann. Unabhängig davon sind wir gespannt auf die Entwicklung unserer Pflanzstelle, die gut sichtbar auf einem bekannten Wanderweg zwischen Herschfeld und Rödelmaier liegt und deren Besichtigung definitiv ein angenehmer Sonntagsspaziergang wert ist.

    Deswegen geht an dieser Stelle ein besonderes Dankeschön an die beiden Förster, die uns immer freundlich und hilfsbereit zur Seite standen, sowie die Vertreter der Stadt und den Bürgermeister, die uns bei unserer Aktion auch großzügig unterstützten und fleißig mit angepackt haben.

    Text: Jonas Ziegler und Nils Kneuer
    Bilder: Anelie Semenjago und Christine Maier-Fürsich

  • Elternabende Mediennutzung

    Elternabende Mediennutzung

    Mittendrin statt nur dabei – Mediennutzung begleiten

    Unter diesem Motto veranstaltete das KESCH-Team des Rhön-Gymnasiums zwei sehr gut besuchte Online-Elternabende.
    Alle – ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene – beschäftigt in Zeiten des Lockdowns und des damit einhergehenden „homeschoolings“ das Thema Digitalisierung. Wie viel Bildschirm ist noch zumutbar? Welche Gefahren birgt ein zu sorgloser Umgang mit den verfügbaren Medien? Wo kann man sich als Eltern beraten oder helfen lassen?


    Mit diesen Fragen und noch vielen anderen interessanten Gesichtspunkten setzten sich Markus Till und Roland Baumann auseinander, die, dank der Unterstützung der beiden für Medienpädagogik zuständigen Lehrkräfte Barbara Hofer und Diana Emmert, als Referenten für diese Abende gewonnen werden konnten.


    So loggten sich am Mittwoch, den 24.02.21, die Eltern der 5. bis 7. Jahrgangsstufe zum Online-Elternabend ein. Markus Till von der Erziehungsberatung der Caritas Bad Neustadt stellte ein breites Spektrum an lebenspraktischen Tipps vor, z. B. dass Eltern auch im Zusammenhang mit der Mediennutzung im Gespräch mit ihren Kindern bleiben müssen und sich nicht davor scheuen sollten, in letzter Konsequenz in die Konfrontation zu gehen.


    Auch Online-Seiten, die Eltern Hilfe bieten können, wie z.B. „Omegle“1 oder „handysektor“2, sowie Selbsttests zum Thema „Bin ich mediensüchtig?“3 und „10 Gebote der digitalen Ethik“4 empfahl der Referent.
    Am Montag, den 01.03.2021, konnte das KESCH-Team Roland Baumann gewinnen, der u.a. als informationstechnischer Berater für digitale Bildung an Gymnasien in Unterfranken tätig ist. Sein Vortrag richtete sich vor allem an die Eltern der Jahrgangsstufen 8 bis 12.
    Sein Referat gliederte sich in die Punkte „Verständnis – Verantwortung – Kompetenz“ und auch hier herrschte der Tenor vor: Eltern sollen immer mit ihren Kindern im Gespräch bleiben. Anekdoten aus seiner eigenen Erfahrung als Vater lockerten die Inhalte immer wieder auf und ließen einen (im Stillen vor dem Bildschirm) schmunzeln. Auch an diesem Abend gab es viele interessante Tipps zu diversen Internetseiten, auf denen sich die Jugendlichen tummeln, wie etwa „TikTok“ oder die gerade in „Mode“ kommen, z. B. „Clubhouse“.


    Nach beiden Vorträgen hatten die Zuhörer noch die Gelegenheit, Fragen zu stellen oder in die Diskussion zu gehen. Hier zeigte sich, dass bei den Eltern die Nutzung der neuen Medien doch noch eine größere Hemmschwelle bildet, ein Gespräch in Präsenz wäre an dieser Stelle sicher belebter gewesen.


    Für alle, die sich noch genauer für die Inhalte der Vorträge interessieren, wurden diese aufgezeichnet und werden Ihnen als Eltern demnächst über rg-intern zur Verfügung gestellt.


    Beide Abende waren in jeder Hinsicht ein voller Erfolg!


    Darüber freut sich das KooperationElternhausSCHule-Team, bestehend aus der Lehrkraft Matthias Baumbach und den Elternbeiräten Susanne Langer und Claudia Herbig sowie den beiden Elternbeiratsvorsitzenden Thomas Bruckmüller und Tanja Verholen.

  • Gottesbilder der Klasse 5a

    Gottesbilder der Klasse 5a

    Im Rahmen des Faches „Leben gestalten“, das zurzeit die Fächer Religion und Ethik ersetzt, haben wir uns, die Klasse 5a, im Unterricht damit beschäftigt, wie wir uns Gott vorstellen. Hier könnt ihr einige unserer Bilder, die dabei entstanden sind, anschauen und bewundern.
    Max Linser
    Lina Kirchner
    Lucia Becker
    Lana Neubauer
    Nele Hein
    Luis Hipelli
    Marie Maier
    Mila Dalmis
  • Umweltschule

    Umweltschule

    Wir sind Umweltschule 2020

    Auch im Jahr 2020 ist das Rhön-Gymnasium wieder als Umweltschule in Europa/ Internationale Nachhaltigkeitsschule ausgezeichnet worden und das zum siebten Mal in Folge. Keine Selbstverständlichkeit, in diesen besonderen Zeiten!

    Da eine Auszeichnungsveranstaltung nicht stattfinden konnte, erfolgt die offizielle Gratulation als Videobotschaft durch den bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber sowie unseren Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo (https://youtu.be/CYG-Rl3k35A ). 

    Ein großes Dankeschön geht an diejenigen, die an den Projektbeiträgen mitgewirkt haben. Im Rahmen der Klimaschutzwoche waren das tatsächlich alle Schülerinnen und Schüler, begleitet von den Lehrerinnen und Lehrern! Ein besonderer Dank richtet sich an Maja Büttner und Lena Gräfenschnell aus der Q12, die die Klimaschutzwoche maßgeblich gestaltet haben.

    Gemeinsam schaffen wir es sicher auch im nächsten Jahr, unsere Umweltschule wieder im Unterrichtsalltag aufleben zu lassen.

    Frank Oliver Fuchs

    Umweltbeauftragter

    Bild: „Plakat“ der Klasse 8c aufgenommen von Oliver Fuchs

  • RG geht mit allen Schüler*innen online

    RG geht mit allen Schüler*innen online

    Rhön-Gymnasium geht mit allen Schülerinnen und Schülern online

    Das Rhön-Gymnasium hat es mit tatkräftige Unterstützung der Landkreis-IT geschafft: Während zahlreiche Schulen unter dem Mebis-Ausfall leiden, sind am Rhön-Gymnasium alle Schülerinnen und Schüler in den letzten Tagen vor den Weihnachtsferien online.

    Die Unterscheidung zwischen Distanzunterricht für die Oberstufe und Distanzlernen für die Jahrgangsstufen 5 bis 10 klappt auch im Rahmen von Videokonferenzen ganz wunderbar. Während die mittlerweile routinierten Lehrkräfte mit den Abschlussjahrgängen in der Oberstufe im Distanzunterricht im Lehrplan vorwärts gehen, betreuen sie die anderen Jahrgänge beim Wiederholen, Vertiefen und Üben im Distanzlernen: Nach der Begrüßung werden die Aufgaben gestellt und erklärt und während der Bearbeitung können die Schülerinnen und Schüler jederzeit Fragen an ihre Lehrkräfte stellen, diese noch das eine oder andere erklären. Das Miteinander tut auch einfach gut. Keiner sitzt wirklich alleine zuhause.

    Das Rhön-Gymnasium hat diese letzten Schultage vor Weihnachten im Lockdown als Gelegenheit beim Schopf ergriffen, den Stresstest für die Systeme zu fahren. Am Mittwoch dann erst einmal kurzfristige Enttäuschung: Einer der drei Systembausteine, die Cloud, lässt nicht alle User rein. Nach einer guten Stunde ist das Problem gelöst, die Engstelle im System gefunden, die Kapazitäten durch die IT nochmals hochgefahren. Die bereits vorsorglich eingerichteten Telefon-Hotlines in der Schule haben allen Schülerinnen und Schülern geholfen, die trotz des gezielten Trainings mit den digitalen Tools in den vergangenen Wochen doch noch Zugangsschwierigkeiten hatten. Fazit der Eltern am Mittwoch: Das hat schon gut geklappt. Donnerstag dann erneut Spannung: Wird es heute klappen, reichen die zugeschalteten neuen Ressourcen? Um 9:30 Uhr ist klar: Jetzt laufen alle Systeme gut. Das Rhön-Gymnasium ist für alle Fälle gut gerüstet. Es kann den Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler auch in Videokonferenzen schaffen: Technik passt, Qualifikation passt, didaktisches und pädagogischen Konzept passt. Das neue Jahr kann kommen.

    Text und Bild: Dr. Vonderau

  • „Fliegende Edelsteine“ an der Brend

    „Fliegende Edelsteine“ an der Brend

    „Fliegende Edelsteine“ an der Brend

    Normalerweise blicken Eisvögel nach unten, den Blick immer auf einen kleinen Fisch gerichtet, den sie im nächsten Moment im Sturzflug erbeuten. Dieses Schauspiel lässt sich aktuell direkt am Rhön-Gymnasium beobachten. Wenn du also vor dem Unterricht oder in der Mittagspause Zeit hast und ein bisschen Entspannung vom hektischen Schulalltag und dem digitalen Wahnsinn suchst oder vielleicht einfach nur etwas Schönes sehen möchtest, dann stelle dich auf eine der Brücken und halte Ausschau nach dem „fliegenden Edelstein“, dem Eisvogel. Auf der ganzen Strecke zwischen der alten Steinbrücke und der Mündung der Brend in die Saale lassen sich derzeit regelmäßig ein bis zwei Eisvögel beobachten. Sollte es kälter werden, steigen die Chancen sogar noch, da Eisvögel dann von zufrierenden Weihern und Teichen an fließende Gewässer wie die Brend wechseln. Oft hört man die Eisvögel, bevor man sie tatsächlich sieht! Den markanten Ruf (sehr hohes „tiit – tiit“) kannst du auf der Homepage www.xeno-canto.org suchen.
    Sehr eindrucksvoll sind natürlich die Farben, die an einem Tag mit strahlender Wintersonne besonders zur Geltung kommen! Vielleicht findest Du dann auch heraus, wonach „unser“ Eisvogel Ausschau hält. In diesem Sinne: Good Birding!

    Text: Michael Schraut
    Bilder: Gunter Zieger

  • Vorlesewettbewerb am Rhön-Gymnasium

    Vorlesewettbewerb am Rhön-Gymnasium

    „Vorlesewettbewerb am Rhön-Gymnasium “

    Am Donnerstag, den 3. Dezember 2020, fand wieder unser jährlicher Vorlesewettbewerb statt, diesmal natürlich unter Pandemie-Bedingungen per Videokonferenz. Die in diesem Bereich bereits sehr erfahrenen Schüler*innen aus der 6. Jahrgangsstufe lasen unter anderem aus Raquel Palacios Roman „Wunder“. Wir gratulieren dem Schulsieger Julius Kuhn aus der Klasse 6b.

    Text: Christiane König
    Bild: Barbara Hofer

  • Exkursion des Geologie-Kurses Q12

    Exkursion des Geologie-Kurses Q12

    „Der Umlaufberg, der nicht umlaufen, sondern erklommen wurde.“

    Für die Teilnehmer des Geologie-Kurses der Q12 ging es vom 14.10. bis 17.10. als Ergänzung zum theoretischen Lernstoff für vier Tage raus aus dem Klassenzimmer in das Gelände, wo geologische Prozesse hautnah erfahren werden können. Da diese, zum Beispiel die Plattentektonik oder Erosionsvorgänge, nur sehr langsam und in großen Zeiträumen passieren, muss das analysiert werden, was der Jung-Geologe vorfindet: Gesteine und Oberflächenformen. Gelegenheit dazu bot sich auf einer Exkursion in der Region um Windischeschenbach in der Oberpfalz, welche von Herrn Dr. Holzförster, dem wissenschaftlichen Leiter des dortigen Geo-Zentrums an der Kontinentalen Tiefbohrung (KTB), geführt wurde. Im Geo-Zentrum selbst konnten die Teilnehmer in verschiedenen Work-Shops Gesteinsproben analysieren und geologische Phänomene anhand des hervorragenden Materials und der dortigen Ausstellung nachvollziehen. Den Abschluss der Lehrfahrt bildete am letzten Tag eine Wanderung entlang der Waldnaab, die sich über Jahrmillionen ein Tal in ein riesiges Granitmassiv genagt hat. Auf halber Strecke machte die Exkursionsgruppe noch in der Fränkischen Schweiz halt, wo die die Begehung der Karsthöhle in Pottenstein und die Besteigung eines Umlaufberges in Tüchersfeld auf dem Programm standen. Wer wissen möchte, was ein Umlaufberg ist, der kann sich an die Teilnehmer des Geologie-Kurses wenden, die seine Entstehung sicher erklären können.

    Text: Tobias Greubel
    Bilder: Miriam Krampert und Tobias Greubel

  • Sozialkompetenztraining

    Sozialkompetenztraining

    Das Rhön-Gymnasium – eine starke Gemeinschaft

    Das Rhön-Gymnasium versteht sich als lebendige Schulgemeinschaft, in der Menschen unterschiedlichen Alters mit verschiedenen Aufgabenbereichen vertrauensvoll zusammenarbeiten. Unser gemeinsames Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, das von gegenseitigem Respekt, Verantwortungsbewusstsein und Zusammenhalt geprägt ist. Die Förderung der Sozialkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler nimmt dabei einen zentralen Stellenwert ein.

    Um das soziale Miteinander nachhaltig zu stärken, werden über nahezu alle Jahrgangsstufen hinweg gezielte Projekte und Maßnahmen durchgeführt. Bereits zu Beginn der 5. Klasse legen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Schullandheimaufenthalts den Grundstein für eine tragfähige Klassengemeinschaft. Gemeinsam mit ihren Klassenleitungen und unterstützt durch engagierte Tutorinnen und Tutoren erleben sie ein abwechslungsreiches Programm, das das gegenseitige Kennenlernen und den Teamgeist fördert.

    Im weiteren Verlauf der Jahrgangsstufe 5 nehmen alle Kinder am Programm „Nicht mit mir!“ teil, das in Kooperation mit dem Ju-Jutsu-Verein Mellrichstadt durchgeführt wird. In einer achtstündigen Ausbildung werden Achtsamkeit, Selbstbehauptung und ein respektvoller Umgang miteinander eingeübt.

    Zu Beginn der 6. Klasse vertieft ein erlebnispädagogischer Outdoor-Tag mit dem bewährten Team Thomas Schulze und Tanja Rehm die Klassengemeinschaft. Spielerische, zugleich nachhaltige Übungen vermitteln, wie Zusammenhalt gestärkt sowie Konflikte konstruktiv und friedlich gelöst werden können.

    Auch der verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Medien ist ein wichtiger Bestandteil unseres Präventionskonzepts. Im Rahmen des Programms „Dein Smartphone – deine Entscheidung“ sensibilisiert die Polizei für Chancen und Risiken der Smartphone-Nutzung sowie für Fragen der Selbstdarstellung im Netz.

    Aufbauend darauf setzen sich die 7. Klassen im Projekt „Gemeinsam Klasse sein“, das von speziell geschulten Lehrkräften durchgeführt wird, intensiv mit den Folgen von Cybermobbing auseinander und entwickeln Strategien für ein respektvolles und unterstützendes Miteinander – auch im digitalen Raum.

    Das bestehende Programm zur Stärkung der Sozialkompetenz wird in der Mittelstufe kontinuierlich weitergeführt. In der Jahrgangsstufe 9 ist ein strukturiertes Konfliktmanagement verankert, das auf den drei Säulen Prävention, Intervention und nachhaltiger Konfliktbewältigung basiert und so zu einem konstruktiven und fairen Miteinander beiträgt. Seminare, Teamtrainings und gemeinschaftsfördernde Fahrten unterstützen die Jugendlichen dabei, neben der Konfliktfähigkeit auch Selbstreflexion und Verantwortungsbewusstsein zu entwickeln. Ein Streitschlichter-Team trägt zusätzlich zur konstruktiven Lösung von Konflikten im Schulalltag bei. Ergänzend fördern externe Partner im Rahmen des Konzepts „Alltagskompetenzen – Schule fürs Leben“ soziale Verantwortung sowie ökonomisches und ökologisches Bewusstsein und stärken so ein respektvolles und faires Miteinander.

    Oliver Fuchs und Barbara Hofer

    Franz-Marschall Straße 7, 97616 Bad Neustadt a.d. Saale

    Tel. 09771 / 63 015 0
    Fax. 09771 / 63 015 – 99
    Mail: direktorat[at]rhoen-gymnasium.de

  • 7. Klasse: Literarische Schreibversuche

    Dass Schüler und Schülerinnen im Fach Deutsch nicht nur lernen, Texte zu analysieren und Stilmittel in Texten zu erkennen und zu deuten, sondern selbst kreativ und gezielt sprachliche Mittel einsetzen können, haben Kinder einer siebten Klasse bewiesen. Die folgenden Texte sind Schreibübungen zur Vorbereitung für das schildernde Erzählen, das im LehrplanPlus wieder in der siebten Jahrgangsstufe verankert ist.

    Weiter kämpfte er sich durch den Schnee. Autos fuhren rasend schnell an ihm vorbei und verschwanden wieder in der Dunkelheit. Der Matsch spritzte, doch das machte ihm nichts aus, denn sein Kopf, seine Gedanken, waren woanders. Bei Stella. Alles in seinem Kopf war plötzlich ein Chaos. Als wäre er in seinem eigenen Kopf gefangen wie in einem Labyrinth, nur ohne einen Ausgang. Adriáns Blick war betrübt zu Boden gesenkt und seine Hände in seine Jackentasche verschwunden, denn es war kalt, nein noch schlimmer, es war so kalt wie in der dunkelsten und bitterkältesten Nacht am Nordpol.  Umso mehr Adrians Gedanken sich an Stella festklammerten, umso kälter wurde es, draußen, aber auch um Adriáns Herz herum. Er sah, wie alle Vorhänge geschlossen waren, und erblickte nur die Umrisse der Menschen von draußen aus.  Doch sie waren drinnen in einer wohlig warmen Wärme und glücklich und zusammen, nur er war draußen, ganz allein in der Eiseskälte, ohne niemanden, ohne Stella. 

    Sofija Trajkovska

    Oktober 2020

    Schon von Weitem sehe ich die hellen Flammen unseres Lagerfeuers. Ein Geruch von Steaks liegt in der Luft. Als ich am Lagerfeuer ankomme, ist das Essen fertig. 
Meine Augen weiten sich, als ich die köstlichen Leckereien sehe. Braungebratene Bratwürste, saftige Steaks und knusprige Pommes warten schon darauf, von mir verschlungen zu werden. 
Ich fühle mich in diesem Moment pudelwohl. Meine Familie und ich sitzen rund um das Lagerfeuer und stopfen uns mit den einmaligen Speisen meiner Mutter voll. Das Essen zergeht mir regelrecht auf der Zunge. Währenddessen knistert und knackst das Feuer und verschlingt das Holz, das mein Vater aus dem borkenkäferbefallenen Wald geholt hat. Es ist toll, am Lagerfeuer zu essen, aber auch sehr heiß und die Funken sprühen. Endlich ist Sonnenuntergang und schlagartig wird es kühler. Der Himmel wird in ein helles Rosa getaucht und die goldgelbe Sonne geht über dem See unter. So bleibt es für eine ganze lange Weile, bis die letzten schwachen Sonnenstrahlen meine Haut kitzeln. Eine Stunde später ist es fast stockdunkel, nur unser nie erlöschendes Lagerfeuer erhellt die fast stockfinstere Nacht. Doch meine Familie und ich lassen uns nicht unterkriegen und sitzen immer noch dort und singen fröhliche Lieder. Plötzlich fallen die Holzscheite mit einem dumpfen Knall zusammen, und ich glaube, dass es nun Zeit ist, um ins Bett zu gehen, da ich schon sehr müde bin.

    Hugo Schmitt

    Oktober 2020

    Schon von Weitem sehe ich die Flammen unseres Lagerfeuers. Ein Geruch von Feuchtigkeit und Wärme liegt in der Luft, als ich immer näher zu den knisternden Feuerfunken laufe.
    Nach und nach werden die Flammen größer und langsam verbreitet sich eine wohlige Wärme. Durch den Abendhimmel treiben noch einzige Wolkenfetzen, die durch die untergehende Sonne anfangen zu leuchten. Die letzten Sonnenstrahlen streichen über meine vom Feuer warme Haut. Ich spüre, wie der recht starke Wind durch meine Haare weht. Es fühlt sich so an, als ob jemand durch meine Haare streichen würde. Die blassblauen Berge heben sich deutlich vor dem flammendroten Himmel ab. Glücklich und tiefenentspannt laufe ich zum erfrischenden Wasser vor. Ich springe voller Freude in das Wasser hinein und lass es mir gut gehen. Der flammendrot-blaue Himmel mit schneeweißen Wolken malt sich auf dem glasklaren Wasser ab. Der allerletzte Schein von der goldgelben Sonne scheint ebenfalls in das glasklare Wasser. Silhouetten zeichnen sich nur noch auf dem nicht mehr ganz so warmen Wasser ab, deshalb setze ich mich an das brodelnde, brennende Lagerfeuer und esse knusprige und knackige Stockbrote. Tanzende Flammen des Feuers spiegeln sich auf den sanften Wellen des Sees. Nur die Umrisse der Berge kann ich vor dem wegen der Sonne kupferroten Himmel erkennen. Diese absolute Stille, die ich hier spüre, spürt man nicht überall.
    Mit einem dumpfen Knall fallen die Holzscheite zusammen und ich sehe nur noch das glänzende Wasser vor mir.

    Leonie Blum

    Oktober 2020

    Die goldgelbe Abendsonne spiegelte sich im See. Das Lagerfeuer knisterte und knackte, die hellen Flammen zischten und züngelten. Ein Duft von Stockbrot und Bratwurst ummantelte mich und ich fühlte, wie die Wärme langsam in mich eindrang. Die Umrisse der Berge zeichneten sich deutlich vom Himmel ab, der einen nahezu perfekten Farbverlauf von Kupferrot zu Himmelblau darstellte. Nur einige kleine Wolkenfetzen schimmerten am wundervollen Firmament. Die Silhouetten zweier Schwimmer waren zu sehen. Sie hoben sich und sanken wieder wie Profi-Brustschwimmer. Schließlich waren sie im sich spiegelnden Sonnenlicht angekommen. Nur das Knistern des Feuers war zu hören. Ansonsten herrschte friedliche Totenstille. Der Moment war perfekt. In einem Western würde jetzt etwas ganz Scheußliches geschehen, doch es passierte nichts. Ich atmete tief ein und noch tiefer aus. Die Luft war süßlich, rauchig, warm. An meinem Gaumen spürte ich noch den letzten Rest des zuckersüßen und klebrigen Marshmallow-Geschmackes. Ich schaute auf das Wasser mit den sanften Wellen. Der Zeitpunkt ist jetzt!

    Julia Ziegler

    Oktober 2020

    Nach und nach wurden die Flammen größer und langsam verbreitete sich eine wohlige Wärme. Durch den Abendhimmel trieben noch einige Wolkenfetzen, die von der untergehenden Sonne in orangerotes Licht getaucht wurden. Für einen kurzen Moment schloss ich meine Augen und lauschte den Grillen. welche am Ufer fröhlich vor sich hin zirpten, während die Vögel gerade ihre letzten Lieder des Tages anstimmten. Ich öffnete meine Augen wieder, als ich ein leises Zischen hörte, das von den noch leicht feuchten, mit Moos bewachsenen Ästen stammte, die gerade in die heiße Glut gelegt worden waren und nun von den züngelnden Flammen gierig verschlungen wurden.

    Der pikante Geruch von Stockbrot und gegrillten Würstchen stieg mir in die Nase und mir begann das Wasser im Mund zusammenzulaufen, während sich auch mein leerer Magen mit einem lauten Grummeln zu Wort meldete.

    Wie gerne hätte ich jetzt schon gegessen, aber ich musste leider noch etwas warten, da meine Freunde immer noch in dem von den Algen leicht grünlich gefärbten Wasser des Sees schwammen und sich gegenseitig lachend mit diesem bespritzten. Ich fragte mich, ob ihnen nicht langsam kalt werden würde, da inzwischen eine leichte Brise raschelnd durch die Blätter der neben mir stehenden Bäume strich, das Wasser in Bewegung setzte, um es mit kleinen Wällen an das Seeufer schlagen zu lassen, und auch mir inzwischen langsam unter die Haut schlich.

    Ich begann zu frösteln, weshalb ich die weiche Decke, welche um meine Schultern gelegt war, noch enger um mich schlang und so nah an das lodernde Feuer heranrutschte, dass die teilweise blau gefärbten Flammen, welche mir den vertrauten Geruch von Rauch und verbranntem Holz ins Gesicht wehten, schon fast meine Fingerspitzen berührten, die ich ihnen entgegenstreckte. Ein wohliges Kribbeln breitete sich in meiner Magengegend aus, als ich in der Ferne die letzten Sonnenstrahlen beobachtete, wie sie gerade hinter den schwarzen Umrissen der Berggipfel verschwanden, und ich fühlte mich so gelassen und sorglos wie schon lange nicht mehr.

    Loucia Lingerfelt

    Oktober 2021