Kategorie: News

  • Wandertag einmal anders – Stadtrallye für die Großen

    Wandertag einmal anders – Stadtrallye für die Großen

    Wandertag einmal anders – Stadtrallye für die Großen

    Nach einer allzu langen Zeit, die coronabedingt ohne Gemeinschaftserlebnisse von der Sorte, an die man sich gerne erinnert, vergangen ist, konnte endlich wieder ein Wandertag stattfinden.

    Eine besondere Art von Erlebnis bot in diesem Kontext die Stadtrallye der Klasse 9d. Schüler höherer Klassen legen bekanntlich häufig kein gesteigertes Interesse am ‚Wandern‘ an den Tag. So wurde mit einer andersartigen Stadtrallye der Klasse eine Alternative versprochen, die für gute Stimmung, Spaß, Wettkampf und vertieftes Kennenlernen unserer Stadt sorgen sollte – ausdrücklich in Absprache mit einer aus Schülern bestehenden Beratungskleingruppe, die dafür sorgen sollte, dass die Rallye nicht aus langweiligen „Ü (= über) 50 (=jährigen)“-Lehreraufgaben besteht.

    Heraus kamen Herausforderungen wie z. B. „anhand von Fotos bestimmte Orte in Bad Neustadt finden“, „eine 3m lange Murmelbahn aus Naturmaterialien bauen“, „ein Foto mit Neustädter Architektur auf eine Weise machen, dass das Gebäude zu einem von Menschen manipulierbaren Gegenstand wird“, „aus einem Laden etwas bringen, dass es umsonst gibt“, oder auch – sehr beliebt – „einen Apfel in etwas Besseres eintauschen“.

    In Kleingruppen und mit Handys zur Dokumentation der Ergebnisse bewaffnet hatte die Klasse mehrere Stunden Spaß mit der Neustädter Bevölkerung, die tatkräftig mithalf und die Schüler durch Tipps und ‚Tauschwaren‘ unterstützte.

    Spannend wurde die Auswertung, denn nicht das alleinige Ausführen zählte, sondern die Punkte wurden gestaffelt nach Art der Leistung vergeben. So teilten sich beim Apfeltausch beispielsweise eine große, leere Metaxaflasche aus Porzellan und ein teuerer Kugelschreiber die oberen Plätze, aber auch Hygienetücher und ein angefangenes Päckchen Kaugummi trafen bei der Jury (in Gestalt der begleitenden Lehrer) ein.

    Die Schüler stellten fest, dass man auch in Geschäften, wenn man freundlich fragt, deutlich mehr bekommen kann als ein Werbe-Lifestyle-Magazin vom Ständer (letzter Platz). Diese Aufgabe gewann eine ganze Tasche voll aufblasbarer Nackenkissen, Hygienetücher und Pröbchen von allerhand Drogerieartikeln, aber auch ein Schnapsglas stand eher hoch im Kurs der Jury…

    Zu gewinnen gab es für die siegreichen Teams Gutscheine ihrer Wahl für Neustädter Geschäfte, immerhin 30€ für den 1. Platz und 15€ für die zweiten Sieger. Der 3. Platz bestand aus einem süßen ‚Trostpreis‘.

    Alles in allem ein gelungener Auftakt zu diesem Schuljahr; hoffen wir, dass noch viele ähnlich schöne Veranstaltungen folgen können.

     Text: C. Dürr

    Ayse Aslan
    Linus Koletnik
    Christopher Lemmerich
  • Werkschau der Q11

    Werkschau der Q11

    Am 14. Juli 2021 präsentierten die Schüler*innen des Kunstkurses 1ku3 ihren Mitschüler*innen der Q11 sowie interessierten Lehrer*innen die künstlerischen Arbeiten des Schuljahres in einer Werkschau in der (fast fertig) renovierten Aula.

    Die jungen Menschen zeigten sich in diesem Schuljahr sehr kreativ, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Bezug zur eigenen Person spielte in beiden Halbjahren eine wesentliche Rolle. Auf der einen Seite stand die Auseinandersetzung mit dem Thema Körper, auf der anderen Seite das Designen von persönlichen Kultobjekten.

    Hier konnte plastisch erfahren werden, was es heißt, Kunst „an den Mann“ zu bringen. Sowohl die Vorbereitung einer Ausstellung inklusive Podeste Tragen und Erstellen der informierenden Kurztexte, Platzieren, Ordnen, Rücken, als auch die Vorstellung der eigenen Werke – vor der gesamten Stufe sowie in Einzelgesprächen – konnte hier erprobt und erfahren werden.

    Einen Einblick in die Vielfalt der fotografisch in Szene gesetzten Arbeiten ist im Video zur Ausstellung ausgehend von einer von Jonas Vogel erstellten Präsentation der Arbeiten zu gewinnen.

    Um ein paar Highlights zu nennen: Die Gartenliege im Bauhausstil von Luisa Korb, der Guldengrünbaum im Tiffanydesign von Leonie Kamerzel, das Abiballkleid aus Spitze im Dior-Design von Alina Michel oder der Ring aus Hufnägeln nach Thomas Sabo von Jan Keßler…

    Viel Spaß beim Erkunden wünschen der Kunstkurs1ku3 und Judith Winkelbach!

     

    Text und Bilder: Judith Winkelbach

  • Abiturpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft

    Abiturpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft

    Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe bekommen für ihre hervorragenden Leis-tungen in Physik eine kostenfreie einjährige Mitgliedschaft bei der Deutschen Physikali-schen Gesellschaft.

    Wie auch in den vergangenen Jahren wurden in diesem Schuljahr Schülerinnen und Schüler mit dem Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft ausge-zeichnet. Die Deutsche Physikalische Gesellschaft e.V. (DPG) ist die größte phy-sikalische Fachgesellschaft. Für ihre hervorragenden Leistungen im W-Seminar Physik bzw. im Physikabitur wurden Sanne Kleinhenz, Lea Reif, Lukas Kubik und Linus Rössler geehrt. Sie erhielten eine einjährige Mitgliedschaft bei der DPG für ihre hervorragenden Leistungen und Sanne und Lukas erhielten zusätzlich noch einen Buchpreis.

    Die Frage, ob sie anderen Schülerinnen und Schülern ein Abitur in Physik emp-fehlen würde, beantwortet Sanne wie folgt: „Den Schülerinnen und Schülern, denen das Fach liegt, würde ich ein Abitur in Physik empfehlen, da der Lern-aufwand, vor allem in Bezug auf das Auswendiglernen, im Vergleich zu anderen Fächern gering ausfällt und es Spaß macht, Ansätze und Lösungen für verschie-dene Problemstellungen zu finden.“ Auch Linus und Lukas berichten Ähnliches: „Ein Physikabitur würden wir jederzeit wieder machen und vor allem deshalb empfehlen, weil man in der Physik gelernte und verstandene Inhalte sehr leicht auf unterschiedlichste Sachverhalte anwenden kann und sich somit der Lern-aufwand sehr in Grenzen hält, da man sich mit logischem Denken das meiste erklären kann.“

    Nicht einig waren sich die Schülerinnen und Schüler bei der Frage, welche phy-sikalischen Themen besonders interessant sind. So sagt Lea: „Seit der 8. Klasse interessiere ich mich für Physik, weil ich ab diesem Zeitpunkt verstanden habe, dass Physik immer nach den gleichen logischen Schemata abläuft. Besonders spannend finde ich die Atomlehre sowie die Astrophysik, da es sich um Grö-ßendimensionen handelt, die sich dem menschlichen Vorstellungsbereich ent-ziehen.“ Sanne meint: „Für Physik interessiere ich mich, da sie hilft, die Natur zu verstehen. Faszinierend finde ich, dass häufig Teilchen oder Phänomene zu-erst zum Beispiel aufgrund von Überlegungen und Indizien vorhergesagt und später dann tatsächlich nachgewiesen werden. Ein physikalisches Thema, das ich besonders interessant finde, sind Pulsare, über die ich meine W-Seminararbeit 

    geschrieben habe. Aufgrund ihrer extremen Eigenschaften kann man mit diesen Objekten nämlich grundlegende Gesetze der Physik überprü-fen.“ Linus und Lukas berichten ebenfalls von dem physikalischen Thema, das sie besonders interessant fanden: „Vor allem die Bewegungslehre, also die Ki-nematik hat es uns angetan, da sie besonders realitätsnah ist und man sich die Aufgabenstellungen sehr gut bildlich vorstellen konnte.“ Weiter sagen sie: „Uns hat besonders gut am Physikunterricht gefallen, dass die Praxisnähe durch Ver-suche und Experimente immer gegeben war und man so nie das Gefühl hatte, einfach stumpfe und unrealistische Rechnungen durchzuführen. Ein weiterer positiver Punkt war, dass die Physiklehrer das Thema immer selbst komplett verstanden haben und dementsprechend kompetent und nachvollziehbar er-klären konnten.“

    Text: Silvia Joachim
    Bild: Matthias Baumbach

  • Geo Q11: „Peak Oil“– höchste Zeit zu handeln

    Geo Q11: „Peak Oil“– höchste Zeit zu handeln

    Geo Q11: „Peak Oil“– höchste Zeit zu handeln

    Ist Öl eine knappe Ressource? Welche Regionen verfügen über die größten Reserven und was bedeutet eigentlich der Titel dieses Projektes, „Peak Oil“?

    Diesen und weiteren Fragen stellten sich die Schülerinnen und Schüler eines Geografie-Kurses der Q11 in einem Workshop, zu dem Michael Dohrmann, Leiter des Biosphären-Infozentrums „Haus der Langen Rhön“, an unsere Schule kam. Die anschaulichen Materialien verdeutlichten den Schülern unter anderem die Verteilung der Bevölkerung, des Wohlstandes und des verfügbaren Erdöls auf den einzelnen Kulturerdteilen. So konnten die Schüler mithilfe von Holzklötzchen und Wassergläsern die Wasservorkommen mit den Erdölreserven vergleichen und den jeweiligen Verbrauch berechnen. Schwarze Ballons veranschaulichten die Menge des CO2-Ausstoßes und Schüler, die auf dem Boden sitzen mussten, statt bequem auf dem Stuhl, stellten den Anteil der Bevölkerung dar, der in Armut lebt.

    Nachdem auch die Bedeutung des Begriffes „Peak Oil“ als globales Ölfördermaximum, welches bereits seit über einem Jahrzehnt überschritten wurde, geklärt war, schloss sich am Ende der Veranstaltung eine Diskussionsrunde über den nachhaltigen Umgang mit Energie und den endlichen Ressourcen unseres Planeten an.

    Vielen Dank an Herrn Dohrmann für das Angebot und die Durchführung des Projekts, welches den Schülern sicherlich ebenso nachhaltig in Erinnerung bleiben wird.

    Text und Fotos: Tobias Greubel

  • Französischer Bestseller-Autor am Rhön-Gymnasium: Yves Grevet

    Französischer Bestseller-Autor am Rhön-Gymnasium: Yves Grevet

    Von links nach rechts: Schauspieler Sebastian Hofmüller, Autor Yves Grevet, Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin Bernadette Ott

    Dienstag, der 13.07.2021 war ein besonderer Tag am Rhön-Gymnasium in Bad Neustadt. Der Verein der Freunde des Rhön-Gymnasiums hat mit Unterstützung des Vereins „Bayern liest e.V.“ eine Autorenlesung organisiert, in der der französische Autor Yves Grevet aus einem seiner bekannten Bücher vorlas. Die Schülerinnen und Schüler der 8. bis 11. Jahrgangsstufe, die Französisch in der Schule lernen, nahmen an ihr teil. Allerdings nicht nur aus dem Rhön-Gymnasium, auch Gymnasien in ganz Unterfranken hatten die Möglichkeit, online an der Autorenlesung teilzunehmen. Die Lesung fand im Rahmen des White Ravens Festival für internationale Kinder- und Jugendliteratur 2021 statt.

    Der Autor las zuerst aus einem seiner bekanntesten Bücher „Méto – Das Haus“ einige Textpassagen vor, die anschließend von einer Literaturwissenschaftlerin auf Deutsch vorgelesen und kurz erläutert bzw. von einem deutschen Schauspieler beeindruckend vorgetragen wurden. Im Anschluss beantwortete der Autor noch Fragen und er erzählte sowohl von seinen zukünftigen Plänen zu neuen Büchern als auch von seinem Leben vor der Karriere als Autor. Zum Beispiel erfuhr man, dass er das Schreiben zunächst nur neben seinem Hauptberuf als Grundschullehrer ausübte, bis er sich für seine Karriere als Autor entschied, da beide Berufe auf Dauer zu anstrengend waren. Doch diese Entscheidung war nicht leicht für ihn und zu Beginn fehlte ihm der Kontakt zu seinen Schülern sehr. Außerdem erzählte er, wie er beim Schreiben vorgeht, und so erfuhr man, dass er kein fertiges Konzept vor dem Schreiben hat, sondern dass sich die Geschichte und auch die Charaktere im Lauf des Schreibens entwickeln und so immer wieder neue Ideen entstehen. Er verriet auch, dass er zu Beginn nicht gleich erfolgreich war. Seinen ersten Roman, der für Erwachsene gedacht war, schrieb er mit 25 Jahren, doch fand er für ihn keinen Verleger. Dies führte dazu, dass er zehn Jahre lang kein neues Buch mehr einreichte. Durch seine Kinder und Schüler inspiriert, verfasste Yves Grevet daraufhin Kinder- und Jugendliteratur. Er schrieb mehrere Geschichten für jüngere Leser, bevor er die „Méto-Trilogie“ an den Start brachte und seinen Durchbruch schaffte. Die Filmrechte für die Reihe sind bereits verkauft. Durch den Erfolg dieses Buches wurde ihm die Möglichkeit eröffnet, hauptberuflich als Autor tätig zu sein. Einige seiner Bücher sind international erfolgreiche Bestseller, gerade auch in Deutschland und China, die auch Eingang als Lektüren in Schulen gefunden haben.

    Am Ende der Veranstaltung signierte der Autor fleißig seine Werke. Viele davon werden den Schülerinnen und Schülern über die Schulbibliothek zugänglich gemacht werden

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    Text : Julia Mahlmeister, P-Seminar Découvrir la France
    Bild: Friedrich Frenzel

  • Herzprojekt in der 10ten Jahrgangsstufe

    Herzprojekt in der 10ten Jahrgangsstufe

    Oberärztin Dr. Lindemann (rechts) veranschaulicht die Anatomie des Schweineherzens

    Der Schullalltag findet zurück in alte Bahnen. Kurzfristig konnte somit auch das Herzprojekt in der zehnten Jahrgangsstufe wieder aufgegriffen werden. Am Freitag, den 9.07.2021, gab Frau Dr. Yvonne Lindemann, Oberärztin für Herzchirurgie am Campus Bad Neustadt, interessierten Schülerinnen und Schülern im Biologieunterricht einen Einblick in den Ablauf typischer Herzoperationen, beispielsweise dem Verlegen von Bypässen, und stellte Herzschrittmacher, Defibrillatoren (AICDs) und künstliche Herzklappen im Original vor. Wie gewohnt war Frau Dr. Lindemann in ihrem Vortrag am Puls der Zeit und ließ auch den Vorfall um den Herzstillstand des dänischen Fußballers Christian Eriksen während der Europameisterschaft in ihre Ausführungen einfließen. Besonders motivierend war abschließend die traditionelle Präparation von Schweineherzen, bei der die anatomischen Verhältnisse noch einmal detailliert erläutert wurden.

    Text und Bild: F.O. Fuchs

  • Sieger*innen der Mathematik-Olympiade 2020/21

    Sieger*innen der Mathematik-Olympiade 2020/21

    Sieger*innen der Mathematik-Olympiade: Silje-Johanna Noack (2. von links), Louis Englisch und Simon Wolf, Klaus Aulbach 

    Trotz Distanzunterricht und Corona-Lockdown fand auch in diesem Schuljahr wieder die Mathematik-Olympiade statt. Im Landkreis Rhön-Grabfeld stellten das Rhön-Gymnasium 3 der 5 Sieger in den verschiedenen Altersstufen: Noack Silje-Johanna (1. Siegerin in den 7. Klassen), Englisch Louis (2. Sieger in den 7. Klassen) und Wolf Simon (2. Sieger in den 6. Klassen). Zu diesem tollen Erfolg gratulieren wir und freuen uns mit euch.

    Text: Klaus Aulbach
    Foto: Tanja Rehm

  • Die Bedeutung der EU – Vortrag von Landrat Thomas Habermann

    Die Bedeutung der EU – Vortrag von Landrat Thomas Habermann

    Am 14.06.2021 besuchte der Landrat Thomas Habermann das Rhön-Gymnasium, um vor rund 100 Schülerinnen und Schülern der 11. Jahrgangsstufe einen Vortrag über die Bedeutung der EU zu halten. Als Vertreter der deutschen Landkreise im „Ausschuss der Regionen“ in Brüssel ist Herr Habermann ein gern gesehener Gast an der Schule, an der er selbst 1976 das Abitur abgelegt hatte.
    Nach einer knappen Skizzierung des Gründungsprozesses und des Aufbaus der EU legte Herr Habermann seinen Fokus auf aktuelle Probleme wie den Brexit oder der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit während der Corona-Pandemie. Neben der Warnung vor nationalistischen Bewegungen, welche die Gründungsidee Europas bedrohen, führte der Landrat den Schülern die Werte einer europäischen Gemeinschaft vor Augen, für die es einzustehen gelte: Frieden, Demokratie, Toleranz und Menschenrechte. An dieser Stelle motivierte er die Schülerinnen und Schüler dazu, künftig an Wahlen teilzunehmen, um die Eckpfeiler unserer Demokratie zu bewahren und somit Verantwortung zu übernehmen. Daneben wies er auch auf die zahlreichen Vorteile hin, die aus dem Bestehen der EU resultieren, wie beispielsweise die Abschaffung der Kontrollen an europäischen Binnengrenzen oder die Möglichkeiten, als EU-Bürger an jeder Hochschule innerhalb der EU unter denselben Voraussetzungen wie Einheimische zu studieren. Auf diese Weise betonte er die besondere Bedeutung der Europäischen Union gerade auch für die Jugendlichen.
    Zuletzt bot Herr Habermann unseren mündigen Schülerinnen und Schülern Raum für eigene Fragen und kritische Anregungen. In diesem Rahmen wurde seitens der Schülerinnen und Schüler vor allem die fragwürdige Gewährleistung des eigenen Gesundheitsschutzes im Präsenzunterricht thematisiert. Hier zeigte sich, dass die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit nutzten, einen Politiker wie Herrn Habermann zu fragen, wie die Politik künftig gedenkt, die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler angemessen zu schützen. Aber auch der teilweise immer noch mangelhafte Zustand der bundesweiten Digitalisierung wurde von Schülerseite offen und ehrlich kritisiert. So berichteten einige von ihnen über eigene Erfahrungen während des Distanzunterrichts, der in Einzelfällen enorm unter den bundesweit bestehenden Netzproblemen litt. Kompetent und redegewandt stand der Landrat dabei Rede und Antwort, wenngleich er offenkundig angesprochene Missstände, die es künftig zu beheben gelte, schonungslos bestätigte.


    Die Schülerinnen und Schüler tauschten sich so rege mit Herrn Habermann aus, dass diese gewinnbringende Diskussionsrunde ohne befristeten Rahmen wahrscheinlich noch länger angedauert hätte. Nach einem Schlussappell, die Schülerinnen und Schüler mögen sich künftig für eine europäische Zukunft engagieren, wurde Herr Habermanns Besuch schließlich unter Beifall gewürdigt.


    Text: Jonas Barski
    Bild: Christian Gräb

  • Sonnenfinsternis – Ein angebissener Keks am Himmel

    Sonnenfinsternis – Ein angebissener Keks am Himmel

    Ein angebissener Keks am Himmel

    Was macht denn ein Teleskop im Schulhof? Was gibt’s denn da zu sehen? Eine Sonnenfinsternis, heute, am 10.06.2021? Das war ja nirgends angekündigt.

    Tatsächlich hat man in den Medien sehr wenig über das Himmelsschauspiel am 10.06.2021 gelesen, gesehen oder gehört. Das lag wohl daran, dass gegenüber einer spektakulären totalen Sonnenfinsternis in unseren Breiten nur eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen war. Der Mond verdunkelt die Sonne von uns aus gesehen nur zum Teil oder anders ausgedrückt: Wir standen nur im Übergangsschatten des Mondes. Nahe des Polarkreises, im hohen Norden, konnte man dagegen eine sogenannte Ringsonnenfinsternis beobachten. Weil der Mond zurzeit sehr weit von der Erde entfernt  bzw. verhältnismäßig nahe an der Sonne steht, verdunkelt der Mond nicht die komplette Sonne. Die Sonne bleibt um den Mond herum noch als dünner Ring sichtbar.

    Gegen 11:30 Uhr begann des Himmelsschauspiel. Der Mond schob sich am unteren Rand allmählich vor die Sonne. Viele Schüler von der 5. bis zur 11. Jahrgangsstufe kamen in kleinen Gruppen oder im Klassenverband aus dem regulären Unterricht, um einen kurzen Blick durch das Teleskop oder auf das Solarskop zu werfen. Etwa um 12:30 Uhr war der Mond komplett vor der Sonne vorbeigewandert.

    Auf die nächste partielle Sonnenfinsternis müssen wir nur bis zum 15.10.2022 warten. Eine totale Sonnenfinsternis ist in Deutschland erst wieder im Jahr 2026 beobachtbar.

    Text und  Bilder: Thomas Schulze

  • Profilfach: Forschen und Entdecken

    Profilfach: Forschen und Entdecken

    Bild: Tanja Rehm

    Profilfach: Forschen und Entdecken

    Wie, warum und für wen bringt man Wildnispädagogik ans Gymnasium? 
In Art. 131 der bayerischen Verfassung wird das Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt als eines der obersten Bildungsziele aufgeführt. Als Umwelt- und Biosphärenreservatschule will das Rhön-Gymnasium hier natürlich einen besonderen Beitrag leisten. Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) wird angesichts des sich ändernden Klimas und des immer größer werdenden Energiebedarfs immer wichtiger. Ein weiteres „Warum“ soll eine kleine Anekdote geben: Während eines Wandertags im Wald erzählte mir ein Schüler, er wäre früher gerne mit dem Hund draußen gewesen. Auf meine Frage hin, warum er das nun nicht mehr mache, entgegnete er, dass er nun ein Handy hätte. Später am Tag meinte er jedoch, dass er vielleicht doch eher mal wieder mit seinem Hund spazieren ginge.


    Nach einer einjährigen Ausbildung, verbunden mit einigen Praktika mit Jugendlichen und Familien in den unterschiedlichsten Regionen Süd- und Mitteldeutschlands bei der Wildnisschule „Wildniswandern“, schien uns die Unterstufe bei den gegebenen Rahmenbedingungen am geeignetsten. Das Interesse an den Themenbereichen Bäume, Säugetiere, Vögel und Pflanzen ist in diesen Jahrgangsstufen in der Regel noch sehr groß und die Themen schaffen einen direkten Anknüpfungspunkt an die Grundschulzeit. Ein Testlauf im Schuljahr 2019/20 begann mit dem Wahlkurs „Draußen zuhause“ für Schüler und Schülerinnen der 7. Klassen.


    Im Schuljahr 2020/21 konnten wir unser Konzept für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5c und 5d anbieten. Einige Selbsterfahrungen in der Natur durften die Kinder bereits im Rahmen der Kennenlerntage zu Beginn des neuen Schuljahres in Schönau machen. Nach einer kurzen Kennenlernrunde mit indianischem Redestab im Kreis am Lagerfeuer sollten die Kinder nach dem Motto „auf den Weg bringen“ ihren Weg zu einem Schatz in der Umgebung suchen. In kleinen Gruppen waren sie dabei mit einer Karte und der Rückendeckung eines Tutors in unbekanntem Gebiet unterwegs. Die Analogie zu ihrer Situation am Gymnasium war dabei natürlich rein zufällig. Nach einem gemeinsamen Mittagessen vom Lagerfeuer ging es in den Wald. Sich selbst erfahren in der Gemeinschaft ihrer Mitschüler stand nun auf dem Programm. Mit verbundenen Augen in der Stille des Waldes dem Ton einer Flöte folgen war für einige eine schwierige Aufgabe. Sich nur auf sein Gehör und das Tasten mit Händen und Füßen zu verlassen war sehr ungewohnt.


    Der Unterricht fand in den nächsten Wochen meistens draußen statt. Sei es im Sitzkreis auf einer Wiese in der Nähe der Schule oder auf ein paar „Holzbänken“ in der Nähe des Kurparks. Beim Thema Bäume sollte beispielsweise eine Gruppe eine Knospe, einen Zweig und eine Stelle der Rinde eines Baumes so zeichnen, dass eine andere Gruppe genau diesen Baum und Zweig wiederfinden konnte. Darüber hinaus wurden viele schöne Steckbriefe von Bäumen angefertigt.


    Die nächsten Themen mussten leider aufgrund der Coronalage im Distanz- oder Wechselunterricht vermittelt werden. Für unser Konzept, draußen in der Natur Erfahrungen zu sammeln, schien uns das Homeschooling völlig ungeeignet. Die Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler in dieser Zeit gerade auch außerhalb ihrer vier Wände hat uns jedoch überrascht.
    Beim Thema Säugetiere ging es um Tierspuren und die Geschichten, die uns diese Spuren erzählen. Die verschiedenen Gangarten der Tiere konnten die Kinder bei sich zuhause gut ausprobieren und per Videoübertragung vorführen. Tierspuren wurden anschließend bei Familienspaziergängen im Schnee entdeckt und die Fotos auf der Cloud geteilt. Welches Tier es war, was es wohl dort gemacht hat oder wohin es unterwegs war, konnte man so in der nächsten Unterrichtsstunde zum Teil aufklären.


    Im Rahmen des Wechselunterrichts konnten wir beim Thema Vögel zumindest mit den halben Klassen einen Vogelspaziergang entlang der Brend machen. Das Erkennen der Vögel an ihrem Gesang war dabei gar nicht so einfach.


    Bei den Heilpflanzen war es ganz anders. Das Vorwissen hat uns erstaunt. Spitzwegerich, Breitwegerich, Schafgarbe, Giersch und Co wurden auf einem kurzen Kräuterspaziergang vor der Tür oder einer nah gelegenen Wiese sicher erkannt und mit in den Videounterricht gebracht.
    Leider hat der Distanzunterricht viele schöne Möglichkeiten der Erfahrung mit und in der Natur verhindert. Das Engagement und das Interesse der Schülerinnen und Schüler war jedoch sehr groß. Die schönen Momente, die jedes Kind erleben durfte, tragen aber sicher dazu bei, unsere Natur als etwas Besonderes und Schützenswertes zu erachten.

    Text: Tanja Rehm, Thomas Schulze

    Bild: Hanna Debertshäuser

    Bild: Sophie Mölter