Autor: Dr.Vonderau

  • Jopp – Schaukasten

    Jopp – Schaukasten

    Frank Ulrich und Maximilian Rosilius der Jopp Automotive GmbH

    JOPP unterstützt wissenschaftspropädeutisches Seminar mit Leitfach Physik

    Die Schülerinnen und Schüler des Wissenschaftsseminars des Rhön-Gymnasiums hatten am Montag, den 05. November, Besuch von Vertretern der Jopp Automotive GmbH.

    Maximilian Rosilius (Dipl. Ing.) und Frank Ulrich (Dipl. Wirtschaftsjur. FH) brachten zwei Drohnen und Sinterprodukte mit. Nach einer Unternehmensvorstellung wurde angeregt über Digitalisierung, 3D-Druck, Drohnen, Augmented Reality, aber eben auch die physikalischen Hebelgesetze bei Schaltungssystemen, dem Hauptprodukt des Unternehmens, diskutiert.

    Frau Dr. Silvia Joachim hatte die Gäste zu einem Kurzvortrag und Diskussionen zur Themenfindung für die wissenschaftlichen Arbeiten eingeladen.

    Zum Anfassen gab es „Grünlinge“ einer sogenannten Zahnscheibe. Das ist ein Produkt aus dem Geschäftsbereich der Sintertechnologie, bei der Metallpulver mit hohem Druck gepresst und anschließend im Ofen bei bis zu 1.200 Grad Celsius „gesintert“ wird. Die gepressten Teile nennt man Grünlinge und man kann sie relativ leicht auseinanderbrechen, obwohl sie massiv aussehen!

    Bild: S. Joachim
    Text: Frank Ulrich und Maximilian Rosilius

  • Vorlesewettbewerb 2018

    Vorlesewettbewerb 2018

    Schulentscheidung

    Enni Sitzmann (6c) heißt die Siegerin des diesjährigen Vorlesewettbewerbs, der traditionsgemäß in den sechsten Klassen durchgeführt wird. Als Schulsiegerin nimmt sie nun Anfang 2019 am Regionalentscheid teil und wird dort das Rhön-Gymnasium sicher würdig vertreten.

    Denn die Jury, bestehend aus der Elternbeiratsvorsitzenden, Frau Michaela Scherer, Gastjuror und Deutschlehrer Andreas Maier sowie den vier Deutschlehrerinnen und -lehrern der sechsten Klassen, konnte sich von den Fähigkeiten Ennis, aber auch der anderen Teilnehmerinnen überzeugen. Sowohl Enni als auch Samira Geyer (6a), Mona Fröhlich (6b) und Luna-Marie Ulrich (6d) trugen erst von ihnen selbst ausgesuchte Ausschnitte aus Jugendromanen, dann die ersten Kapitel aus Stevensons „Schatzinsel“ als Fremdtext vor. Aufgabe war es, dies nicht nur technisch sicher zu tun, sondern auch die Zuhörer in den Bann des jeweiligen Textes zu ziehen. Allen vier gelang dies vorzüglich, aber Enni Sitzmann eben nach einhelliger Meinung der Jury eben einen Tick besser.

    Text: I. Hawlitschek

  • Venusbewohnern tut die Erde leid

    Venusbewohnern tut die Erde leid

    Das Mittelstufentheater des Rhön-Gymnasiums zeigt eine brillante und hochkritische Collage aus Einaktern verschiedener Autoren

    Von Stefan Kritzer

    Bad Neustadt 

    Es tut manchmal gut, die weltlichen Dinge mit etwas Abstand zu betrachten. Das schärft den Blick für das große Ganze. Die Mittelstufenschüler des Rhön-Gymnasiums machten sich hierfür bis zum Planeten Venus auf. Von dort auf das menschliche Tun und die Erde zu schauen, ist ziemlich ernüchternd. Das neue Stück des Mittelstufentheaters hat genau diesen fernen Blick zum Thema und verbindet hierfür eine ganze Reihe verschiedener Texte miteinander. 

    Irgendwann, so der Menschheitstraum, hat jeder Erdenbewohner ein eigenes Häuschen auf der Venus. Um diesen Traum in Erfüllung gehen zu lassen, muss erst mal ein Erkundungstrupp zu unserem Nachbarplaneten fliegen. Und was stellen die Astronauten dort fest: Die Venus ist bewohnt! Nicht von Menschen, sondern von menschenähnlichen Bewohnern wie Flexus und Strato sowie den „fliegenäugigen Monstern“ die FÄUMs genannt werden. So blöd, wie sie von den Menschen gehalten werden, sind die Venusbewohner aber gar nicht. Sie setzen die Eindringlinge unter Drogen und wollen alle Wahrheiten erfahren, die auf der Erde so vor sich gehen. Das so entstehende Bild will den Venusbewohnern aber gar nicht gefallen. 

    Den Blick von der Venus auf Mutter Erde hat sich das Mittelstufentheater selbst zusammengestellt. Den Rahmen hierfür bildete das Theaterstück „Ein Häuschen auf der Venus“ von Kenneth Lillington. Lehrer und Regisseur (gemeinsam mit Arno Weidinger und Selina Greier aus der 10c) Andreas Maier hat zu Lillingtons Text Einakter von Ephraim Kishon, Eugène Ionescu und Gerhard Polt hinzugefügt. Diese überzeichneten Theaterstücke, satirischer Art nach Kishon, absurder Art nach Ionescu und kabarettistischer Art nach Polt, halten der Erde bewusst und hochkritisch den Spiegel vor. 

    Das Mittelstufentheater, das erstmals in der Sporthalle und nicht in der Aula spielte, bot rund 50 Mitwirkende auf, die in den unterschiedlichsten Szenerien mal auf der Erde, mal auf der Venus agierten. Das Bühnenbild reichte deshalb von der Oberfläche der Venus in kaltem Blau bis zum Kaffeehaus auf der Erde. Die eingeklinkten Einakter verdeutlichten das ganze Dilemma des gegenwärtigen Erdendaseins: Da treffen sich Unterhändler der USA und der UdSSR zu Abrüstungsgesprächen, freilich ohne Erfolg. Da planen Revolutionäre äußerst dilettantisch einen Anschlag und eine Verschwörung. Einem Herrscher, der reichlich kopflos daher kommt, huldigt ein Volk mit hysterischer Inbrunst. Und der Herr Tschabobo wird „nur“ als ein trommelnder „Neger“ in der Gesellschaft gesehen, obwohl er ein hochgebildeter Molekularbiologe ist. 

    Was die Schülerinnen und Schüler des Mittelstufentheaters in diesem selbst ersonnenen Theaterabend auf die Bühne bringen, ist große Klasse. In vielen Aspekten hält die Theatergruppe der Welt den Spiegel vor und bohrt ganz tief in ewigen Wunden. Kein Wunder also, wenn die Venusbewohner am Ende die Erdlinge gerne wieder nach Hause schicken. Zu allem Überfluss interessieren sich letztere auch noch brennend für neue Waffen aus der Hand des Venusianers Mauschel. Den Bewohnern des Planeten Venus tun diese Erdenmenschen einfach nur leid. Wenn eines klar wird in diesem ebenso lustigen wie nachdenklichen Theaterstück, dann dass auf der Erde etliches so richtig schief läuft. Vom Publikum gab es lange anhaltenden Beifall für diese großartige Theaterleistung. Und viel Grund zum Nachdenken. 

    Fotos: Stefan Kritzer

  • Preisgekrönte Schülerzeitung

    Preisgekrönte Schülerzeitung

    Preisgekrönte Schülerzeitung: Konturen macht den 2. Platz!

    Dass die Schülerzeitung „Konturen“ erfolgreich arbeitet und immer wieder ausgezeichnete Ergebnisse vorzuweisen hat, wurde in der Vergangenheit mehrfach durch verschiedene Auszeichnungen deutlich. Ein Highlight war sicherlich der erste Platz deutschlandweit beim Foto-Wettbewerb der Zeitschrift „Der Spiegel“ im Jahre 2008. Seitdem konnte die Schülerzeitung immer wieder durch Platzierungen bei unterschiedlichen Wettbewerben auf sich aufmerksam machen.

    Dieses Jahr wurde die Schülerzeitung des Rhön-Gymnasiums für ihre Arbeit ein weiteres Mal belohnt: mit dem zweiten Platz beim Wettbewerb der unterfränkischen Ministerialbeauftragten. Die Verleihung des Preises fand in einem feierlichen Rahmen im Egbert-Gymnasium in Münsterschwarzach statt. Schulleiterin Frau Dr. Kerstin Vonderau reiste mit sieben Mitgliedern der Redaktion und der betreuenden Lehrkraft Christine Maier-Fürsich an, um den Preis entgegenzunehmen. In ihrer Begründung hob die Ministerialbeauftragte Frau Monica Zeyer-Müller die sehr ansprechende, kreative und technisch sichere Gestaltung des Layouts sowie die schülerorientierte und abwechslungsreiche Auswahl der Artikel hervor.

    Hochmotiviert macht sich nun die Redaktion an die Veröffentlichung der nächsten Ausgabe!

    Text: C. Maier-Fürsich
    Bild: J. Sterzbach

  • Das belohnte Gehirn

    Das belohnte Gehirn

    In den Tiefen des Gehirns

    Prof.Wolfram Schultz referiert im Rhön-Gymnasium über Neuronen und Belohnungen

    Von SIGRID BRUNNER

    BAD NEUSTADT „Gute Gangster kehren an den Ort ihres Verbrechens zurück.“ Mit humorvollen Worten startete Wolfram Schultz seinen Vortrag am Rhön-Gymnasium. Der Professor für Neurowissenschaften an der Universität Cambridge absolvierte 1964 an der Schule sein Abitur. Auf Einladung der Freunde des Rhön-Gymnasiums sprach er am einstigen „Tatort“vor zahlreichen Schülern, Lehrern und weiteren Interessierten zum Thema „Das belohnte Gehirn“.

    Sowohl Schulleiterin Dr. Kerstin Vonderau als auch Siegfried Voll, Vorsitzender des Fördervereins, freuten sich, den hochkarätigen Wissenschaftler in Bad Neustadt begrüßen zu können. Der Verein der Freunde des Rhön-Gymnasiums  lädt regelmäßig ehemalige Schüler ein, von ihren beruflichen Erfahrungen zu erzählen.

    Schultz beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit ein Handeln mit der Erwartung einer Belohnung verbunden ist. Dazu hat der Forscher, der Mitglied der renommierten britischen Royal Society ist, im Gehirn befindliche Neuronen untersucht. Diese reagieren mit der Ausschütung des Botenstoffes Dopamin, wenn sie Positives erwarten oder erhalten. Sie aktivieren ein weit verzweigtes Netz aus Nervenzellen und beeinflussen mit, dass Menschen nach immer größeren Belohnungen streben. Mit seinen Erkenntnissen hat Wolfram Schultz wesentlich dazu beigetragen, Mechanismen im Gehirn zu verstehen, die zu Spielsucht, Drogensucht oder Alkoholismus führen können. Dafür erhielt er 2017 mit zwei weiteren Wissenschaftlern den hoch dotierten „BrainPrize“.

    Wolfram Schultz schilderte einen Abend im Pub nach getaner Arbeit. Mehrere Sorten Bier, mit denen man seinen Durst stillen und sich für das Tagewerk belohnen möchte, stehen zur Wahl. Anhand der Etiketten sucht man sein Bier aus. Durch vorherigen Genuss hat man gelernt, welches Bier schmeckt und welches nicht. Nach den Anstrengungen hat man etwas Gutes verdient und muss zudem dem Körper Energie zuführen.

    Was zeigt dieses Beispiel und was verstehen wir unter Belohnung? Zum Überleben braucht der Körper Substanzen aus der Umgebung, die er mit Nahrung und Flüssigkeit bekommt. Hinzu kommt die Fortpflanzung zum Erhalt der Menschheit. „Diese drei Belohnungen sind absolut notwendig“, betonte der Wissenschaftler. Die Weitergabe der Gene sicherzustellen, ist eine Hauptaufgabe des Gehirns.

    Wie reagiert der Organismus auf eine Belohnung? Auch hier hatte Schultz eine witzige (fiktive?) Anekdote parat: Für seine Weihnachtswunschliste kann er zwischen einem Thriller und einem Liebesroman wählen. Er entscheidet sich für Letzteren und teilt dies seiner Frau mit. An Weihnachten ist die Enttäuschung groß. Unterm Baum liegt ein Roman von John Grisham. Die erwartete Freude bzw. Belohnung fällt aus. Der Partner hat den Weihnachtswunsch vergessen. Was lernt der biologische Organismus daraus? „Er vermeidet künftig Partner, die an Gedächtnisstörungen leiden“, so die Antwort. Oder anders gesagt: Mit einem besseren Gehirn bekommt man eine bessere Chance auf eine Belohnung bzw. zum Überleben.

    Wolfram Schultz führte das bekannte 100 Jahre alte Experiment des russischen Forschers Pawlow mit Hunden an. Ein Hund sieht eine Wurst und sondert Speichel ab. Nachfolgend ertönt zwei Sekunden vor dem Zeigen der Wurst eine Glocke. In Erwartung der Wurst erfolgt der Speichelfluss, ohne dass diese zu sehen ist. Die Glocke hat eine Belohnungsfunktion erhalten. „Belohnungen lösen positive Emotionen, Wohlbefinden und Glücksgefühle aus.“ Und man will mehr davon.

    Was passiert in diesem Moment im Gehirn? Im Mittelhirn befinden sich Neuronen, die Dopamin freisetzen. Die Dopaminzelle antwortet auf Belohnung, indem sie vermehrt Aktionspotenziale abgibt. Diese Aktionspotenziale sind Träger von Informationen, die an andere Neuronen weitergeleitet werden. Das wurde bei Tieren intensiv untersucht und die Ergebnisse sind messbar. Die Dopaminneuronen reagieren nicht nur, wenn das Tier eine Belohnung erhält, sondern auch wenn ein Reiz diese voraussagt. Je höher die Belohnung ist, desto stärker fällt die Antwort aus. Die Erregung von Dopaminneuronen führt schließlich zu belohnungssuchendem Lernverhalten. Dopaminneuronen bilden demnach im Gehirn ein Zentrum, das unser Verhalten gegenüber Belohnungen steuert und hilft zu lernen, Belohnungen zu finden.

    Substanzen, die abhängig machen wie Drogen, Alkohol oder Nikotin, laufen über das Dopaminsystem, erklärte Wolfram Schultz weiter. Die Neuronen werden von Kokain, Amphetamin etc. erregt, als ob diese Substanzen natürliche Belohnungen wären und je größer die Belohnung ausfällt, umso größer die Erregung.

    Das unnatürliche Dopaminsignal erzeugt schließlich eine starke Annäherung an diese Substanzen, was ab einem gewissen Punkt in vielen Gehirnen zur Sucht führen kann. Mögliche Mittel dagegen seien, so Schultz, Bildung, Kultur, Erziehung und Ablenkung. „Wir brauchen Ausbildung und Informationen, um durch die Komplexität des Lebens zu kommen.“ Ohne diese „gebundene Rationalität“ würden Entscheidungen zunehmend irrational werden. Zusätzlicher oft vermeintlicher Zeitdruck verschlechtere Entscheidungen weiterhin.

    Höhere Belohnungen erfordern aber auch ein gewisses Maß an Mut zu Neuem. Die Belohnungsrate steige, wenn man gelegentlich von üblichen Gewohnheiten abweicht und etwas ausprobiert, sagte Wolfram Schultz. Bei mehr als einem Prozent bis maximal 10 Prozent der Entscheidungen sollten bekannt gute Wege verlassen und Neues erkundet werden.

    Text und Bild erschienen in der Rhön und Saale Post am 14.11.2018

  • Reformationstag

    Reformationstag

    „Was ist am 31. Oktober?“ – „Hallow… äh Reformationstag!“

     

    Richtig! Zwar ist am 31. Oktober auch Halloween, aber für viele Christen ist dies auch ein ganz anderer Feiertag. Der Thesenanschlag von Martin Luther am 31. Oktober 1517 jährte sich in diesem Schuljahr zum 501. Mal. Dies nahm die evangelische Religionsgruppe der 8. Jahrgangsstufe zum Anlass, um durch Plakate und Informationen in der Pausenhalle auf das Ereignis aufmerksam zu machen. Als kleine Erinnerung und Versüßung gab es für die interessierten Schülerinnen und Schüler „Luther-Bonbons“.

    Text und Bilder: D. Emmert

  • Kirchenbesuchstag der 5. Klassen

    Kirchenbesuchstag der 5. Klassen

    Am Ende des letzten Schuljahres fand der schon zur Tradition gewordene Kirchenbesuchstag der Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen statt. Auf ihrem Rundweg lernten die Kinder die Kirchen St. Johannes der Täufer in Brendlorenzen und in Bad Neustadt die evangelische Christuskirche sowie die katholische Kirche Mariä Himmelfahrt kennen. 

    In St. Johannes der Täufer empfing die Fünftklässler der Religionslehrer Herr Henneberger und gewährte einen Einblick in die Bedeutung und Geschichte dieser alten Kirche. Während in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt die Schülerinnen und Schüler mittels Aufgabenblatt die Kirche auf eigene Faust erkunden konnten, erzählte n in der Christuskirche  Marion Ziegler und  Pfarrerin Ehrmann den Kindern vieles rund um die evangelische Kirche. Die Fünftklässler waren sehr wissbegierig und stellten die unterschiedlichsten Fragen, die Herr Henneberger, Frau Ziegler, Frau Ehrmann und die begleitenden Religionslehrer beantworteten. Was ist ein Ambo? Warum ist der Altar in der Brender Kirche etwas Besonderes? Was ist eine Pietà? Was ein Tabernakel? Wieso gibt es in den beiden katholischen Kirchen zahlreiche Heiligendarstellungen, aber in der evangelischen Kirche nur eine Christusfigur? Fragen über Fragen! Wissen Sie die Antworten?

    Text und Bild: D. Emmert

  • Gottesdienste im Schuljahr

    Gottesdienste im Schuljahr

    Seit vielen Jahren unterbreitet das Rhön-Gymnasium seinen Schülerinnen und Schülern ein sehr umfangreiches Angebot an Gottesdiensten: zu Schuljahresbeginn, vor den Weihnachts- und Osterferien, anlässlich der Verabschiedung der Abiturientinnen und Abiturienten und am letzten Schultag vor den Sommerferien. Kaum eine andere Schule feiert wohl so oft Gottesdienst wie wir! 

    Auch im Schuljahr 2017/18 versammelten sich die Kinder und Jugendlichen, die sich für eine Teilnahme entschieden, in der Brender Pfarrkirche oder in der evangelischen Christuskirche zu insgesamt fünf ökumenischen Gottesdiensten. Unter diesen ragte der vor den Osterferien heraus, in dem unsere Schule Karl-Heinz Mergenthalers gedachte, der wenige Wochen zuvor im Januar 2018 verstorben war. Obwohl dieser Gottesdienst weit über eine Stunde dauerte, herrschte unter den Anwesenden von Anfang bis Ende eine stille Betroffenheit und Anteilnahme, die beeindruckte: Vielen Dank an euch alle dafür, dass ihr da wart, dafür, dass ihr dem Gedenken an Herrn Mergenthaler einen so würdigen Rahmen geschaffen habt, dafür, dass ihr euch getraut habt, vorne am Mikrophon eure Erinnerungen an ihn allen mitzuteilen, dafür, dass ihr ein Licht für ihn angezündet habt!

    Text und Bild: A. Weidinger

  • Gedenkfeier anlässlich der Deportation der Bad Neustädter Juden

    „Furchtbar und unvorstellbar!“ – Gedenkfeier anlässlich der Deportation der Bad Neustädter Juden (1942)

    Furchtbar und unvorstellbar fanden die katholischen und evangelischen Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe die Art und Weise, wie mit den Juden und speziell auch mit den Bad Neustädter Juden im Nationalsozialismus umgegangen wurde.

    Am 22.04.1942, wurden 45 der Bad Neustädter Juden in Vernichtungslager in Ostpolen deportiert. Zum Gedenken versammelten sich alle Schülerinnen und Schüler mit ihren Religionslehrkräften an der Stadtmauer, verlasen die Namen der jüdischen Bürgerinnen und Bürger, die Bad Neustadt für immer verlassen mussten, und zündeten Kerzen an.

    Text: D. Emmert

  • 10 Jahre ECDL – Tobias besteht sein 10. Modul!

    10 Jahre ECDL – Tobias besteht sein 10. Modul!

    Glückwünsche zu bestandenen Prüfungen: Schulleiterin des Rhön-Gymnasiums Frau Dr. Vonderau (rechts) und Prüfungszentrumsleiterin für den Europäischen Computerführerschein (ECDL) Frau Dr. Joachim (links) gratulieren Tobias Tefke.. 

    Der Europäische Computerführerschein, kurz ECDL (European Computer Driving Licence) genannt, bescheinigt den Inhabern einen sicheren und effizienten Umgang der wichtigsten Computer-Anwendungsbereiche. Dazu müssen verschiedene Modulprüfungen bestanden werden. Bereits seit 10 Jahren haben Schülerinnen und Schüler des Rhön-Gymnasiums die Möglichkeit, die Prüfungen zum ECDL abzulegen. „Der Computerführerschein ist bei den Jugendlichen sehr beliebt und wird mit viel Engagement und großer Motivation absolviert“, betont Frau Dr. Joachim. 

    Anlässlich des 10-jährigen ECDL Jubiläums des Prüfungszentrums wurde Tobias, der sein 10. Modul erfolgreich ablegte, interviewt. „Ich glaube nicht, dass es noch einen Schüler mit so vielen bestanden Modulen gibt, zumal für das Zertifikat ECDL nur 7 Module benötigt werden. Auf jeden Fall hat er eine Belohnung verdient, vor allem, weil er auch den anderen Schülerinnen und Schülern im Kurs hilft“, erklärt Frau Dr. Joachim. 

     

    Seit wann nimmst Du an dem ECDL Kurs teil?

    Seit der sechsten Klasse, allerdings hatte ich in der zehnten Jahrgangstufe aufgrund des Stundenplans Zwangspause. (Zum Zeitpunkt des Interviews ist Tobias in der 12. Jahrgangsstufe.)

    Welche Module hast Du in dieser Zeit abgelegt?

    IT Sicherheit, Bildbearbeitung, Textverarbeitung, Betriebssysteme, Datenbanken, Tabellenkalkulation, Internet und Kommunikation, Grundlagen der Informationstechnologie, Präsentationen und Textverarbeitung mit Libre Office.

    Welches Modul findest Du besonders interessant und warum?

    Sicherheit, da es meiner Meinung nach sehr wichtig ist und nur noch an Wichtigkeit gewinnen kann. Außerdem sind die Angriffswege schon seit Jahren dieselben und dies wird auch so bleiben (auf absehbare Zeit), so dass das Modul zeitlos ist.

    Was gefällt Dir am ECDL-Kurs am besten und wo siehst Du noch Verbesserungsbedarf?

    Jeder kann sich so lange und intensiv mit dem Wunschmodul beschäftigen, wie er möchte. ECDL hat immer Spaß gemacht, die Arbeitsatmosphäre war immer angenehm. Da jeder auf Wunsch ins neue Schuljahr übernommen wird, wird es für jüngere Schüler schwer, einen Platz zu bekommen. Hier wäre es sinnvoll, einen zweiten Kurs einzurichten, um die Nachfrage decken zu können.

    Im Rahmen des Angebots zur individuellen Förderung können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zielgenau auf die Prüfungen vorbereiten. Die Prüfungen selbst können günstig zum Selbstkostenpreis abgelegt werden. Das gleichbleibend hohe Niveau des Führerscheins wird durch zentrale Prüfungen gesichert. In Deutschland werden sämtliche Prüfungen von der DLGI (Dienstleistungsgesellschaft für Informatik) erstellt. Die Prüfungsfragen werden dann per Internet an die Prüfungszentren geschickt und die Antworten gehen wieder zur DLGI zurück. Bereits unmittelbar nach Testende erfährt man, ob man bestanden hat oder nicht. 

    Bild: Gerd-Ludwig Borst
    Text: S. Joachim