Kategorie: Physik

  • Dauerausstellung „Physik ist überall“ am Rhön-Gymnasium

    Dauerausstellung „Physik ist überall“ am Rhön-Gymnasium

    Um Schülerinnen und Schüler für Physik und Technik zu begeistern, führt die Fachschaft Physik schon seit mehreren Jahren den schulinternen Wettbewerb „Physik ist überall“ durch. Wie kaum eine andere Wissenschaft durchdringt Physik nahezu alle Bereiche unseres Lebens. Um diese Verknüpfung mit dem Alltag und ihrem Umfeld kennenzulernen, betrachteten Schülerinnen und Schüler der siebten Jahrgangsstufe die Physik in diesem Schuljahr, anlässlich von Corona, unter dem Thema „Küchenphysik“ aus ungewöhnlichen Blickwinkeln. Mit ihren Kameras und Handys waren sie auf der Suche nach dem idealen Bild, welches die Faszination der Physik zeigt.

    Gewonnen haben Ida, Lorena, Lena und Laurin. Ihre Arbeiten werden in einer Dauerausstellung im Rhön-Gymnasium gezeigt. „Es wurden viele sehr gute Fotos eingereicht, so dass die Auswahl wirklich schwerfiel“, berichtet Dr. Silvia Joachim und bedankt sich bei den Schülerinnen und Schülern für ihre Mühe. Weiter sagt sie: „Unser besonderer Dank gilt dem Verein der Freunde des Rhön-Gymnasiums.“ Der Verein stiftet den vier Gewinnern einen Preis und übernimmt die Kosten für den Druck der Fotos auf Acrylglas.

    Laurin erzählt: „Ich habe mich riesig gefreut, dass ich gewonnen habe. Aber nicht nur ich, sondern auch mein jüngerer Bruder Silian, der mich ganz toll bei meinem Experiment unterstützt hat.“ Das Foto von Laurin zeigt im Vordergrund einen Dichteturm, der aus fünf verschiedenen Flüssigkeiten besteht: Sonnenblumenöl (beige) – Apfelessig, eingefärbt mit Krepppapier (rot) – Spülmittel (blau) – Milch, mit Krepppapier eingefärbt (rosa) – Zuckerwasser, mit Krepppapier eingefärbt (grün). Laurin erklärt: „Der Dichteturm selbst steht auf einem Glas, das ich von unten mit einer Taschenlampe angestrahlt habe. So kann man die verschiedenen Flüssigkeitsschichten noch besser erkennen. Im Hintergrund sieht man einen Globus leuchten. „Physik ist überall“…und genau das wollte ich mit dem Globus nochmal verdeutlichen. Physik findet sozusagen überall auf der Welt statt, sogar „in der kleinsten Küche“!😉 Das Foto ist in unserer Küche entstanden, schließlich ging es ja um das Thema „Küchenphysik“😉. Unsere Küche sah ein wenig aus wie ein kleines Physik-Labor. Viele Gläschen mit verschiedenen, bunten Flüssigkeiten, Messbecher, Trichter etc. Das Schwierigste am Experiment war, die Flüssigkeiten exakt übereinander zu schichten, um die unterschiedliche Flüssigkeitsdichte darzustellen. Da waren schon ein paar Versuche notwendig…! Am besten gefallen hat mir das Experimentieren zuhause und der Abschluss meines Experiments. Ich habe eine Glaskugel in den Dichteturm fallen lassen und den Weg der Kugel durch den Dichteturm in slow-motion gefilmt. Das Vermischen der Flüssigkeiten in Zeitlupe hat mich wirklich fasziniert. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Küchen-Experiment!“
    Lenas Bild zeigt ebenfalls einen Dichteturm. Sie bemerkt: „Dieses Foto habe ich in unserem Esszimmer gemacht. Meine Mama fotografiert gerne und hat mir geholfen, ein kleines Set aufzubauen. Ich freue mich voll, dass ich den Wettbewerb gewonnen habe. Ich habe aber gar nicht damit gerechnet.“ Weiter beschreibt sie ihr Foto: „Der Regenbogen steht für Hoffnung in der Zeit und der Spruch sagt ja schon, dass man alles erreichen kann, wenn man will.“

    Auch Lorena freut sich über ihre erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb. Sie beschreibt ihr Foto folgendermaßen: „Das Foto zeigt, dass man ganz leicht mit Küchenutensilien elektrische Ladung nachweisen kann. Durch das Reiben des Löffels am Stofftuch lädt er sich auf und zieht den Pfeffer an. So kann man ganz einfach den Pfeffer vom Salz trennen. Meine Mutter hatte gekocht und etwas Pfeffer und Salz ist danebengegangen, also habe ich versucht, das Salz vom Pfeffer zu trennen, was jedoch sehr mühsam war. So kam ich auf die Idee, elektrische Ladung zu verwenden, welche wir erst kurz zuvor durchgenommen hatten. Und ich fragte mich, ob es so einfacher gehen würde. Da Physik eines meiner Lieblingsfächer ist, bin ich natürlich total happy, dass ich zu den Gewinnern des Wettbewerbs gehöre. Gerade deshalb, weil ich so gerne Experimente durchführe.“
    Ida sagt, als sie erfährt, dass sie den Wettbewerb gewonnen hat: „Ich fühle mich gut und habe mich sehr über die Benachrichtigung gefreut. Ich habe einen Luftballon an dem Kopf meines Hundes Cosi gerieben, dadurch sind Elektronen von Cosis Fell zum Ballon verschoben worden. Dadurch sind die Haare positiv und der Luftballon negativ geladen. Da sich die positiven Ladungen im Fell gegenseitig abstoßen, richten sich Cosis Haare auf. Das Foto entstand am 21. Mai 2020 auf unserer Terrasse, während sich Cosi ausruht. Am besten finde ich, dass das Thema Elektrizität durch Fotos deutlich gemacht wird.“
    Text: Silvia Joachim

    Text: Silvia Joachim

    Ida, Lorena, Lena und Laurin präsentieren ihr Siegerfoto. Schulleiterin Frau Dr. Vonderau und Physikfachbetreuerin Frau Dr. Silvia Joachim freuen sich mit den Gewinnerinnen und dem Gewinner des Physikwettbewerbs.

  • STEP-Tage bei Preh

    STEP-Tage bei Preh

    Am 11. Juli 2019 durfte der Physikkurs der Q11 in Begleitung von Frau Dr. Joachim bei den STEP-Tagen von Preh dabei sein.

    STEP steht für Schüler-Technik-Erstausbildung-Preh. Mit dieser Veranstaltung bietet sich den Schülerinnen und Schülern also die Möglichkeit, sich die Berufswelt der Firma anzusehen und die verschiedenen Bereiche etwas besser kennenzulernen. Wir starteten mit einer Werksralley, bei der wir von Auszubildenden durch die Preh-Gebäude geführt wurden. Dabei erklärten sie uns, was genau in welchem Bereich gemacht wird. Bei Preh sind die modernsten Techniken und Maschinen zu finden, was sehr beein-druckend war.
    Der zweite Teil des Tages bestand darin, dass wir einen „magischen Würfel” selbst zusammengebaut haben, natürlich wieder mithilfe der Azubis. Hämmern, Bohren, Schleifen, Löten, Schrauben und lauter kleine Widerstände, Dioden, Kondensatoren und Lampen waren nötig, damit wir am Ende alle unseren „Würfel” in den Händen halten konnten.
    Insgesamt war es eine informierende und interessante Veranstaltung und besonders die Technik-Begeisterten sollten diese Möglichkeit, Preh besser kennenzulernen, auf jeden Fall nutzen!

    Bild: Silvia Joachim
    Text: Daria Poleschuk (Q12), Emma Friedel (Q12)

  • Praktikum am CERN

    Praktikum am CERN

    Bereits im November letzten Jahres erhielt ich die Möglichkeit, ein Praktikum am weltgrößten Forschungszentrum für Teilchenphysik zu absolvieren. Im Rahmen des „High-School Students Internship Programme“ wurde insgesamt 24 Schülern aus ganz Deutschland ein abwechslungsreicher und spannender Aufenthalt am CERN geboten. Das zweiwöchige Programm setzte sich einerseits aus einer Projektarbeit im Team und andererseits aus verschiedenen Vorträgen, Besichtigungen und Experimenten zusammen. Ich selbst durfte in die Arbeit der Ingenieure hineinschnuppern, die gerade einen neuen Linearbeschleuniger entwickeln, genannt Compact Linear Collider (CLIC). Dabei wurden wir in die Arbeit mit CAD-Software zur 3D-Modellierung und -Optimierung eingeführt. Unsere Aufgabe war es, ein Bauteil möglichst stabil zu gestalten und dabei aber gleichzeitig ein festgelegtes Volumen nicht zu überschreiten. Anschließend wurde unser Design im 3D-Drucker hergestellt und getestet. Interessant ist, dass solche ingenieurwissenschaftlichen Fragestellungen am CERN tatsächlich eine größere Rolle spielen, als solche physikalisch-wissenschaftlicher Natur, da die Mitarbeiter vor Ort in erster Linie für die Entwicklung und den Betrieb der Teilchenbeschleuniger und nicht für die Auswertung der gewonnen Daten verantwortlich sind. Während der zahlreichen Vorträge und Besichtigungen wurden wir darüber hinaus eingehend über die Funktionsweise der Beschleuniger, die physikalischen Hintergründe und die technischen Anwendungen informiert. Besonders spannend war für mich der Besuch des CMS Detektors am LHC (Large Hadron Collider). Dieser hat ein breites Aufgabenspektrum, darunter auch die Untersuchung des Standardmodells sowie die Suche nach Hinweisen auf Dunkle Materie. Auch die Funktionsweise einer Krebs-Therapie, die am CERN entwickelt wurde, hat mich sehr beeindruckt. Denn dies machte deutlich, dass es nicht nur um Grundlagenforschung geht, sondern auch konkrete Anwendungen geschaffen werden, die der Menschheit schon in naher Zukunft helfen könnten. Insgesamt durfte ich am CERN eine superschöne Zeit erleben, die mich sehr geprägt hat. Daher möchte ich meinen Supervisoren, dem Organisationsteam am CERN, der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung, dem Rhön-Gymnasium, allen voran Herrn Gleichmann, und allen anderen Teilnehmern danken.

    Text und Bilder: Kilian Hügel

    Das Foto zeigt Kilian Hügel (Mitte) bei seinem Praktikum am Cern im CMS Detektor.

  • P-Seminar-Preis für das Rhön-Gymnasium

    P-Seminar-Preis für das Rhön-Gymnasium

    Herr Ulrich von Jopp und Herr Mai vom BayernLab

    In Schweinfurt wurden am Dienstag, den 18.02.20 die drei besten P-Seminare Unterfrankens durch die Ministerialbeauftragte Frau Monika Zeyer-Müller sowie durch den vbw-Vorstandsvorsitzenden Herrn Wolfgang Fieber ausgezeichnet. Zu den Preisträgern darf sich in diesem Jahr auch das P-Seminar des Rhön-Gymnasiums mit dem Titel „Digitalisierung des ländlichen Raums mittels Drohnen“ unter der Leitung von Frau Dr. Joachim und Herrn Gleichmann zählen. Ebenfalls prämiert wurden das Deutschhaus-Gymnasium aus Würzburg, dessen Schüler eine Mathe-App für die fünften Klassen entwickelten, sowie das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium aus Schweinfurt, dessen P-Seminar einen Berufs- und Studieninteressentest erstellt hat.


    Die Bad Neustädter Schüler entwickelten in Zusammenarbeit mit der Firma Jopp und dem BayernLab ein Konzept für einen Drohnenlandeplatz auf dem neuen Jopp-Entwicklungszentrum in der Meininger Straße. Das Projekt wurde von der in Bad Neustadt ansässigen Firma angestoßen, um in Zukunft einen Drohnen-Lieferverkehr zwischen den verschiedenen Werken zu etablieren. Die Idee des Seminars sah einen autonom arbeitenden Landeplatz vor, der sich automatisch unter die anfliegende Drohne bewegt und die Ware anschließend mittels einer Hebebühne sicher in das Gebäude transportiert. Der Vorteil dieses Konzepts ist, dass Menschen in den Prozess kaum bis gar nicht mehr eingreifen müssen. Die Ideen wurden unter Verwendung von Lego-Mindstorms, einer Augmentations-Software und einem eigens angefertigten Video veranschaulicht.
    Dass es das P-Seminar des Rhön-Gymnasiums bis unter die „Top 3“ geschafft hat, ist sicherlich zu einem großen Teil der tatkräftigen Unterstützung der externen Partner zu verdanken. Daher bedanken wir uns sehr herzlich bei der Firma Jopp, dem BayernLab Bad Neustadt sowie der Physik Didaktik der Universität Würzburg.

    Text: Kilian Hügel
    Bild: Maya Stäblein

  • Vernetztes Lernen statt isoliertes Pauken

    Vernetztes Lernen statt isoliertes Pauken
    Neue Technologien im Physikunterricht

    Die technologische Entwicklung hat die Form von Präsentationen und die Möglichkeiten der Kommunikation revolutioniert. Distanzen zwischen Gesprächspartnern spielen keine Rolle mehr. Dies erlebten sieben Schüler der 11. Klasse des Rhön-Gymnasiums im Rahmen vom W-Seminar im Physikunterricht. Sie besuchten gemeinsam mit Frau Dr. Joachim das BayernLab Bad Neustadt a.d.Saale. Nach dem Motto der BayernLabs „Anschauen – Anfassen – Ausprobieren“ hatten die Schüler die Möglichkeit, neue Präsentations- und Kommunikationstechnologien zu erproben. 
Im Videokonferenzraum des BayernLabs bekamen die Schüler von Stefanie Friedrich und Fabian Hein eine Einführung in die Möglichkeiten und die Bedienung der 84″ großen Videokonferenzanlage. Das Präsentieren von PowerPoints zeitgleich mit dem Vorführen von Browseranwendungen wie dem BayernAtlas auf der touchfähigen Oberfläche zeigte den Schülern die Vielseitigkeit der neuen Medien. Eine Präsentation kann durch die kabellose Bildübertragung von Endgeräten (Notebook, Tablet, Smartphone usw.) ergänzt werden. Schüler dürfen die Videokonferenzanlage für Referate etc. kostenfrei im BayernLab benutzen und ausprobieren. Die moderne 4K-Anlage beinhaltet ein Whiteboard, auf dem gemeinschaftlich mit Videokonferenzteilnehmern gearbeitet werden kann. Das wurde in einer gemeinsamen Videokonferenz mit dem BayernLab Neustadt a.d.Aisch deutlich: Ein Schüler spielte auf dem Whiteboard gegen den BayernLab-Mitarbeiter aus Neustadt a.d.Aisch eine Runde Tic-Tac-To. Das gemeinsame Arbeiten auf dem Whiteboard ohne Zeitverzögerung gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Dem Schulunterricht eröffnet die globalisierte, eng vernetzte Welt neue Chancen. So kann eine Seminargruppe aus Bad Neustadt ein Projekt mit einer weiteren Gruppe aus Neustadt a.d.Aisch erarbeiten. Die Schüler konnten im Anschluss in einer „internen“ Videokonferenz Experimente durchführen. Dabei entstand das Foto mit den Seminarteilnehmern: Ein Teil der Gruppe steht vor der 84″-Anlage und ein weiterer ist auf dem Display in der Videokonferenz. .

    Text: Stefanie Friedrich

  • Das „Innenleben“ unserer Elektrogeräte

    Das „Innenleben“ unserer Elektrogeräte

    Sie umgeben uns an fast jedem Ort, wir nutzen sie tagtäglich, aber verstehen wir auch, wie sie funktionieren? Die Rede ist von Elektrogeräten, deren Bau und Funktionsweise die Klassen 9a und 9b in Rahmen der Physik-Übung des NTG-Zweiges auf der Spur waren.

    Dazu mussten unter anderem eine ausrangierte elektrische Zahnbürste, ein Radio aus den 70er Jahren, Röhren- und Flachbildschirme samt zugehöriger Fernbedienung und ein Bügeleisen „dran glauben“: Sie wurden von den Schülerinnen und Schülern in ihre Einzelteile zerlegt.

    Wie auf den Bildern zu sehen, fand sich im Inneren der Geräte so manche Überraschung, aber vor allem viel spannende Technik und Physik.

    Text: Dr. David Fronczek
    Gerätezerlegung/Beschreibungen: Klassen 9a, 9b
    Bilder: Dr. David Fronczek, Hannes Korb

  • Jopp – Schaukasten

    Jopp – Schaukasten

    Frank Ulrich und Maximilian Rosilius der Jopp Automotive GmbH

    JOPP unterstützt wissenschaftspropädeutisches Seminar mit Leitfach Physik

    Die Schülerinnen und Schüler des Wissenschaftsseminars des Rhön-Gymnasiums hatten am Montag, den 05. November, Besuch von Vertretern der Jopp Automotive GmbH.

    Maximilian Rosilius (Dipl. Ing.) und Frank Ulrich (Dipl. Wirtschaftsjur. FH) brachten zwei Drohnen und Sinterprodukte mit. Nach einer Unternehmensvorstellung wurde angeregt über Digitalisierung, 3D-Druck, Drohnen, Augmented Reality, aber eben auch die physikalischen Hebelgesetze bei Schaltungssystemen, dem Hauptprodukt des Unternehmens, diskutiert.

    Frau Dr. Silvia Joachim hatte die Gäste zu einem Kurzvortrag und Diskussionen zur Themenfindung für die wissenschaftlichen Arbeiten eingeladen.

    Zum Anfassen gab es „Grünlinge“ einer sogenannten Zahnscheibe. Das ist ein Produkt aus dem Geschäftsbereich der Sintertechnologie, bei der Metallpulver mit hohem Druck gepresst und anschließend im Ofen bei bis zu 1.200 Grad Celsius „gesintert“ wird. Die gepressten Teile nennt man Grünlinge und man kann sie relativ leicht auseinanderbrechen, obwohl sie massiv aussehen!

    Bild: S. Joachim
    Text: Frank Ulrich und Maximilian Rosilius

  • Dauerausstellung „Physik ist überall“ am Rhön-Gymnasium

    Dauerausstellung „Physik ist überall“ am Rhön-Gymnasium

    Gymnasiasten präsentieren ihr Siegerfoto. Schulleiterin Frau Dr. Vonderau und Physikfachbetreuerin Frau Dr. Silvia Joachim freuen sich mit der Gewinnerin und den Gewinnern des Physikwettbewerbs. Das Projekt wurde finanziell vom Verein der Freunde des Rhön-Gymnasiums unterstützt. 

    Schülerinnen und Schüler der siebten Jahrgangsstufe nahmen am schuleigenen Physikwettbewerb „Physik ist überall –Technik in Bayern“ teil. Sie schossen Fotos, welche die Faszination der Physik zeigen. Gewonnen haben Leonie, Eric und Steven. Ihre Arbeiten wurden auf Acrylglas gedruckt und werden in einer Dauerausstellung im Rhön-Gymnasium gezeigt. Frau Dr. Joachim stellte fest: „Unserer besonderer Dank gilt dem Verein der Freunde des Rhön-Gymnasiums und dem Aero-Club e.V. Bad Neustadt.“ Der Verein der Freunde des Rhön-Gymnasiums stiftet den drei Gewinnern je einen Kino-Gutschein und übernimmt die Kosten für den Druck der Fotos auf Acrylglas. Der Aero-Club e.V. spendiert Gutscheine für „Mein Tag im Cockpit“ – einen Tag Segelfliegen am Flugplatz Bad Neustadt.

    Um Schülerinnen und Schüler für Physik und Technik zu begeistern, führte die Fachschaft Physik schon zum vierten Mal den schulinternen Wettbewerb „Physik ist überall“ durch. Wie kaum eine andere Wissenschaft durchdringt Physik nahezu alle Bereiche unseres Lebens. Um diese Verknüpfung mit dem Alltag und ihrem Umfeld kennenzulernen, betrachteten Schülerinnen und Schüler der siebten Jahrgangsstufe die Physik aus ungewöhnlichen Blickwinkeln. Mit ihren Kameras und Handys waren sie auf der Suche nach dem idealen Bild in diesem Schuljahr, anlässlich des 100. Geburtstages von Bayern, passend zum Thema „Technik in Bayern“.
    Aus den eingereichten Arbeiten wählten das Physiklehrerteam und die Schulleiterin die besten Fotos aus. „Es wurden viele sehr gute Fotos eingereicht, so dass die Auswahl wirklich schwer fiel“, berichtet Dr. Silvia Joachim und bedankt sich bei den Schülerinnen und Schülern für ihre Mühe.

    Leonie erzählt: „Es ist ein tolles Gefühl, ich mag Physik sehr und desto mehr freue ich mich, gewonnen zu haben.“ Das Foto von Leonie zeigt einen Rauchmelder und ein Feuerzeug. Leonie erklärt: „Ich habe einen Rauchmelder und ein Feuerzeug fotografiert, dann ineinander eingefügt und so bearbeitet, dass es aussieht, wie von einer Wärmebildkamera fotografiert.“
    Erics Bild zeigt Glasfaserkabel, die in acht Bündeln zusammengefasst wurden. Er erklärt: „Dieses Foto habe ich beim Besuch im BayernLab gemacht. Diese Kabelbündel finde ich cool, nicht nur, weil sie ein schnelleres Internet sichern, sondern auch, weil sie eine coole Erfindung sind. Ich war voller Freude, dass ich den Wettbewerb mit zwei anderen Kindern gewonnen habe. Ich finde, der Fotowettbewerb ist eines der coolsten Sachen an der Schule. Er wird auch sehr gut durch die Informatik und alle anderen Lehrer betreut .“Auch Steven freut sich über seine erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb. Er beschreibt sein Foto folgendermaßen: „Auf dem Bild ist die zweitgrößte Satellitenschüssel der Erdfunkstelle Fuchsstadt zu sehen. Die Satellitenschüssel wurde 1985 erbaut, ist 32 Meter hoch und befindet sich in Feld 2 (von insgesamt vier existierenden). Ich bin froh und überglücklich, bei diesem anspruchsvollen Wettbewerb gewonnen zu haben. Ich würde sagen, dass sich der 69 km lange Weg für das Bild gelohnt hat. Meine Eltern haben mich nach Fuchsstadt gefahren, nur damit ich das Bild machen konnte.“

    Foto: Gerd-Ludwig Borst
    Text: Silvia Joachim

  • Erneuerbare Energie aus Wasserkraft

    Erneuerbare Energie aus Wasserkraft

    Es war wohl der letzte heiße Tag eines schier endlosen Sommers, auf den unser Wandertag fiel. Und so marschierte die Klasse 8c mit ihren Lehrern Frau Dr. Joachim und Herr Poppe über schattige Spazierwege, immer der Brend folgend, die ja an unserer Schule vorbeifließt, „stromaufwärts“ – also in Richtung Rhön.
    Schon bald ließen wir die Stadt hinter uns, und weiter ging es über Wiesenwege. Dabei stießen wir auf Wehre im Fluss. Wir erfuhren, dass dort Mühlen den Fluss aufstauen, um die Wasserkraft zu nutzen. Diese Wehre haben aber lange Zeit den Fischen den Weg zur Eiablage im Oberlauf der Brend versperrt. Deshalb hat man jetzt bei den Mühlen extra „Umgehungsgerinne“ gegraben, die erstaunlich natürlich aussehen.

    Kurz darauf entdeckten wir Bäume, die offensichtlich angenagt waren: Hier waren Biber am Werk! In der Rhön galten sie lange Zeit als ausgestorben. Ein gutes Zeichen also dafür, dass die Brend heute wieder in einen „naturnahen“ Zustand versetzt worden ist.
    Schließlich erreichten wir die Kreuzmühle bei Querbachshof, wo der „Müller“, Herr Wittmann, uns schon erwartete. Er stellte uns sein „Kleinkraftwerk“ vor. Er mahlt nämlich nicht mehr Getreide wie seine Vorfahren. Das Wasserrad ist schon lange durch eine Turbine ersetzt worden, und die erzeugt Strom – für 30 Haushalte! Herr Wittmann zeigte und erklärte uns alle Bestandteile der Anlage und am Ende der Führung hatte er sogar ein Quiz für uns parat. Am besten aufgepasst haben Michelle und Antonia, und so durften sie als Siegerinnen zum Abschluss die gesamte Anlage in Betrieb setzen. Das Wasser schoss zur Turbine hinunter, setzte sie in Bewegung, und über ein Schwungrad und einen Riemen wurde der Generator angetrieben, der den Strom produziert.Wir konnten also direkt zusehen, wie Strom aus erneuerbarer Energie entsteht.
    Wir haben uns mit einem herzlichen Applaus bei Herrn Wittmann bedankt, und nach einem Abschiedsphoto ging es auch schon wieder zurück zur Schule.

     

    Text: M. Poppe
    und Bilder: Dr. S. Joachim

  • Erneuerbare Energie aus Sonnenenergie

    Erneuerbare Energie aus Sonnenenergie

    Der Technik-Check

    Was sind erneuerbare Energien? Woraus besteht eine Solarzelle? Was ist ein Halbleiter, eine Platine? Wie lötet man? Wie funktioniert eine Solarlampe? Antworten auf solche Fragestellungen fanden die Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe zusammen mit ihrer Physiklehrkraft bei einem Besuch der Wissenswerkstatt in Schweinfurt.


    Zunächst wurde den Schülerinnen und Schülern die zugrundeliegenden Materialien wie z. B. Silizium oder Quarzsand vorgestellt und ihnen erklärt, wie man mit Solarzellen Strom erzeugt und diesen speichert. Dann absolvierten sie anhand einer Übungsplatine einen Lötkurs, erfuhren, dass als Werkzeug ein Lötkolben und als Material Lötzinn benötigt wird, lernten Sicherheits- und Unfallverhütungsmaßnahmen kennen und durften selbst praktische Übungen durchführen.
    Nach diesen Vorbereitungen konnten sie das Projekt Gurkenglaslampe in Angriff nehmen. Dafür löteten sie eine Schaltung, mit deren Hilfe tagsüber ein Akku mittels einer Solarzelle aufgeladen wird, der dann im Dunkeln LEDs leuchten lässt. Dazu löteten sie auf eine Platine eine Spule, einen Schalter, ein IC, eine LED und einen Batteriehalter. Sie lernten dabei auch, wie man einen Standbohrer bedient und Metallkanten säubert. Der Deckel der Gurkenglaslampe wurde mit allen elektrischen Notwendigkeiten ausgestattet und auf das Gurkenglas geschraubt. Das Glas durfte jeder zum Schluss selbst noch bemalen, damit es später auch für eine stimmungsvolle Beleuchtung sorgt. Aufgrund der engagierten Mitarbeiter hatte jeder einzelne Schüler mit seinem Projekt Erfolg.


    Bei den Schülerinnen und Schüler fand die Unternehmung großen Anklang, wie sich aus ihren Kommentaren ablesen lässt: „Am besten fand ich, dass wir wirklich alles selber machen durften.“ „Ich habe noch nie gelötet. Es war total interessant. Ich hätte nie gedacht, dass es so einfach geht.“ „Die Lampe werde ich zu Hause noch bekleben und dann in mein Zimmer stellen. Das war so ein aufregender Tag.“
    Ein herzlicher Dank gebührt dem Team der Wissenswerkstatt Schweinfurt für die sehr freundliche Aufnahme und kompetente Anleitung und dem Verein der Freunde des Rhön-Gymnasiums für den Zuschuss für die Buskosten.

    Text und Bilder: Dr. S. Joachim