Kategorie: Deutsch

  • Zwischen Pandemüdigkeit und politischer Lyrik zu Corona Zeiten

    Zwischen Pandemüdigkeit und politischer Lyrik zu Corona Zeiten

    Zwischen Pandemüdigkeit und politischer Lyrik zu Corona Zeiten – Ein Abriss des Deutschunterrichts in der 10c.

    Zeichnung „müdemotiviert“ von Philipp Wohlfart.„Morgens immer mütend“ – Nein, das ist nicht der einprägende erste Vers des Liedes der Gesangsgruppe Laing, sondern es handelt sich dabei um einen Neologismus aus den beiden Adjektiven müde und wütend. Trifft das unsere Gefühlslage der letzten Tage, Wochen, ja gar Monate nicht perfekt? Nicht wenige würden diese Frage mit einem müden zustimmenden Kopfnicken bejahen. Doch hat das Schuljahr 2020/21 eigentlich so hoffnungsvoll begonnen, immerhin genossen wir bayernweit betrachtet ein Privileg, erst kurz vor Weihnachten in den Wechsel- und Distanzunterricht gehen zu müssen. Aufgrund der strengen Kontaktbeschränkungen des Lockdowns wurden die Coronanächte zuhause im kleinsten Kreis verbracht. Dennoch sind wir optimistisch ins neue Jahr gestartet, mit der Aussicht, spätestens im Frühjahr sei alles wieder im Normalzustand: Willkommen in der Videokonferenz im Fach Deutsch in der Jahrgangsstufe 10. Lyrik des Sturm und Drangs steht auf dem Plan. Gedichte von Goethe und Schiller aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Jetzt treffen Neologismen wie mütend oder müdemotiviert ganz sicher nicht mehr zu, sondern die Gefühlslage der Schülerinnen und Schüler lässt sich wohl viel eher mit einem simplen müde beschreiben. Doch die Epoche des Sturm und Drangs ist vor allem für zwei Motive bekannt und die sind alles andere als mit einem müde abzustempeln: Rebellion und Genie! Um den tristen und streng getakteten Videokonferenzen zu entfliehen und sich von den Ketten der Ausgangssperre zu befreien, haben unsere rebellischen Genies im Zuge der Betrachtung mit politischer Sprache und politischer Lyrik eigene politische Gedichte verfasst. Selbstverständlich wurde hier Corona von einigen als Aufreißer gewählt, um aufzuklären, anzuklagen, zum Nachdenken oder Handeln aufzufordern. Eben das, was politische Gedichte schon seit Jahrhunderten bezwecken. Aber nichtsdestotrotz haben die Schülerinnen und Schüler nicht den Blick für andere wesentliche gesellschaftlichen Themen verloren, wie beispielsweise die Frage nach Menschlichkeit in der Flüchtlingskrise, über die paradoxerweise in unserer Medienlandschaft kaum noch berichtet wird. An dieser Stelle lade ich Sie herzlich dazu ein, sich Zeit zu nehmen und die Meisterwerke unserer Nachwuchsdichter durchzulesen.

    Text: Jonas Barski

    Despotie (Amanda Plakiqi)

    Sie halten die Feder,
    doch wir halten die Axt!
    Die Dystopie ist nah für uns,
    doch unser Aufschrei kann das Blatt noch wenden.
    Das Brot wird uns genommen,
    wie Dreck werden wir behandelt,
    doch das Mitleid könnt ihr euch sparen!
    Denn niemand kann den Brand des Hauses aufhalten,
    wenn er die Augen geschlossen hält.

    Mensch ist Mensch(Emely Tichay)

    Mensch ist Mensch, das merke dir,
    jeder ist willkommen hier.
    Hass, Zorn und Unterdrückung
    haben hier keinen Platz,
    das sag ich dir in einem Satz:
    „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“
    Das ist in Deutschland hochkostbar.
    Keiner hat das Recht, andere Menschen zu verlieren
    oder gegen sie zu hetzen.
    Wir wollen Frieden in unserem Land,
    deswegen gib auch Menschen mit anderer Hautfarbe die Hand.
    Mensch ist Mensch, das merke dir,
    jeder ist anders, aber das akzeptieren wir.

    Du würdest es genauso tun(Emilia Will)

    Er ist doch wie du
    Drum frag ich dich nu
    Was ist anders an ihm
    Wir sind doch ein Team

    Vielleicht kommt er gebürtig nicht von hier
    Doch was tut er dir
    Er will hier doch nur friedlich leben
    Und nicht daheim in Angst schweben

    Deutschland ist groß genug
    Also denk doch mal klug
    Er ist vielleicht geflohen
    Weil andere ihn bedrohen

    Warum sollten wir ihm ein Zuhause verwehren
    Kannst du nicht etwas Platz entbehren
    Du würdest es genauso machen
    Hoffentlich denken die anderen dann nicht solche Sachen

    Corona(Lena Härder)

    Am Campus liegen viele Patienten,
    die zum Teil zu früh und jämmerlich enden.

    Die OP-Säle sind brechend voll,
    das finden wir alle nicht so toll.

    Rassen und Klassen kennt das Virus nicht,
    es frisst sich durch jede soziale Schicht.

    Die Opposition und die Regierungspartei,
    die bangen und hoffen, es ist bald alles vorbei.

    Namibia und andere Länder sind ganz weit weg,
    selbst dort grassiert und verbreitet sich der Dreck.

    Ausgangssperre für alle ist der größte Mist,
    ich sag es euch, nur dass ihr es wisst.

    Jetzt müsst ihr mal was tun,
    damit nicht noch mehr für immer ruhen.

    Für die Wahrheit (Lisa Kaiser)

    Hört mal liebe Kinder, ich erzähl euch jetzt wie‘s war,
    damals mit Corona und was sonst noch so geschah.
    Von einem auf den and‘ren Tag kam nämlich alles anders.
    Das Leben wurde eingeschränkt, es gab auch einen Anlass.

    Hygiene wurd‘ nun großgeschrieben – die Läden waren dicht.
    Die meisten unterstützten das – doch manche eben nicht.
    Sie nannten sich die Freiheitskämpfer – den echten Widerstand.
    Verglichen sich mit Sophie Scholl, doch war‘n sie braun gebrannt.

    Von Fakten wollten sie nichts wissen, Statistik war nicht relevant.
    Zum Glück war deren Meinung niemals anerkannt im Land.
    Was könnt ihr nun d‘raus lernen? – Denkt doch erst, bevor ihr schreit.
    Denn die Wahrheit, die wird siegen, jetzt und auch für alle Zeit!

    Klimawandel (Stella Zimmer)

    Hohe Tiere aus aller Welt
    kommen heut zusammen.
    Jeder denkt, er wär‘ ein Held
    und könnte Großes entflammen.

    Klimaschutz steht auf dem Plan.
    Ist für die Welt sehr wichtig.
    Kommen mit Hubschraubern an
    und machen alles wieder richtig.

    Lockdown (Lisa-Marie Eckert)

    Den ganzen Tag vorm PC
    und draußen liegt der Schnee.

    Arbeitsaufträge stehen uns bis zum Hals.
    Jeden Tag wird es mehr
    und die Hälfte davon machen wir falsch.
    Es belastet uns sehr.

    Wochenende ist das einzig Gute.
    Die ganze Woche warten wir darauf.
    Doch das Wochenende nimmt so schnell seinen Lauf
    und plötzlich haben wir schon wieder Schule.

    Sogar die Ferien werden uns genommen.
    Daran hat keiner was gewonnen.

    Wir brauchen auch mal eine Pause,
    um zu entspannen zu Hause.

    Die Coronapolitik Deutschlands (Séraphine Weyer)

    Die Staatsmänner denken, sie haben es unter Kontrolle,
    es bedroht die ganze Welt,
    Lockdown hier und da.
    Corona hat alles auf den Kopf gestellt.

    Viele wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen,
    den Söder nennen alle ein Genie,
    für unsere Gesundheit wird Deutschland schon sorgen,
    doch niemand versteht die Bedeutung von einer „Pandemie“.

    Fitnessstudios, Restaurants und so weiter müssen schließen,
    viele verdienen deswegen kein Geld,
    wir lassen uns trotzdem nicht unterkriegen,
    der deutsche Staat ist jedoch kein Held.

    Das Virus mutiert bereits,
    mit dem Gegenmittel lassen sich viele spritzen,
    was sollen wir den ganzen Tag machen,
    die meisten tun doch nur zuhause sitzen.

    Beim Rausgehen müssen wir Masken tragen,
    wir lassen uns niemals unterkriegen,
    diese Zeit wird hoffentlich bald enden
    und das Coronavirus werden wir gemeinsam besiegen.

    Bad loser (Diana Fleck)

    Der brennende Konflikt,
    der uns allen bekannt,
    die Wahl von Joe und Trump
    bracht uns um den Verstand.

    Es war gewiss ein heißes Renn‘,
    speziell Trump konnt‘ viel Fett verbrenn‘.
    So fair wie es jedoch geplant,
    verlief die Wahl nun leider nicht.
    Nachdem ihn einer doch ermahnt,
    ist klar, dass Trump konstant besticht.

    Amerika, das schöne Land,
    war völlig außer Rand und Band.
    Sie war‘n ihn los, den guten Mann,
    was mancher noch nicht glauben kann.

    Menschlichkeit (Philipp Wohlfart)

    Moria brannte.
    Es brannte in mir.
    Es brennt immer noch in mir.

    Sie fliehen aus ihrem Heimatland.
    Es zieht sie an Europas Rand.
    Im Fernsehen war es oft zu seh’n,
    Wie Menschen dicht zusammensteh’n.

    Der Platz im Lager reicht nicht aus,
    die Menschen müssen schnell hieraus.
    von Privatsphäre keine Spur,
    doch Europa bleibt weiter stur.

    Europa, was machst du bloß?
    Weist sie ab – ganz lieblos.
    Anstelle von Vielfältigkeit,
    an deine Grenzen jetzt viel Leid.

    Wo ist die Menschlichkeit geblieben?
    Lieber helfen, statt abzuschieben.
    Vom Abdul bis zum Heinz,
    wir sind doch alle eins.

    Moria brannte.
    Es brannte in mir.
    Es brennt immer noch in mir.

    Wellen des Unrechts (Michelle Hoch)

    Die Erde bebt, ein Tsunami entsteht.
    Kein Wasser, das auf Landmassen trifft,
    sondern eine erregte Fet‘,
    die bekämpft nur Gift.

    Die Gemeinschaft friedlich,
    außer dem Rassisten,
    obwohl der Politikerabend,
    unternimmt nichts.

    Die Menschen beklagen die Gewalt,
    gegen sie ausgeführt wird,
    mit dem unverhohlenen Sachverhalt,
    dass ihre Farbe, dunkel, verdirbt.

    Die Uniformen schreiten ein,
    zielen auf Farbe,
    nicht nur mit diesem Anschein,
    dass sie es nicht mögen, wie eine Narbe.

    Die Massen brennen,
    rot, so farbig,
    wie die Menschen,
    oder was nun von ihnen übrig.

    Schritte ohne Akzeptanz (Oliver Bondarchuk)

    Freude bei den ersten Schritten,
    Freude bei den letzten.
    Jeder läuft irgendwohin – doch
    Wohin?

    Du läufst – ich auch.
    Zur Schule – ich auch.
    Für Essen – ich auch.
    Für dich normal, für mich alles.

    Ich bin meinem Ziel entgegengelaufen,
    so weit – doch ich muss.
    Drinnen, draußen ohne sich zu verlaufen.
    Und ich lief über Stock und Stein,
    von Land zu Land,
    durch Wüste und Stadt.

    Ich laufe und für euch ist das ein Problem,
    ihr redet über meine Schritte und unsinnige Themen.
    Wollt‘ nicht, dass ich laufe,
    auch wenn ich ersaufe,
    ihr gebt mir keine Alternative.
    Trotzdem laufe ich,

    doch angekommen – da gab es keine Freude.

    Zwischen Aluhüten und Lügen (Sophia Sperl)

    Die Erde bebt, ein Tsunami entsteht.
    Kein Wasser, das auf Landmassen trifft,
    sondern eine erregte Fet‘,
    die bekämpft nur Gift.

    Die Gemeinschaft friedlich,
    außer dem Rassisten,
    obwohl der Politikerabend,
    unternimmt nichts.

    Die Menschen beklagen die Gewalt,
    gegen sie ausgeführt wird,
    mit dem unverhohlenen Sachverhalt,
    dass ihre Farbe, dunkel, verdirbt.

    Die Uniformen schreiten ein,
    zielen auf Farbe,
    nicht nur mit diesem Anschein,
    dass sie es nicht mögen, wie eine Narbe.

    Die Massen brennen,
    rot, so farbig,
    wie die Menschen,
    oder was nun von ihnen übrig.

    Schritte ohne Akzeptanz (Oliver Bondarchuk)

    Zwischen Aluhüten und Lügen, da findet man dich,
    siehst vor lauter Querdenken die Wahrheit nicht.
    Millionen kranke Menschen krepieren,
    trotzdem gehst du weiter demonstrieren.

    
Deine „Informationen“ hast du von Trumps Twitteraccount,
    um besser zu sagen, die Fakenews, die er herumposaunt.
    Am besten lässt du dir Desinfektionsmittel spritzen,
    damit kannst du dich laut Trump vor dem Virus schützen.

    Vielleicht solltest du dir doch lieber die Fakten und Berichte der Wissenschaftler anschauen.
    Die Todeszahlen werden dich aus den Socken hauen.
    Hoffentlich wird dir dann endlich klar, dass neben Feiern und Essengehen
    vielleicht doch die Gesundheit und der Zusammenhalt im Vordergrund stehen.

    Du Mitläufer, mach die Augen auf (Leon Reutlinger)

    Du denkst, du kannst was verändern.
    Es herrscht Corona, doch du willst auf dein Recht beharren.
    Gehst demonstrieren zwischen Verschwörungstheoretikern und Rechtsradikalen.
    Du lässt dich zutexten auf Versammlungen von Blendern.
    Du willst was verändern?

    Du denkst, bist besonders schlau, am Querdenken.
    Doch bist nur deine Vernunft am Verschenken.
    Du gehst in einem bunten Haufen protestieren.
    Doch hast eigentlich keine Vorstellung, für was
    machst du das, aus Langeweile oder Hass
    wird verbreitet und lässt die Menschlichkeit erfrieren.

    Populisten gewinnen immer mehr an Einfluss.
    Du unterstützt sie, da sie dieselbe Meinung und Feindbilder haben.
    Du Blinder, sie lenken deine Richtung wie einen Einguss.
    Du, bitte, fang an, zu hinterfragen.

    Nicht alles ist wahr, was deine Facebookgruppe postet.
    Du hältst deine Augen zu, hast endlich eine Gruppe, die dich nicht roasted.
    Lös endlich deine Informationsblase auf
    und schaue in die Wahrheit.
    Du Mitläufer, mach die Augen auf.
    Das gibt deinem einsamen Leben Klarheit.

    Änderung (Antonia Eckert)

    Es gibt Schulkinder, die noch heute spielen:
    „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann“.
    Und beim Versuch, auf die andere Seite zu fliehen,
    sagen sie: „Hoffentlich bin ich nicht als Nächstes dran“.

    Unser Planet ist schon seit langem am Sterben,
    zukünftige Kinder werden nicht leben können,
    viele Lebewesen werden wahrscheinlich aussterben,
    weil wir uns nur auf Kosten anderer gönnen.

    In China werden Menschen gefoltert und gefangen,
    doch wir tun nichts, China ist ein zu wichtiger Handelsgeselle.
    Wir müssen endlich etwas dagegen tun und sie verklagen.
    Menschenrechte sollten eigentlich sein bei allen an erste Stelle.

    Alle können etwas verändern.
    Und somit helfen wir den anderen Ländern.

    Protestlösung (Nicole Mylnikov)

    Die Sonne strahlt hinab auf uns,
    die Strahlen leuchten durch den Morgendunst.
    Die Erde froh und voller Schar,
    doch dann kam ein CO2, das dies sah.
    Nach einer Weile war die Erde nicht mehr gut drauf,
    so löste sich auch das Eis auf der Antarktis auf.
    Ebenfalls betrifft‘s die australischen Wälder,
    diese fangen Feuer von selber.
    Nun protestieren wir und sagen: „Macht was dagegen!“,
    doch jeder stellt sich die Frage: „Wie können wir nur dieses Problem beheben?“

    Home schooling (Stella Griebel)

    Stundenlang vorm Bildschirm
    Arbeitet unser Gehirn
    Viel zu viel müssen wir machen
    Das ist bald nicht mehr erträglich
    Immer mehr zum Schaffen
    Mehrere Stunden sitze ich täglich
    Dennoch schätzen wir die Bemühungen der Lehrer
    Die Situation für sie ist auch schwerer
    Dennoch wir fangen an im Dunkeln
    Und hören auf im Dunkeln
    Aber wir wollen das Beste draus machen
    Und versuchen alles zu schaffen
    Wir strengen uns an
    Und trotzdem werden uns die Ferien gestrichen
    Die Frage ist bloß wann
    Sollen wir uns mal entspann‘
    Das einzige an was wir denken die Woche lang
    Ist wann fängt das Wochenende endlich an.

  • Projekt: Mini- Schiller

    Projekt: Mini- Schiller

    Ein Klassiker für die Hosentasche

    „Am … wurde Schiller in … als Kind von … geboren. Er besuchte ….“ Natürlich könnte man eine Dichterbiografie auch in einem traditionellen Referat vorstellen. Und dann alles im Heft (oder für den Schüler-Notfall auf einem Spicker) sichern. Zu dem außergewöhnlichen Leben Schillers passen aber außergewöhnliche Formen viel besser. Da haben wir uns in der 9a etwas anderes ausgedacht: ein Minibuch im Hosentaschenformat über den Autor unserer Klassenlektüre „Der Verbrecher aus verlorener Ehre“. Nach der Recherche in verschiedenen analogen und digitalen Quellen hat jeder für sich das Wichtigste über das bewegte Leben des Dichters kreativ in individueller Form festgehalten. Das hat einigen so Spaß gemacht, dass dabei – ganz analog mit Schere, Kleber und Papier – richtige kleine Schätze entstanden sind – für die Hosentasche viel zu schade!

    Stattdessen haben wir sie ansprechend in Szene gesetzt, mit Hilfe von Fototechniken, die wir im Kunstunterricht kennenlernten. 

    So ist aus unseren Übungen sogar eine kleine digitale Ausstellung der besten Mini-Werke entstanden, die sich sehen lassen kann. 

    Text:  Dorothea Bernklau, Judith Winkelbach

    Fotografien von den Künstlern/Autoren selbst

  • Vorlesewettbewerb am Rhön-Gymnasium

    Vorlesewettbewerb am Rhön-Gymnasium

    „Vorlesewettbewerb am Rhön-Gymnasium “

    Am Donnerstag, den 3. Dezember 2020, fand wieder unser jährlicher Vorlesewettbewerb statt, diesmal natürlich unter Pandemie-Bedingungen per Videokonferenz. Die in diesem Bereich bereits sehr erfahrenen Schüler*innen aus der 6. Jahrgangsstufe lasen unter anderem aus Raquel Palacios Roman „Wunder“. Wir gratulieren dem Schulsieger Julius Kuhn aus der Klasse 6b.

    Text: Christiane König
    Bild: Barbara Hofer

  • „Konturen“ mit Maske

    „Konturen“ mit Maske

    Auch dieses Jahr sind die 21 Mitglieder der beiden P-Seminare „Konturen“, die für die gleichnamige Schülerzeitung des Rhön-Gymnasiums verantwortlich sind, nach Kloster Banz bei Bad Staffelstein gefahren, was in Anbetracht der momentanen Corona-Situation keine Selbstverständlichkeit ist: Tatsächlich sind die „Konturen“ das einzige Schülerzeitungsteam Bayerns, das sich seit des Lockdowns im März 2020 im Kloster einfinden darf. Ermöglicht wird das Abhalten des alljährlichen Seminars, geleitet von den Referenten Matthias Lange (Journalist, Blogger und Social-Media-Experte) und Clemens Strimmer (Layouter/Grafiker, Geschäftsführer digitalog GmbH), durch das sorgfältig entwickelte Hygienekonzept vor Ort. Abgesehen von den zu beachtenden Regeln und Vorschriften verläuft das Programm jedoch wie gewohnt: Während sich bei den Seminarteilnehmern der elften Jahrgangsstufe Vorträge und Arbeitsphasen für das Entstehen der neuen Ausgabe abwechseln, verpassen die der zwölften Jahrgangsstufe ihrer Ausgabe den letzten Schliff, um sie in Bälde zum Verkauf anzubieten. Begleitet werden sie von den Lehrern Christine Maier-Fürsich und Frank Breunung sowie zwei Schülerinnen der neunten Jahrgangsstufe, die das Team tatkräftig unterstützen.

    Text: Leonie Kamerzel
    Bild 1: Matthias Lange (Gruppenbild)
    Bild 2: Lara Geis (fertige Artikel an der Wand)

     

  • Bücher mit und ohne Räder – das Schuljahr in der Schülerbib

    Bücher mit und ohne Räder – das Schuljahr in der Schülerbib

    Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Ideen, auch in der Schülerbibliothek, die natürlich ebenfalls von Corona nicht unberührt blieb. Dabei hatte das Schuljahr so gut begonnen: Gleich im Oktober feierte der „AK Schülerbib“ eine Woche lang seinen ersten Geburtstag und lud alle Kinder, die ein Buch ausleihen oder auch nur mal bei uns in der Bibliothek vorbeischauen wollten, zu einem Stück der originellsten Geburtstagskuchen ein, die die AK Mitglieder jeden Tag backten. An diese äußerst beliebte Aktion schlossen sich zahlreiche weitere an, z.B. ein Bücher-Stand in der Pausenhalle, bei dem Lesestoff aus den verschiedenen Sparten, z.B. die ganz neu angeschafften französischen Comics, zur Ausleihe angeboten wurde. Ein ganz besonderes Highlight, auf das viele unserer Leseratten, aber auch zahlreiche andere Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen bereits ungeduldig warteten, bildete die zweite Ausgabe unseres beliebten Adventsrätsels. Dabei galt es wieder, jeden Tag ein kniffliges Rätsel zu knacken, das die AK-Mitglieder ausgetüftelt hatten und das in irgendeiner Weise mit Büchern und Lesen zu tun hatte. Kurz vor den Weihnachtsferien endete die Rätselei mit einer großen Preisverleihung. Mit dem Start ins neue Kalenderjahr entstand im AK die Idee eines Buch-Clubs und so fand sich schließlich ein Grüppchen Leserinnen und Leser zusammen, die sich regelmäßig mit großer Begeisterung am Nachmittag in der Bibliothek treffen. Dort stellt dann jede/r das Buch vor, das ihm oder ihr gerade besonders gut gefällt, und liest seine Lieblingsstelle daraus vor. Natürlich bekommt man dabei immer gute Lese-Tipps und kann in Bücher reinschnuppern, die man sonst vielleicht gar nicht entdeckt hätte. Doch diese ganzen Aktionen reichen dem AK noch nicht und so bastelten einige von ihnen sogar in den Ferien einen Bücher-Hocker aus aussortiertem Lesestoff, der nun unsere Bibliothek als Lese-Stuhl schmückt. Zudem gestalten alle regelmäßig den Bücher-Schaukasten in der Pausenhalle oder die Mini-Buch-Ausstellung in der Bib mit den unterschiedlichsten Themen, wie z.B. Sommer-Laune, Grusel-Bücher, Detektiv-Geschichten, Advent und Weihnachten, Wintersport, die Farbe Grün oder (passend zum Projekttag) Europas vier Himmelsrichtungen. Ganz neue Wege musste die Schülerbibliothek nach den Osterferien einschlagen, denn natürlich war es für die ersten Wochen nach Wiederbeginn des Unterrichtes unmöglich, dass sich die Kinder wie vorher in unserer kleinen „Bib“ drängeln. Und da nun die Leser/innen nicht mehr zu den Büchern kommen konnten, machten wir diesen Beine, bzw. Rollen und so entstand die „Rollende Schülerbib“. Diese fuhr in der Pause auf dem Flur vor den betreffenden Klassenzimmern entlang. Glücklicherweise werden wir seit einigen Monaten bei all unseren Aktionen von meiner Kollegin Diana Emmert mit guten Ideen tatkräftig unterstützt. Zusammen mit ihr und allen anderen AK-Mitgliedern freuen wir uns nun schon auf das dritte Jahr unserer Schülerbib, mit vielen kreativen Aktionen und Ideen, neuen Büchern und vor allem mit zahlreichen alten und neuen Leseratten! Text und Bild: Barbara Hofer
  • Demokratie sucht Mitstreiter!

    Demokratie sucht Mitstreiter!

    Wir sind dabei: „Jugend debattiert“ am Rhön-Gymnasium

    Sollte man Home-Office-Stellen bevorzugen? Ist eine Ausweitung des Einsatzes von Pflege-Robotern wünschenswert? Homeschooling – eine Alternative zum Schulunterricht? An Aktualität lassen diese Themen des Formats „Jugend debattiert“, die unsere Schüler schon diskutiert haben, nichts zu wünschen übrig! Aber die meisten hätten vermutlich nicht erwartet, dass sie so schnell und mit solcher Wucht in der Mitte unserer Gesellschaft aufschlagen.
    Welch herausragende Bedeutung die Fähigkeit zum gesellschaftlichen Diskurs hat, formuliert Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der Schirmherr des Formats, so: „Wir müssen wieder lernen zu streiten, ohne Schaum vorm Mund, und lernen, unsere Unterschiede auszuhalten. (…) Unsere Demokratie ist immer so stark, wie wir sie machen. Sie baut darauf, dass wir unsere Meinung sagen, für unsere Interessen streiten. Und sie setzt uns der ständigen Gefahr aus, dass auch der andere mal recht haben könnte.“ (Weihnachtsansprache 2018) Und so üben unsere Schüler einander richtig zuzuhören, aufeinander einzugehen, Fakten von Fakes und Meinungen von Likes zu unterscheiden, um eine konstruktive und faire Streitkultur zu entwickeln – eben ohne Schaum vor dem Mund. Extra ausgebildete Juroren geben konstruktives Feedback an die Debattanten, damit diese sich weiterentwickeln können. Mindestens genauso wichtig sind der Teamgeist und der Spaß an den fetzigen Wortgefechten zu knackigen Themen! Und die Urkunden der Wettbewerbe peppen auch noch die Bewerbungsunterlagen auf.
    Seit unserer erfolgreichen Bewerbung bei der gemeinnützigen Hertie-Stiftung 2018 nehmen wir mit unseren Neuntklässlern am mittlerweile europaweit renommierten Projekt „Jugend debattiert“ teil. Dieses reicht vom Klassen- bis zum Bundeswettbewerb in Berlin, wohin sich die Teilnehmer – begleitet von professionellen Schulungen – über mehrere Ebenen steigern können.
    Im Februar präsentierten die Juroren und Sieger unseres zweiten Schulwettbewerbs ihre Kompetenzen auf regionaler Ebene in Münnerstadt. Dort bewiesen sie zusammen mit zahlreichen weiteren Teilnehmern aus ganz Franken Meinungsstärke, rhetorisches Geschick und beeindruckendes Urteilsvermögen beispielsweise zur 10-H-Regelung für Windkrafträder. Das Fazit unserer Schülerinnen und Schüler: Die Konkurrenz war hart, die Debatten fair, der Teamgeist gut! Wie´s ihnen gefallen hat? „Nächstes Jahr wieder!“ Na dann: Auf in die neue Runde!

    Text: Dorothea Bernklau, Frank Breunung (Schulkoordinatoren)
    Bilder: Klara Friedel, Joanna Bracht (10c)

  • Vorlesewettbewerb

    Vorlesewettbewerb

    Vorlesewettbewerb: Julia Ziegler gewinnt den Kreisentscheid

    Souverän und überzeugend setzte sich die Schulsiegerin des Rhön-Gymnasiums gegen 7 weitere Schulsieger/innen aus der Umgebung durch. Äußerst flüssig und anschaulich las sie zuerst eine Passage aus dem Jugendroman „Wie ein Fisch im Baum“ von Lynda Mullaly Hunt vor, die sie im Vorfeld ausgewählt und vorbereitet hatte. In der zweiten Runde galt es, sich einem unbekannten Text zu stellen, in diesem Fall Paul Maars Roman „Kartoffelkäferzeiten“. Auch diese Aufgabe bewältigte Julia mühelos und hauchte mit ihrer Interpretation der Textstelle den Figuren Leben ein. Das Niveau war an diesem Tag hoch, die acht Teilnehmer bewiesen ihr Können und konnten sowohl Jury als auch Zuschauer beeindrucken. Umso erfreulicher ist es daher, dass die Gewinnerin aus den Reihen unserer Schule stammt und diese beim Bezirksentscheid demnächst vertreten wird!

    Text und Bild: Christine Maier-Fürsich

  • Vorlesewettbewerb 2019: Halbvampire, kleine Hexen und Zauberschüler

    Vorlesewettbewerb 2019: Halbvampire, kleine Hexen und Zauberschüler

    1. Reihe von links nach rechts: Julia Ziegler, Fridolin Kubik, Helena Pianka, Lukas Kamerzel
    2. Reihe von links nach rechts: Kerstin Vonderau, Barbara Hofer, Frank Breunung, Christine Maier-Fürsich, Christian Gräb, Ute Gräfenschnell 

    Julia Ziegler (Klasse 6b) geht beim Vorlesewettbewerb der „Stiftung Lesen“ als Schulsiegerin des Rhön-Gymnasiums Bad Neustadt hervor. Ihre Textinterpretation und Lesetechnik überzeugten Jury und Publikum.

    Beim Vorlesewettbewerb des Rhön-Gymnasium, der im Bildhäuser Hof ausgetragen wurde, konnte Julia Ziegler die Jury für sich gewinnen. Diese bestand neben der Unterstufenkoordinatorin Barbara Hofer aus den vier Deutschlehrern Ute Gräfenschnell, Christine Maier-Fürsich, Frank Breunung und Christian Gräb, die nach intensiver Übung und Vorbereitung in den vier 6. Klassen zunächst je einen Klassensieger ermittelten. Beim Schulentscheid mussten die Klassenvertreter nun in zwei Durchgängen ihr Können unter Beweis stellen. In der ersten Runde lasen die Vier einen vorbereiteten Ausschnitt ihres Lieblingsbuches vor. Anschließend wurden ihre Vorlesefähigkeiten anhand eines unbekannten Textes überprüft, indem sie aus dem Stegreif aus „Wie man 13 wird und überlebt“ von Pete Johnson vorlasen. Nach langer und intensiver Beratung kürte die Jury unter tosendem Applaus der rund 100 Mitschüler, die den Wettbewerb gespannt verfolgten, Julia Ziegler zur Siegerin. Sie konnte zum einen mit der Textstelle ihres Wahlbuches „Für immer Alaska“ von Anna Woltz, zum anderen mit der Textinterpretation des Fremdtextes glänzen. Nur knapp geschlagen geben mussten sich die drei anderen Finalisten, Fridolin Kubik (6a), Helena Pianka (6c) und Lukas Kamerzel (6d), die ebenfalls vorzüglich lasen.
    Alle Teilnehmer wurden mit einer Urkunde und einer kleinen Aufmerksamkeit geehrt, die Siegerin erhielt zudem einen Buch-Gutschein. Sie wird die Schule im Regionalentscheid des Wettbewerbs vertreten und muss dort ihre Vorlesefähigkeiten erneut demonstrieren.

    Text: Christian Gräb
    Bild: Ankezak Rasul

  • W-Seminare der Q 11 an der Universitätsbibliothek Würzburg

    W-Seminare der Q 11 an der Universitätsbibliothek Würzburg

    die Q11 im Lesesaal bei der Arbeit

    Am 26.11. fuhr die komplette Q 11 ganztägig nach Würzburg zum Hubland. Ziel war die Zentralbibliothek der Universität Würzburg, wo die Schülerinnen und Schüler von Mitarbeiterinnen eine professionelle Einführung erhielten, um für die wissenschaftliche Arbeit im Rahmen des W-Seminars gerüstet zu sein: Wie findet man mit Suchmaschinen die richtigen Quellen? Wo findet man dann die Bücher und Aufsätze in dem mehr als drei Millionen Medien umfassenden Bestand und wo in der auf mehrere Dependancen ausgedehnten Bibliothek? Und schließlich: Was ist beim Entleihen zu beachten?
    So wie sich die gesamte Fahrt, die von Andreas Maier, Michael Schraut und Michael Stöcklein organisiert worden war, längst etabliert hat, ist es auch gute Tradition, gemeinsam in der Mensa zu Mittag zu essen. Auf diese Weise bekamen die Schülerinnen und Schüler noch weitere intensive Eindrücke vom Universitätsleben.

    Text: Ivo Hawlitschek
    Bild: Matthias Baumbach

  • Die Schülerzeitung auf Kloster Banz

    Die Schülerzeitung auf Kloster Banz

    Vier Tage Wegsuche

    Die große Treppe hinauf, zweimal um die Ecke, vorbei an der gemütlichen Sitzecke und – wieder verlaufen. So oder so ähnlich dürfte es jedem der fast zwei Dutzend Schüler ergangen sein bei den ersten Versuchen, sich in den zahllosen Verbindungsgängen, Stockwerken und Flügeln auf Kloster Banz zurechtzufinden. In dem zur Hanns-Seidel-Stiftung gehörenden Gebäude arbeiteten die Journalismus-Projektseminare der elften und zwölften Jahrgangsstufe des Rhön-Gymnasiums an den kommenden Ausgaben der Schülerzeitung „Konturen“. Unter fachkundiger Betreuung durch die beiden Referenten Matthias Lange und Clemens Strimmer sowie mit Unterstützung der Lehrkräfte Christine Maier-Fürsich und Frank Breunung stellten die Zwölftklässler die Winterausgabe fertig, während die Elftklässler theoretische Einführungen erhielten, bevor sie mit der Planung der Sommerausgabe begannen. Mit von der Partie waren auch zwei jüngere Schülerinnen vom sogenannten Nachwuchs, die sich tatkräftig einbrachten. Gemeinsam konnten die vier Tage weitab von Schulstress und inmitten malerischer Landschaft optimal genutzt werden, und dank einiger Stärkungspausen klappte schließlich auch der Weg zwischen Seminarraum und Speisesaal nahezu perfekt.

    Text: Sophie Yuen, Paula Staffa
    Bilder: Maya Stäblein, Lara Geis