Autor: Stefan Straub

  • Schule fürs Leben – Life Skills

    Schule fürs Leben – Life Skills

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    Schule fürs Leben – Life Skills 

    Beginnend mit diesem Schuljahr wurden alle Bayerischen Schulen dazu aufgerufen, das Projekt „Alltagskompetenzen – Schule fürs Leben“ in den Schulalltag aufzunehmen. Im Umfang einer Projektwoche sollen dabei künftig in jedem Schuljahr die Handlungsfelder Ernährung, Gesundheit, Haushaltsführung, Umweltverhalten, selbstbestimmtes Verbraucherverhalten sowie digital Handeln lebensnah und anwendungsbezogen vermittelt werden, so die Vorgaben des Bayerischen Kultusministeriums. Ein ambitionierter Ansatz, zumal die Art der Umsetzung in das Ermessen jeder einzelnen Schule gelegt wurde.  

    Die Planung am Rhön-Gymnasium lag in den Händen des pädagogischen Betreuers der Mittelstufe und führte zur Entwicklung eines Programms, das altersgerecht darauf ausgerichtet ist, die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen acht und neun beim Aufbau einer starken Persönlichkeit zu unterstützen. Unter dem Motto „Schule fürs Leben – Life Skills“ absolvierten die Schülerinnen und Schüler der genannten Jahrgangsstufen in Folge ein Lebenskompetenztraining in verschiedenen Seminaren, bei dem sie von externen Partnern und Lehrkräften begleitet wurden. 

    In der Jahrgangsstufe acht eröffneten am 23.02. und 24.02.2022 Sigrun Wunderlich und Luisa Kerrutt von der psychologischen Beratungspraxis Windrose in ihrem Programm „True colours – self empowerment“ schöpferisch einen Zugang zu den eigenen Stärken und regten durch Achtsamkeitsübungen und kunsttherapeutische Elemente zur Entdeckung des individuellen Potenzials an. Ein Team von Sozialtherapeutinnen der Caritas erarbeitete unter Leitung von Susanne Till Problembewältigungsstrategien im Alltag unter besonderer Berücksichtigung des Themenfelds Essstörungen. StR Sebastian Reuß hatte ein interaktives Programm zum Thema Werbung und Verbraucherverhalten im Internet vorbereitet, das von StD Friedrich Frenzel und OStDin Dr. Kerstin Vonderau präsentiert wurde. Die Lehrkräfte der Fachschaft Biologie führten schließlich durch ein selbst erarbeitetes Programm zum Thema „Alkohol – Kenne dein Limit“, bei dem z.B. im Rahmen eines Rauschbrilllen- Parcours die körperlichen Beeinträchtigungen während eines Rauschzustands simuliert wurden. 

    Auch in der Jahrgangsstufe neun konnten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen von vier Seminaren ihre Lebenskompetenzen stärken und erweitern. Am 26.04. und 27.04.2022 stellten das BayernLab, die Initiative junge Forscherinnen und Forscher (IJFF) sowie die Fairtrade-Gruppe des Landkreises Rhön-Grabfeld kreativ und handlungsorientiert die Programme „Souverän im Netz“, „Regenerative Energien“ und „Fairtrade regional“ vor. Als besonders interessant galt dabei der Besuch im Eine-Welt-Laden. Zudem vermittelten StRin Eva Groß und StRefin Laura Tomschi Wissen und Fähigkeiten zum Thema Bankwesen und Zahlungsverkehr. So wurden etwa die Funktionen eines Online-Girokontos konkret angewandt und die Schülerinnen und Schüler verschafften sich einen Überblick über Zahlungsmethoden wie Klarna, Paypal, Kreditkarten und ApplePay/GooglePay, wobei auch das eigene Sparverhalten kritisch reflektiert wurde.  

    Die Referentinnen und Referenten der IJFF kehrten am 27.05.2022 noch einmal ans Rhön-Gymnasium zurück, um das Programm „Regenerative Energien“ in den Klassen der Jahrgangsstufe neun abzuschließen.  

    Bei der Evaluation der durchgeführten Seminare durch die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler zeigte sich die hohe Akzeptanz des Programms und die Bestätigung, in der Entwicklung der eigenen Lebenskompetenzen einen Schritt vorangekommen zu sein. Dies rechtfertigt den hohen planerischen Aufwand sowie den Unterrichtsausfall und beweist einmal mehr, dass eine offene und lebendige Schule eben eine Schule fürs Leben ist. 

    Text und Bilder: F.O. Fuchs

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    Schülerhände zeigen ihre „True colours“
    SFL Foto2
    Achtklässler beim Rauschbrillen-Parcours
    SFL Foto3
    Zu Besuch im Eine-Welt-Laden: Da findet mancher sogar eine Tasche für die neue Freundin!

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    Fax. 09771 / 63 015 – 99
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    Rhön-Gymnasium Bad Neustadt a. d. Saale © 2022

    Franz-Marschall Straße 7, 97616 Bad Neustadt a.d. Saale

  • Berufsinformationstag am Rhön-Gymnasium

    Berufsinformationstag am Rhön-Gymnasium

    Maximlian Stapf, Abiturient des Jahrgangs 2011 am Rhön-Gymnasium, gab viele wertvolle Tipps für das Pharmaziestudium.

    Als Abiturienten gegangen, als Dozenten wiedergekommen

    Berufsinformationstag des Rhön-Gymnasiums mit attraktivem Programm und vielen „Ehemaligen“ 

    Bad Neustadt – Etwas ungewohnt war es wohl für die 10. bis 12.Klassen des Rhön-Gymnasiums, dass sie auch an einem Samstag ihren Schulranzen schnüren mussten. Aber dafür hielten die Organisatoren rund um Frank Stürmer, Matthias Baumbach und Michael Stöcklein, allesamt Mitglieder des Kollegiums am Rhön-Gymnasium, auch ein proppenvolles und höchst interessantes Programm bereit.

    In der nagelneuen Aula präsentierten sich auf einer Art „Hausmesse“ die geladenen Firmen DT&Shop GmbH, Rhön-Klinikum/Campus, PCR Formatec, Preh, Jopp, Kunert Wellpappe und Siemens mit ihren Produktpaletten und Ausbildungs- bzw. Berufsmöglichkeiten, während im ersten Stock ehemalige Schüler*innen in jeweils zwei halbstündigen Vorträgen über ihre erlernten Berufe und die Wege dahin referierten.

    Dr. Thomas Jansen und Anna Gimpel beleuchteten die Studien- und Arbeitsmöglichkeiten auf dem medizinischen Sektor, während eine Tür weiter Maximilian Stapf, er schreibt gerade an seiner Promotionsarbeit, aus seinem Apothekeralltag berichtete. Eine ganz besondere Stelle hat sich Marcel Becher ergattert, der an der Säbener Straße beim FC Bayern München für Medien und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist und begeistert aus dem Nähkästchen plauderte. Eine ganz andere Richtung hat Johannes Weth eingeschlagen, der seine Erfahrungen im dualen Studium im Bereich Maschinenbau vermittelte. Spielerisch anspruchsvoll und visionär wurde es beim Vortrag von Alexa Steinfeld, die dem Publikum ihre Leidenschaft für Game-Creation nahe brachte.
    Und schließlich schilderte Hannah Weth Berufsbild und Studium auf dem Gebiet der Sozialen Arbeit, während Ann-Kathrin Grom – und ihre Vorträge wurden am besten frequentiert – das weite Feld der Psychologie beleuchtete. „Das waren wirklich tolle Impulse für mich!“, schwärmte eine Schülerin nach dem Vormittag, der durch ein kleines Catering der Q12 „versüßt“ wurde.


    Text und Bilder: Gerd-Ludwig Borst

    Kleine Hausmesse am Berufsinfotag: Regionale Firmen präsentierten sich, ihre Ausbildungsmöglichkeiten und ihre Berufsbilder und beantworteten geduldig und ausdauernd die vielen Fragen der Schüler*innen. Fotos: Gerd-Ludwig Borst

  • Herzschlagfinale mit Happy End

    Herzschlagfinale mit Happy End

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    Herzschlagfinale mit Happy End

    Am Donnerstag, dem 28.4.2022 fand das Kreisfinale Jungen IV (Jahrgänge 2010-2012) im Fußball auf dem Sportgelände unseres Rhön-Gymnasiums statt.

    Zum Auftakt des Turniers trat unsere Mannschaft, zehn Jungs aus der 5. bzw. 6. Jahrgangsstufe, gegen das Martin-Pollich-Gymnasium Mellrichstadt an. Trotz hoher Erwartungen und großem Chancenplus musste unser Team eine bittere 1:3-Niederlage hinnehmen.

    Nachdem das zweite Spiel zwischen Mellrichstadt und der Werner-von-Siemens-Realschule Bad Neustadt 2:3 endete, war die Ausgangssituation für das letzte Spiel klar: Für den Turniersieg war ein Erfolg gegen die Realschule mit drei Toren Differenz nötig.

    Leider verlief aber auch in diesem Spiel der Start alles andere als nach Maß und unsere Jungs waren schnell mit 0:1 bzw. 1:2 zur Halbzeit im Hintertreffen. Mit dem Rücken zur Wand zeigte unser Team in der zweiten Halbzeit dann eine Leistung, die höchsten Respekt und größtes Lob verdient. Mit voller Hingabe, vorbildlichem Teamgeist, unbändigen Siegeswillen und tollen Spielzügen wurde der Gegner in die eigene Hälfte eingeschnürt und letztlich hochverdient mit 7:2 bezwungen.

    Mit dem Schlusspfiff des souveränen Schiedsrichters Julian Nodehi (Q11) und unter dem Jubel der anfeuernden OGS-Schüler stand fest, dass das Rhön-Gymnasium in einem fair verlaufenden Turnier Gruppensieger ist.

    Mit großer Vorfreude fiebert unsere Mannschaft nun dem Regionalentscheid Mitte Mai entgegen.

    Text und Bilder: Jens Hart

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  • Ein Jahr voller Lyrik

    Ein Jahr voller Lyrik

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    Ein Jahr voller Lyrik

    Gedichte-Kalender der Klassen 6b und 6c  

    Auch in der 6. Klasse beschäftigen wir uns mit Lyrik!  

    Nachdem wir ausführlich sprachliche Bilder wie Metapher, Vergleich, Personifikation, Symbol und Periphrase behandelt haben, wandten wir uns den Bildgedichten zu!  

    Zum Abschluss der Unterrichtseinheit wurden die Klassen am I- Pad kreativ. 

    Gefundenes und Selbstgedichtetes wurde auf Kalenderblättern in Szene gesetzt. Dabei lernten die Schüler*innen mit Pages zu arbeiten, erforschten Möglichkeiten von Textfeldern, den Umgang mit dem Zeichenstift und dem Formatieren! 

    Die Klassen sind stolz auf ihre fertigen Kalender! 

     

    Text und Bilder: Judith Winkelbach  

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  • Augmented Reality im Geographieunterricht: Die Klassen 5a und 5d erkunden Höhenlinien

    Augmented Reality im Geographieunterricht: Die Klassen 5a und 5d erkunden Höhenlinien

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    Augmented Reality im Geographieunterricht: Die Klassen 5a und 5d erkunden Höhenlinien

    Am Montag, den 21.03.2022 besuchten die Klassen 5a und 5d im Rahmen des Geographieunterrichts den Workshop „Topographie auf Sand erleben“ im BayernLab. Die SchülerInnen konnten durch eine Projektion der Höhenlinien in Echtzeit selbst Berge formen und das System der Höhenlinien spielerisch entdecken.

    Außerdem erkundeten die SchülerInnen ihre Heimat mithilfe des BayernAtlas. Dabei lernten sie von Gefährdungsanalysen vergangener Naturkatastrophen bis hin zu Karten des historischen Bad Neustadts neue geographische Betrachtungsweisen kennen.

    Text und Bild: Laura Tomschi

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  • Wenn ein Lindenbaum erzählt

    Wenn ein Lindenbaum erzählt

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    Wenn ein Lindenbaum erzählt

    Wie alt ich bin, kann ich nicht genau sagen. Mein Alter lässt sich aber, wenn man sich die Mühe macht, über meine Jahresringe schätzen. Vor etwa 120 Jahren stand ich bereits als junges Bäumchen in der Brendallee. Ich habe schöne und weniger schöne Zeiten erlebt, den Ersten Weltkrieg, die Weimarer Republik und den Zweiten Weltkrieg, der in meinem Holz seine Spuren in Form von Steinen, Nägeln und Granatsplittern hinterlassen hat.

    Die schönste Zeit war nach 1945. Im Sommer wurde dann immer das große Zelt des Zirkus Sarrasani aufgebaut und es herrschte reges Treiben unter meinen schattigen Blättern. Mit dem Neubau des Gymnasiums 1964 in der Brendanlage  kam echtes Leben auf. Die Kinder sprangen um uns Bäume auf dem Pausenhof, es wurde unter den weit ausladenden Ästen gespielt, gelacht und gefeiert. Wir gehörten zur Schule, viele hatten uns lieb gewonnen.

    Auch das Hochwasser der Brend machte mir oft zu schaffen. Dann standen im Frühjahr nicht nur der Musiktrakt, sondern auch meine Füße im Wasser und Abenteurer umkreisten mich mit dem Paddelboot. In den vergangenen 14 Jahren wurde ich Augenzeuge zahlreicher Veränderungen und Sanierungen, die 2008 mit dem Erweiterungsbau begannen und 2022 mit der Neugestaltung des Pausenhofs nun endlich  ihren  Abschluss finden. Dann werden auch wieder junge Bäume gepflanzt.

    Mit zunehmendem Alter wurde ich immer morscher und hohler, so dass ich wie meine Artgenossen gefällt werden musste. Meine Zeit als Pausenhofbaum ist also vorüber. Zum Glück lebe ich jedoch weiter. Dank der Künstlerin Hannah Arneke, die sich meiner angenommen hat, habe ich eine beeindruckende Metamorphose erlebt. Unter ihren Händen ist aus meinem weichen Lindenholz eine wunderschöne Sitzbank geworden. In der Schulbibliothek habe ich einen gebührenden Platz erhalten, wo ich nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Nachdenken anregen kann. Ganz besonders freut mich, dass mit Hannah eine ehemalige Schülerin, die vor zehn Jahren am Rhön-Gymnasium das Abitur gemacht hat und Holzbildhauerin wurde,  mich zu einem bleibenden Kunstwerk umgeformt hat. Herzlichen Dank.

    Es freuen sich über das gelungene Kunstwerk, Initiatorin Frau Dr. Kerstin Vonderau,  Bildhauerin Hannah Arneke und Siegfried Voll vom Verein der Freunde des Rhön-Gymnasiums, der das Projekt finanziell gefördert hat.

    Text: Siegfried Voll
    Bilder: Matthias Baumbach

    Hannah Arneke: 2012 Abitur am Rhön-Gymnasium. 2014 bis 2017 Ausbildung an der Staatlichen Berufsfachschule für HolzbildhauerInnen in Bischofsheim. Seit 2022 selbständige Holzbildhauerin und Yogalehrerin. Homepage https://hannah-an-der-ecke.de/

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  • 7. Klasse: Kreatives Arbeiten mit dem Nibelungenlied

    7. Klasse: Kreatives Arbeiten mit dem Nibelungenlied

    Eine Lobeshymne auf König Siegfried

    Oh Siegfried von Xanten,

    wäre ich doch so wie du! Dann hätte ich die wundervolle Kriemhild zur Frau und noch dazu Balmung, das schärfste Schwert, das jemals ein Held geschwungen hat. Ich könnte auch unverwundbar sein und eine Tarnhaut besitzen. Ich könnte auch 700 Mann, 1000 tapfere Zwerge und 12 der größten Riesen einfach aus dem Dasein auslöschen. Und mit den übriggebliebenen Zwergen würde ich die Welt erobern, da ich ja auch unverwundbar bin durch das Blut des fast unsterblichen Drachen. Also wäre es nicht gut, wenn ich so wäre wie du, weil ich so gierig wäre, dass ich die gesamte Welt unterwerfen würde.


    Du aber bist so bescheiden.

    Text: Felix Johannes
    Bild:  
    Pexel

  • MINT-Preise für hervorragende Leistungen

    MINT-Preise für hervorragende Leistungen

    MINT-Preise für hervorragende Leistungen

    MINT-Lehrerinnen und -Lehrer gratulieren ihren Schülerinnen und Schülern für wirklich besondere Leistungen bei Wett- bewerben und überreichen u.a. Schwimmbadgutscheine als Preise.

    Verliehen wurden Preise an die jeweils Besten in den Kategorien Mathematik und Physik im Advent sowie Informatik Biber. Der Verein der Freunde hat dankenswerterweise die Finanzierung der Preise übernommen. An allen drei Wettbe- werben nahmen wieder überragend viele Schülerinnen und Schüler teil. Dies könnte u.a. daran liegen, dass bei diesen Wettbewerben der Spaßfaktor im Vordergrund steht. Mathematik, Physik und Informatik sollen und können Spaß ma- chen, sind spannend und vielseitig. Nebenbei werden aber auch sinnvolle Anwendungen vermittelt und Kreativität sowie Selbstbewusstsein gefördert.

    Nils Türich und Max Bühner erhielten einen Preis für ihr überragend gutes Abschneiden beim Informatikbiber. Dies ver- wundert nicht, da sich beide schon seit Jahren sehr für Informatik interessieren. So erzählt Nils Türich: „Ich interessiere mich seit der 7. Klasse für Informatik. Das Thema des Programmierens ist sehr interessant, da man seine Ergebnisse gut erkennen kann, egal ob erfolgreich oder fehlerhaft. Da man dort alles selbst schreibt, weiß man, was noch zu ergänzen ist und mit welchen Sachen man experimentieren kann.“ Und Max Bühner erklärt: „Der Umgang mit dem Internet und die Funktionsweise eines Computers hat früh (5./6. Klasse) Interesse bei mir geweckt, da ich mich eben für die Technik dahinter interessiere.“

    In den Kategorien „Mathematik und Physik im Advent“ wurden für ihre hervorragenden Leistungen Sophie Pfennig, Linus Budde, Simon Wolf sowie Emma und Max Schnürch ausgezeichnet. Sophie Pfennig berichtet begeistert von Mathematik im Advent: „Es hat mir sehr gut gefallen, dass die Fragen in einem tollen Adventskalender verpackt waren. Außerdem fand ich die Fragestellungen sehr ansprechend, da immer eine kleine Geschichte dazu erzählt wurde. Es war sehr ab- wechslungsreich. Meine Lieblingsmatheaufgabe war hinter der 2. Tür. Es ging um die Sitzordnung der Wichtel bei einer Konferenz, wobei man die Wünsche der Wichtel beachten musste.“ Diese Aufgabe kam insgesamt sehr gut an und ist auch die Lieblingsaufgabe von Linus Budde, Simon Wolf und Emma Schnürch. Linus Budde berichtet: „Mir hat der Wett- bewerb Mathematik im Advent sehr gut gefallen und ich sehe keine Verbesserungsmöglichkeiten.“ „Bei Physik im Advent haben mir die Experimente mit unerwarteten Lösungen gefallen, aber nicht gefallen haben mir die Experimente, bei denen die Antworten nicht eindeutig waren“, erklärt Simon Wolf. Sein Lieblingsphysikexperiment war „Milchglas und Tesa“ in Türchen 10. Das Lieblingsphysikexperiment von Emma und Max Schnürch war „Kugel im Glas“, das sich hinter dem Türchen drei verborg. Max Schnürch sagt: „Ich fand eigentlich alles ganz gut, nur manchmal war es etwas zu schwer.“ Seine Schwester Emma ergänzt: „Ich finde es schön, dass sowohl in Mathematik als auch in Physik alles sehr weihnachtlich verpackt wurde.“

    Text: Tanja Rehm, Elke Gleichmann und Silvia Joachim
    Bild: Silvia Joachim

  • Der Fischer

    Der Fischer

    Goethes Ballade „Der Fischer“ kreativ weitergedacht

    Im Lehrplan der siebten Klasse ist die Beschäftigung mit Balladen fest verankert. Gleichzeitig „nutzen [sie] handlungs- und produktionsorientierte Methoden, um ihr Textverständnis abzubilden und zu vertiefen, z. B. durch Fortsetzungen, Umschreibungen aus anderen Perspektiven und in andere Textsorten“ (LehrplanPlus). Nach eingehender Analyse der Ballade „Der Fischer“ wurde das Verhalten und die Denkweise der Meerjungfrau, die den Fischer als Rache für sein Angeln dazu verführt, ihm in die Tiefe und damit in sein Verderben zu folgen, nachvollzogen. Dazu verfassten die Schüler*innen ein Interview zwischen einem Reporter und der Meerjungfrau, wodurch ihre Motivation und ihr Charakter deutlich wurden. Viel Spaß beim Lesen!

    Text: Tine Maier-Fürsich
    Bild:  Meaghan Deák-Lehmann

    Mord?- Meerjungfrau klärt auf

    Ich: Wie kamen Sie mit dem Fischer ins Gespräch?

    Nixe: Er wollte meine Freunde, die Fische, fangen und dann wollte ich mich rächen.

    Ich: Was ärgerte Sie denn am Verhalten des Fischers?

    Nixe: Ich fand es nicht toll, dass er meine Fische klauen wollte, warum machen Menschen so etwas?

    Ich: Gute Frage! Mit welchen Argumenten wollten Sie den Fischer überzeugen?

    Nixe: Eigentlich wollte ich ihn gar nicht überzeugen, ich wollte mich einfach dafür rächen, weil das nicht in Ordnung ist, ich fand das gemein und egoistisch.

    Ich: Hat sich der Fischer während Ihres Gespräches verändert?

    Nixe: Er hat aufgehört zu angeln und wurde so schlummerig.

    Ich: Ist der Fischer freiwillig mit Ihnen ins Wasser gegangen?

    Nixe: Hmm… also ich habe nur ein bisschen gesungen und ihn an der Hand genommen. Danach ist er mit mir ins Wasser gesprungen, zum Grund getaucht…ein bisschen habe ich ihn auch gezogen. 

    Ich: Ist er jetzt tot? 

    Nixe: Ich glaube schon, auf jeden Fall wurde der Fischer dann schwer und ich habe ihn los-gelassen, seitdem habe ich ihn nicht mehr gesehen.

    Ich: Wo ist der Fischer jetzt?

    Nixe: Irgendwo unten auf dem Meeresgrund.

    Ich: Tut es Ihnen leid, dass Sie ihn ermordet haben?

    Nixe: Wenn ich ehrlich bin, eher nicht, er hat gesehen, wie es für meine Fischlein war, ohne Luft zu sterben bzw. zu ersticken. Schließlich atmen Fische unter Wasser und Menschen an Land.

    Ich: Oh, okay, danke für das Gespräch.

    Nixe: Gerne, halt die Flosse steif! 

    Emily Türk

    2022

    Der Fischer wie vom Erdboden verschluckt

    Wie konnte das passieren?                            

    Interviewer: „Wie sind Sie ins Gespräch gekommen?“

    Meerjungfrau: „Er wollte meine Fische fangen und dann habe ich ihn angesprochen.“

    Interviewer: „Was ärgerte Sie am Verhalten des Fischers?“

    Meerjungfrau: „Dass er einfach so und ohne meine Erlaubnis meine Fische fangen wollte.“

    Interviewer: „Mit welchen Argumenten wollten Sie den Fischer überzeugen?“

    Meerjungfrau: „Ich erzählte ihm nur, wie schön es unter Wasser ist, und außerdem noch, wie schön die Sonne und Mond unter Wasser glänzen.“

    Interviewer: „Hat der Fischer sich während Ihres Gesprächs verändert?“

    Meerjungfrau: „Ja, hat er, er wurde von böse zu gut und wollte mit ins Wasser.“

    Interviewer: „Ist der Fischer freiwillig mit Ihnen ins Wasser gegangen?“

    Meerjungfrau: „Der Fischer ist von sich aus freiwillig ins Wasser gegangen.“

    Interviewer: „Was hat Sie daran gestört, dass der Fischer die Fische fangen wollte?“

    Meerjungfrau: „Sie sind meine Familie und ich habe niemanden anderen außer sie.“

    Interviewer: „Wie ist der Fischer ertrunken?“

    Meerjungfrau: „Er fiel ins Wasser und war sich der Folgen nicht bewusst.“

    Interviewer: „Wieso haben Sie dem Fischer nicht geholfen?“

    Meerjungfrau: „Ich habe es nicht mehr rechtzeitig bemerkt und dann war er plötzlich weg.“

    Interviewer: „Danke für Ihre Aufmerksamkeit und für Ihre Antworten.“

    Elina Eichhorn und Veronika Trupp

    2022

    Angeln am Meerparadies

    Interviewer: Hallo schöne Meerjungfrau!

    Meerjungfrau: Hallo.

    Interviewer: Wie kamen Sie denn mit Herrn Mauer, dem Fischer, ins Gespräch?

    Meerjungfrau:  Ich schwamm fröhlich in meinem traumhaftschönen Meerparadies und dann sah ich Herrn Mauer. Ich sagte einfach mal Hallöchen.

    Interviewer: Was hat der Fischer darauf geantwortet?

    Meerjungfrau: Er hat darauf überhaupt nicht geantwortet. Deswegen ließ ich ihn auf seinem Sonnenstuhl sitzen und schwamm davon.

    Interviewer: Was ist dann passiert?

    Meerjungfrau: Ein paar Minuten später winkte er mir aus der Ferne zu. Danach unterhielten wir uns eine ganze Weile.

    Interviewer:  Wie haben Sie sich während des Gesprächs gefühlt?

    Meerjungfrau:  Es war einfach nur schön und mein Herz ging auf, bis etwas passierte, das mich sehr verärgert hat.

    Interviewer:  Was hat Sie verärgert?

    Meerjungfrau: Wir unterhielten uns und dann packte es seine schwarze Angel aus.

    (kurze Stille)

    Meerjungfrau: Ich wartete, bis er fertig ausgepackt hatte. Dann warf er die Angelschnur  in mein wunderschönes Meerparadies. Daraufhin fragte ich Herrn Mauer, was er da tun würde.

    Interviewer: Was hat Herr Mauer darauf geantwortet?

    Meerjungfrau:  Er antwortete: Was soll ich denn da tun? Ich fang mir kleine Fische, weil ich Hunger habe.

    Interviewer: Wie haben Sie darauf reagiert?

    Meerjungfrau: Aber das sind doch meine Fische und die werden nie gegessen! Du kannst doch auch eine Banane oder eine Kiwi essen.

    Interviewer: Hat der Fischer sich darauf eingelassen?

    Meerjungfrau: Nicht wirklich, er hat seine Angel und seinen Sonnenstuhl  in seine Tasche gepackt.

    Interviewer: Und dann?

    Meerjungfrau: Weg – weg war er. (Grinsen)

    Interviewer: Wissen Sie, wohin er gelaufen ist?

    Meerjungfrau: Nein, das weiß ich leider nicht.

    Interviewer:  Was haben Sie danach gemacht?

    Meerjungfrau: Ich spielte mit den kleinen Fischlein in meinem Paradies.

    Interviewer: Eine Frage habe ich noch.
    Ist Ihnen in dem Gespräch irgendetwas an dem Verhalten des Fischers aufgefallen?

    Meerjungfrau: Nein, überhaupt nicht. Es war sehr schön mit dem Fischer zu reden.  Er war nett.

    Interviewer: Ist der Fischer wieder zurückgekommen?

    Meerjungfrau: Ja, circa eine Stunde später kam er zurück. Warf die Angel aus und rutschte über die glitschigen Steinchen am Ufer.

    Interviewer: Haben Sie ihm geholfen?

    Meerjungfrau.  Nein!

    Interviewer: Vielen Dank für das Interview.

    Meerjungfrau: Sehr gerne.

    Maria Schmitt und Lisa Schwarz

    2022

    Fischer verschwunden

    Verdächtige Meerjungfrau gibt Auskunft

    Interviewer: Guten Tag, Meerjungfrau, ich bin von der Presse-Agentur  Fischstäbchen.

    Darf ich Ihnen einige Fragen stellen?

    Meerjungfrau: Natürlich, legen Sie los.

    Interviewer: Wie sind Sie mit dem Fischer ins Gespräch gekommen?

    Meerjungfrau: Er wollte einfach meine kleinen Fische fangen und dann habe ich ihn darauf angesprochen.

    Interviewer: Was ärgert Sie denn am Verhalten des Fischers?

    Meerjungfrau: Na, dass er einfach ohne zu fragen und total rücksichtslos meine Fische holen wollte.

    Interviewer: Mit welchen Argumenten wollten Sie den Fischer überzeugen?

    Meerjungfrau: Ich erzählte ihm nur, wie schön es unter Wasser ist und dass die Sonne noch schöner als an Land aussieht.  Außerdem, wie wundervoll der Mond glitzert.

    Interviewer: Hat sich der Fischer während Ihres Gesprächs verändert?

    Meerjungfrau: Ja, hat er. Sein kaltes Herz wurde plötzlich warm.

    Interviewer: Ist der Fischer freiwillig mit Ihnen ins Wasser gestiegen?

    Meerjungfrau: Der Fischer ist freiwillig und nichts ahnend ins Wasser gestiegen. Ich habe nur ein wenig nachgeholfen.  Da kann ich ja nix dafür.

    Interviewer: Wie haben Sie den Fischer überhaupt entdeckt?

    Meerjungfrau: Ich sah meinen Fischen hinterher, wie sie zu einem Angelhaken im Wasser schwammen, daraufhin habe ich beschlossen, den Fischer zur Rede zu stellen. 

    Interviewer: Wie haben Sie die Aufmerksamkeit des Fischer auf sich gezogen ?

    Meerjungfrau: Ich tauchte aus dem Wasser auf und begann ein Liedchen zu singen.

    Interviewer:  Ok, zum Schluss noch eine letzte Frage. Was haben Sie jetzt mit dem Fischer vor?

    Meerjungfrau:  Er wird als Babysitter für meine Fischbabys arbeiten, deren Eltern er geholt hat, und als Putzmann die Korallen reinigen, die sind echt sehr schmutzig.

    Loucia Lingerfelt, Stella Omert und Lilo Sperl

    2022