Kategorie: Theater

  • Theaterworkshop in Maßbach 

    Theaterworkshop in Maßbach 

    09771 63 015 0

    Theaterworkshop in Maßbach

    Die Einsteiger des Theaters T1 nahmen am 11.7.22 an einem speziell für sie zugeschnittenen Theaterworkshop teil.

    Zunächst probten wir in unserer Aula den Erlkönig für das Sommerfest!

    Nach diesem Warm-Up ging es nach Maßbach, wo die Theaterpädagogen Uwe Gröschel und Dorothee Höhn uns zunächst durch die Spiel- und Arbeitsstätten führten. Immer aktiv in die Führung eingebunden erkundeten die Kinder Schreinerei, Schneiderei und Fundus und die unterschiedlichen Bühnen. Grundbegriffe wie Guckkastenbühne und Theatre in the Round wurden dabei genauso thematisiert wie die Dimensionen von Kostümen oder Requisiten.

    Im letzten Teil wurden in Gruppen kleine Stücke erfunden. Ein frei gewähltes Requisit diente als  Grundlage für die Improvisation. Dabei durfte auch die Spielstätten im Sinne des Site Specific Theatre ausgesucht werden.

    Schließlich wurden die Ergebnisse präsentiert und im Feedback gegenseitig analysiert! Die Zeit verging wie im Flug und die Schüler*innen waren begeistert von den Ratschlägen der Profis und dem Einblick in die Welt des Theaters!

     

    Text und Bilder: Judith Winkelbach und Sonja Büdicker

    Franz-Marschall Straße 7, 97616 Bad Neustadt a.d. Saale

    Tel. 09771 / 63 015 0
    Fax. 09771 / 63 015 – 99
    Mail: direktorat[at]rhoen-gymnasium.de

    Rhön-Gymnasium Bad Neustadt a. d. Saale © 2022

  • TNT – Die Kurzhosengang

    TNT – Die Kurzhosengang

    09771 63 015 0

    TNT – Die Kurzhosengang

    „Wollt ihr mal ´ne echt gute Story hören? Na, dann sperrt mal eure Lauscher auf!“
    Beeindruckt von der Deutlichkeit dieser Worte folgte das Publikum in allen vier Aufführungen des Theaterstücks „Die Kurzhosengang“ dieser Aufforderung der Pauli-Gang und bekam von den Schauspielerinnen und Schauspielern der TNT Theatergruppe in der Tat eine echt gute Story geboten.
    Mit großer Spielfreude und wahrer Hingabe präsentierten Snickers, Rudolpho, Island und Zement den Zuschauerinnen und Zuschauern unter anderem schlaftrunkene Grizzlybären im Wohnzimmer, ein wie ein Kartenhaus einstürzendes Schulgebäude, die Geburt eines Kindes inmitten einer Schneewehe, Geister im Todeszug oder Wölfe, die im tiefsten kanadischen Winter provozierend in den frischen Schnee pinkeln.
    Eigentlich aber ging es in dem Stück nur um die Frage, wie diese vier coolen Jungs zur Kurzhosengang wurden. Und da hatte jeder von ihnen so seine eigene skurrile Version der Geschichte. Einig waren sich die Vier nur in der Einschätzung, wie sie Rudolpho in einem Anflug von Selbstüberschätzung zum Ausdruck brachte:
    „Die Kurzhosengang wurde mitten im Winter zur Kurzhosengang. Dieser Tag stellt ein bedeutendes Datum der Weltgeschichte dar.“
    Alle Darsteller überzeugten mit ihrer Leistung und bescherten dem anwesenden Publikum einen amüsanten und kurzweiligen Theaterbesuch.
    Eine rundum gelungene Vorstellung von TNT! Man darf gespannt sein auf das nächste Stück.

    Text: Arno Weidinger

    Franz-Marschall Straße 7, 97616 Bad Neustadt a.d. Saale

    Tel. 09771 / 63 015 0
    Fax. 09771 / 63 015 – 99
    Mail: direktorat[at]rhoen-gymnasium.de

    Rhön-Gymnasium Bad Neustadt a. d. Saale © 2022

  • „Immer die gleiche Masche, Herr Baron!“

    „Immer die gleiche Masche, Herr Baron!“

    Das Mittelstufentheater des Rhön-Gymnasiums inszeniert sehenswert die Lügengeschichten des Barons Münchhausen

     

    von Stefan Kritzer

    Die Lügengeschichten des Barons Münchhausen sind Legende. Was aber passiert, wenn ein solch sprichwörtlicher Lügenbaron durch die Jahrhunderte reist und schließlich auf den berühmtesten Psychoanalytiker aller Zeiten trifft? Das Mittelstufentheater des Rhön-Gymnasiums hat die Geschichte des Barons Münchhausen aus der Zeit der Aufklärung bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts gedehnt und seine Lügen in neue Zusammenhänge verpackt. Heraus kam eine ebenso spannende wie kulturhistorisch gänzlich neue Version des Barons, der einst sogar auf einer Kanonenkugel geritten sein soll.

    Als Vorlage für das Stück „Münchhausen – Die Wahrheit über das Lügen“ haben die Schülerinnen und Schüler des Rhön-Gymnasiums aus der Graphic Novel von Flix und Bernd Kissel übernommen und auf die Bühne der Turnhalle gebracht. Das zweieinhalb Stunden lange Stück boten mehr als 50 junge Schauspielerinnen und Schauspieler so kurzweilig dar, dass sogar noch Zeit für den Auftritt einer kleinen Band blieb. Nicht zum ersten Mal haben es die Lehrkräfte Arno Weidinger und Andreas Meier geschafft, die große Theatergruppe unter einen Hut, und hervorragendes Schülertheater auf die Bühne zu bekommen.
    Im erschrockenen London des Zweiten Weltkriegs baumelt eines Tages ein sonderlicher Herr an der berühmten Uhr des Big Ben. Baron Münchhausen (Lisanne Scherer) war dort nach einem Ballonflug unsanft gelandet. Weil der zuständige Geheimdienst ihm diese Geschichte aber nicht abnimmt, wird der im Londoner Exil lebende Psychoanalytiker Sigmund Freud (Klara Pretscher) mit der Aufarbeitung des seltsamen Falles betraut. Freud nimmt sich Zeit für Münchhausen und lässt diesen auf seiner Couch Platz nehmen. Was er dann aber für Geschichten zu hören bekommt, verschlägt sogar dem namhaften Experten den Atem. Und den Glauben an den gesunden Menschenverstand.
    Dabei ist die Geschichte des Barons Münchhausen durchaus tragisch, wenigstens in der angedichteten Version. Die historische Person des Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen (1720-1797) aus Bodenwerder an der Weser hatte mit diesen Geschichten im wahren Leben nämlich überhaupt nichts zu tun. Doch das ist heute kaum mehr bekannt. Viel mehr bekannt ist Münchhausen als der Mann, der einmal einen achtbeinigen Hasen hat davonlaufen sehen, der sein Pferd an einem Eisenpfahl festband und, als der Schnee geschmolzen war, erschrocken feststellte, dass sein geliebtes Pferd an einer Kirchturmspitze hing und nur mit einem gezielten Schuss aus der Muskete „gerettet“ werden konnte. Das alles und natürlich auch der legendäre Ritt auf einer Kanonenkugel wie auch der Aufenthalt im Bauch eines Wals oder der Flug zum Mond, wo es die besten Erdbeeren gibt, musste sich der erstaunte Sigmund Freud anhören.
    In Rückblenden und mit insgesamt drei jungen Münchhausens (Sophia Baumgart, Xenia Rohe und Klara Büttner) hangelte sich der Lügenbaron durch die Zeitgeschichte. Er erlebt den Schicksalsschlag mit dem Verlust der Familie, Wanderjahre, Fraueneroberungen und vieles mehr, natürlich alles basierend auf einem Konstrukt aus Lügen. Im Ersten Weltkrieg will er im Stellungskrieg seine Kameraden mit dem Ritt auf der Kanonenkugel retten, doch auch das geht gründlich schief. „Nur weil es noch niemand gemacht hat, heißt nicht, dass es unmöglich ist“, behauptet Münchhausen immer wieder. „Sie lügen mich von vorne bis hinten an“, wettert der ungläubige Sigmund Freud. „Es ist immer die gleiche Masche, Herr Baron!“
    Angekommen im London des Zweiten Weltkrieges zieht sich die Schlinge um Münchhausens Hals aber enger, ein tragisches Ende naht. „Das Falsche ist oft die Wahrheit, die auf dem Kopf steht“, sagt Sigmund Freud in der Erkenntnis, diesem Patienten auf der Couch nicht helfen zu können. Schlusspunkt eines ebenso eindringlichen wie lustigen Theaterspiels, das vom ersten bis zum letzten Moment von der Spielbegeisterung der Mitwirkenden lebt. Heraus kam eine etwas andere Darstellung des berühmten Lügenbarons, die dem Mittelstufentheater überaus sehenswert gelang und zu recht vom Publikum mit minutenlangem Beifall bedacht wurde.

    Text: Stefan Kritzer
    Bilder: Andreas Maier

  • Münchhausen – die Wahrheit über das Lügen

    Münchhausen – die Wahrheit über das Lügen

    Auf Hochtouren laufen zur Zeit am Rhön-Gymnasium in Bad Neustadt die Proben für das Theaterstück Münchhausen – Die Wahrheit übers Lügen, das in Anlehnung an die gleichnamige Graphic Novel von Flix und Bernd Kissel die unglaubliche Geschichte Erich Bürgers auf die Bühne bringt. Dieser wird zu Beginn des 2. Weltkrieges mitten in London von der Militärpolizei aufgegriffen. Im sich anschließenden Verhör behauptet er, vom Mond zu kommen. Ist er nur ein verrückter Spinner? Oder doch ein deutscher Spion? Der Secret Service braucht dringend die Hilfe des weltbesten Psychologen dieser Tage: Sigmund Freud. Der lebt genau zu diesem Zeitpunkt im englischen Exil. Seit Herbst des vergangenen Jahres arbeiten die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler der 7. – 11. Jahrgangsstufe auf die beiden Aufführungen am Freitag, dem 15.11.2019, und am Samstag, dem 16.11.2019, hin und hoffen natürlich sehr auf zahlreiche Zuschauer, die sich ebenfalls wie sie gefangen nehmen lassen von der Skurrilität dieser abenteuerlichen Geschichte. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr in der Turnhalle des Rhön-Gymnasiums. Der Eintritt ist frei.
  • Venusbewohnern tut die Erde leid

    Venusbewohnern tut die Erde leid

    Das Mittelstufentheater des Rhön-Gymnasiums zeigt eine brillante und hochkritische Collage aus Einaktern verschiedener Autoren

    Von Stefan Kritzer

    Bad Neustadt 

    Es tut manchmal gut, die weltlichen Dinge mit etwas Abstand zu betrachten. Das schärft den Blick für das große Ganze. Die Mittelstufenschüler des Rhön-Gymnasiums machten sich hierfür bis zum Planeten Venus auf. Von dort auf das menschliche Tun und die Erde zu schauen, ist ziemlich ernüchternd. Das neue Stück des Mittelstufentheaters hat genau diesen fernen Blick zum Thema und verbindet hierfür eine ganze Reihe verschiedener Texte miteinander. 

    Irgendwann, so der Menschheitstraum, hat jeder Erdenbewohner ein eigenes Häuschen auf der Venus. Um diesen Traum in Erfüllung gehen zu lassen, muss erst mal ein Erkundungstrupp zu unserem Nachbarplaneten fliegen. Und was stellen die Astronauten dort fest: Die Venus ist bewohnt! Nicht von Menschen, sondern von menschenähnlichen Bewohnern wie Flexus und Strato sowie den „fliegenäugigen Monstern“ die FÄUMs genannt werden. So blöd, wie sie von den Menschen gehalten werden, sind die Venusbewohner aber gar nicht. Sie setzen die Eindringlinge unter Drogen und wollen alle Wahrheiten erfahren, die auf der Erde so vor sich gehen. Das so entstehende Bild will den Venusbewohnern aber gar nicht gefallen. 

    Den Blick von der Venus auf Mutter Erde hat sich das Mittelstufentheater selbst zusammengestellt. Den Rahmen hierfür bildete das Theaterstück „Ein Häuschen auf der Venus“ von Kenneth Lillington. Lehrer und Regisseur (gemeinsam mit Arno Weidinger und Selina Greier aus der 10c) Andreas Maier hat zu Lillingtons Text Einakter von Ephraim Kishon, Eugène Ionescu und Gerhard Polt hinzugefügt. Diese überzeichneten Theaterstücke, satirischer Art nach Kishon, absurder Art nach Ionescu und kabarettistischer Art nach Polt, halten der Erde bewusst und hochkritisch den Spiegel vor. 

    Das Mittelstufentheater, das erstmals in der Sporthalle und nicht in der Aula spielte, bot rund 50 Mitwirkende auf, die in den unterschiedlichsten Szenerien mal auf der Erde, mal auf der Venus agierten. Das Bühnenbild reichte deshalb von der Oberfläche der Venus in kaltem Blau bis zum Kaffeehaus auf der Erde. Die eingeklinkten Einakter verdeutlichten das ganze Dilemma des gegenwärtigen Erdendaseins: Da treffen sich Unterhändler der USA und der UdSSR zu Abrüstungsgesprächen, freilich ohne Erfolg. Da planen Revolutionäre äußerst dilettantisch einen Anschlag und eine Verschwörung. Einem Herrscher, der reichlich kopflos daher kommt, huldigt ein Volk mit hysterischer Inbrunst. Und der Herr Tschabobo wird „nur“ als ein trommelnder „Neger“ in der Gesellschaft gesehen, obwohl er ein hochgebildeter Molekularbiologe ist. 

    Was die Schülerinnen und Schüler des Mittelstufentheaters in diesem selbst ersonnenen Theaterabend auf die Bühne bringen, ist große Klasse. In vielen Aspekten hält die Theatergruppe der Welt den Spiegel vor und bohrt ganz tief in ewigen Wunden. Kein Wunder also, wenn die Venusbewohner am Ende die Erdlinge gerne wieder nach Hause schicken. Zu allem Überfluss interessieren sich letztere auch noch brennend für neue Waffen aus der Hand des Venusianers Mauschel. Den Bewohnern des Planeten Venus tun diese Erdenmenschen einfach nur leid. Wenn eines klar wird in diesem ebenso lustigen wie nachdenklichen Theaterstück, dann dass auf der Erde etliches so richtig schief läuft. Vom Publikum gab es lange anhaltenden Beifall für diese großartige Theaterleistung. Und viel Grund zum Nachdenken. 

    Fotos: Stefan Kritzer

  • Kopflose Gulaschsuppenrevolution im Regal auf der Venus

    Kopflose Gulaschsuppenrevolution im Regal auf der Venus

    In der Turnhalle des Rhön-Gymnasiums präsentieren am Freitag, dem 9. November, und am Samstag, dem 10. November, 40 Schülerinnen und Schüler der Mittelstufen-Theatergruppe das Stück „ Häuschen auf der Venus“. Menschliche Arroganz wird in satirischen, teils absurden Episoden auf vielfältige Art und Weise entlarvt. Demgegenüber wirken die grotesken Venusbewohner liebenswert und niedlich, – obgleich sie nach Schwefel stinken. Freuen Sie sich auf nicht ganz vorurteilsfreie Bajuwaren, einen Herrscher ohne Kopf, ausgelaugte Waffenhändler vom Mars, eine Gulaschsuppenrevolution und Russen, die im Regal nach Atombomben suchen! 

    Beginn der Aufführungen ist jeweils um 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

     

    Text: Andreas Maier