Kategorie: MutMach

  • Heute schon gelacht?

    Heute schon gelacht?

    Heute schon gelacht?

    Am 03. Mai war Weltlachtag.

    Ja, es gibt einen extra Feiertag fürs Lachen.

    Vor ein paar Jahren besuchte ich mal einen Lach-Yoga-Kurs. Ja, sowas gibt es wirklich.
    Ich kann mich noch genau an die erste Stunde erinnern. Mit einer gewissen Skepsis, aber auch Neugier ging ich zum ersten Treffen. Nach ihrer Begrüßung sagte die Kursleiterin: „So, und jetzt lachen wir.“ „Auf Kommando lachen? Wie soll das denn gehen?“, fragte ich mich. Damit ging es nicht nur mir so. Das war der Kursleiterin auch völlig bewusst. Deshalb sollten wir zum Einstieg einfach in verschiedenen Stimmlagen und Lautstärken Lachlaute wie „Hahaha“ oder „Hihihi“ mehrfach hintereinander „sagen“. Anfangs kommt man sich da ziemlich blöd vor. Aber weil es ja alle machten, fiel es immer leichter. Und was soll ich sagen, allein das Aussprechen dieser Lachlaute löste ein befreiendes Gefühl aus.

    (Diana Emmert)

    Jeder weiß, wie befreiend herzhaftes Lachen sein kann! Lachen entspannt aber auch, setzt Endorphine frei und schafft Distanz zu Problemen und Sorgen – genau das, was wir momentan brauchen.

    Wirf dir, wenn du an einem Spiegel vorbeigehst, ein Lächeln zu. Zieh die Mundwinkel nach oben, auch wenn dir eigentlich gerade nicht danach ist. Du wirst es merken. „Unser Körper kann nämlich nicht zwischen echtem und gespieltem Lachen unterscheiden“, so Veronika Schneider, die Lach-Yoga-Kurs-Leiterin.

    Nicht umsonst gibt es das bekannte Sprichwort: „Lachen ist die beste Medizin.“
    Und auch Charlie Chaplin wusste schon: „Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag.“

    Alles Gute, bleibt gesund und vielleicht nehmt ihr euch nun ja täglich vor, jemandem zum Lächeln oder gar Lachen zu bringen (quasi als kleine Challenge)?

    Eure Religions- und Ethiklehrer*innen

    P.S.
    Und wer freut sich nicht, wenn er ein Lächeln geschenkt bekommt? Auch wenn wir momentan einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen, sobald wir auf andere Menschen treffen, sollten wir uns weiterhin anlächeln und miteinander lachen. Sogar umso stärker, so dass man es im „Rest“ des Gesichts erkennt. Bringt eure Augen zum Strahlen ☺ und es kommt bei euch und bei eurem Gegenüber an!

    Leben, Lieben, Lachen, das sind drei schöne Sachen 🙂

    #wirbleibenzuhause #zuversicht #solidarität #nächstenliebe #wirhaltenzusammen

  • Wir bleiben Zuhause

    Wir bleiben Zuhause

    Wir bleiben Zuhause!

    … Das hört sich so einfach an: Zuhause bleiben.

    Vor drei Wochen haben sich die meisten von euch gefreut, einfach zuhause bleiben zu dürfen.
    Doch ist das jetzt auch noch so?
    Die Ausgangsbeschränkungen bedeuten ja auch, dass man das schöne Wetter eben nicht mit den Freunden/Freundinnen genießen darf.
    Aber dennoch können wir unsere Kontakte pflegen. Das geht auch, wenn wir uns nicht gegenüberstehen. Telefon, WhatsApp, Skype etc. machen es möglich, dass wir trotzdem Kontakt halten können. Ruft doch beispielsweise öfters mal eure Großeltern an, sie werden sich freuen!
    Man wächst näher zusammen, obwohl man auf Abstand gehen muss.

    Nutzt die Zeit für Dinge, die ihr zum Beispiel schon immer mal ausprobieren wolltet:
    malen/zeichnen, der Katze oder dem Hund Tricks beibringen, das Zimmer aus-, um-, aufräumen, lesen, einen Osterzopf backen, 10-Finger-Schreiben lernen, Sport machen, den Eltern im Haushalt helfen, mal wieder einen Brief schreiben, Tagebuch führen etc.
    Wenn ihr möchtet, könnt ihr auch am Abend eine Kerze anzünden, ins Fenster stellen (ein Gebet sprechen) und damit an die denken, denen es momentan nicht gut geht.
    Seid dankbar für die, die das „System“ am Laufen halten und für uns sorgen (im Gesundheitswesen, im Einzelhandel, in der Politik uvm.).

    Denkt immer daran:

    Jeder Mensch ist wertvoll und gewollt.
    Jeder Mensch – du und ich – ist ein wichtiger Teil der Gesellschaft.
    Jeder Mensch ist Teil einer Familie.
    Deshalb ist es wichtig, dass wir aufeinander Acht geben, auf uns und andere aufpassen, uns gegenseitig unterstützen und füreinander da sind.
    Bleibt zuversichtlich!

    Alles Gute, bleibt gesund und Frohe Ostern!

    Eure Religions- und Ethiklehrer*innen

    #wirbleibenzuhause #zuversicht #solidarität #nächstenliebe #wirhaltenzusammen

  • Zwei Wölfe

    Zwei Wölfe

    Zwei Wölfe

    Eine alte Indianerin saß mit ihrer Enkelin am Lagerfeuer. Es war schon dunkel geworden, das Feuer knackte, die Flammen züngelten zum Himmel.
    Die Alte sagte nach einer Weile des Schweigens: Weißt du, wie ich mich manchmal fühle? Es ist, als ob zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere ist liebevoll, sanft und mitfühlend.“
    „Welcher der beiden wird den Kampf um dein Herz gewinnen?“, fragte das Mädchen.
    Bedächtig antwortete die Alte: „Der, den ich füttere.“

    Wie heißen eure zwei Wölfe heute? Der eine „Angst“, der andere „Vertrauen“?
    Es ist ganz wichtig, in dieser beunruhigenden Zeit den richtigen Wolf zu füttern!
    Auch wenn der Angstwolf viel lauter schreit.
    Zuversicht!

    #wirbleibenzuhause #zuversicht #solidarität #nächstenliebe #wirhaltenzusammen

  • Geld oder Grille

    Geld oder Grille

    Geld oder Grille

    Ein Indianer besucht einen weißen Mann. In einer Stadt zu sein, mit dem Lärm, den Autos und den vielen Menschen – all dies ist ungewohnt und verwirrend für ihn.
    Die beiden Männer gehen die Straße entlang, als der Indianer plötzlich stehen bleibt: „Hörst du auch, was ich höre?“ Der andere horcht: „Alles, was ich höre, ist das Hupen der Autos und das Rattern der Omnibusse.“ „Ich höre ganz in der Nähe eine Grille zirpen.“ „Du musst dich täuschen. Hier gibt es keine Grillen. Und selbst wenn es eine gäbe, man könnte sie bei dem Lärm nicht hören.“ Der Indianer geht ein paar Schritte weiter und bleibt vor einer Hauswand stehen. Wilder Wein rankt an der Mauer. Er schiebt die Blätter auseinander – und da sitzt tatsächlich eine Grille.
    Der andere sagt: „Indianer können eben besser hören als Weiße.“ „Ich bin nicht sicher“, erwidert der Indianer, lässt sich ein 50-Cent-Stück geben und wirft es auf das Pflaster. Es klimpert auf dem Asphalt, Leute bleiben stehen und sehen sich suchend um. „Siehst du“, sagt der Indianer, „das Geräusch, das das Geldstück gemacht hat, war nicht lauter als das der Grille. Und doch hörten es viele. Wir alle hören eben nur das, worauf wir zu achten gewohnt sind.“

    aus: Andere Zeiten e.V. (Hrsg.): Typisch! Kleine Geschichten für andere Zeiten, Hamburg 132015, S. 40f.

    Okay, heute kommt doch ein kleiner Arbeitsauftrag (ups…):

    Geh mal raus vor die Haustür, in den Garten, in die Fußgängerzone, in den Park, in den Wald – was hörst du?
    Nimm dir ein paar Minuten Zeit und lausche. Wenn du möchtest, kannst du dich auf eine Bank oder auf den Boden setzen und einige Zeit verweilen. Genieße die Geräusche um dich herum.
    …Und gehe gestärkt und mit einem besonderen Klang im Ohr wieder nach Hause.

    #wirbleibenzuhause #zuversicht #solidarität #nächstenliebe #wirhaltenzusammen

     

  • Das Maiskorn

    Das Maiskorn

    Das Maiskorn

    Als es Frühling wurde, brachen zwei Indianer auf, um Verwandte bei einem Nachbarstamm zu besuchen. Unterwegs im Gebirge wurden sie von einem heftigen Schneesturm überrascht und stürzten in eine Felsspalte.
    „Es ist aussichtslos“, sagte der Ältere der beiden. „Allein kommen wir hier nie heraus, und ehe uns jemand findet, ist unser Maisvorrat aufgebraucht.“ „Es gibt noch Hoffnung“, sagte der Jüngere. „Wir wollen die Maiskörner teilen, damit jeder den gleichen Anteil bekommt.“ Sie teilten den Mais, aber es blieb ein Korn übrig. „Nimm du es“, sagte der Jüngere, „du bist der Ältere, dir steht es zu!“ „Unsinn“, sagte der Ältere, „auf dieses eine Korn kommt es nicht an!“

    Und er wollte es wegwerfen. Doch der Jüngere nahm das Maiskorn und pflanzte es in die Erde. Die Zeit verging, der Sommer kam – und mit den Vorräten schmolz auch die Hoffnung auf Rettung dahin. Das Maiskorn, das in die Erde gepflanzt worden war, keimte unterdessen. Aus dem Trieb wurde eine Pflanze, aus der Pflanze ein kleiner „Baum“. Und als alle Maiskörner aufgebraucht waren, war er groß genug, dass die beiden Indianer an ihm hinaufklettern und sich retten konnten.

    aus: Poeplau, Wolfgang: Kleines Senfkorn Hoffnung, Edition Impulse, 1995.

    Zu dieser Geschichte braucht es nicht viele Worte!
    Die Botschaft ist klar: Gib niemals die Hoffnung auf!

    #wirbleibenzuhause #zuversicht #solidarität #nächstenliebe #wirhaltenzusammen