Im Zentrum unserer inneren Schulentwicklung steht der Schulerfolg unserer Schülerinnen und Schüler. Unterrichtsqualität und Schule als Lebensraum sind dafür wesentliche Faktoren. Unser Schulentwicklungsprogramm aktualisieren wir alle zwei Jahre, da ein Jahr erfahrungsgemäß nicht ausreicht, um Ziele und die damit verbundenen Veränderungen nachhaltig zu entwickeln und umzusetzen.
Die nachfolgenden Abschnitte dokumentieren unsere innere Schulentwicklung seit 2022.
Im Herbst 2024 haben wir uns aus den Ergebnissen der externen Evaluation neue Ziele gesetzt. Diese sind die Grundlage für unser Schulentwicklungsprogramm RG 2026.
Profilentwicklung
Im Naturwissenschaftlich-technologischen Bereich steht alle drei Jahre die Rezertifizierung der Auszeichnung als MINT-freundliche Schule an. Dabei müssen wir jedes Mal zeigen, dass wir uns im Bereich MINT weiterentwickelt haben. Das haben wir bereits dreimal in Folge geschafft. 2027/28 werden wir 10 Jahre MINT-freundliche Schule feiern können. Wir sind nicht nur schon seit ebenfalls 10 Jahren Umweltschule in Europa/Internationale Nachhaltigkeitsschule mit drei Sternen, sondern seit 2019 auch Biosphärenschule. Dieses Zertifikat ist mit der kontinuierlichen Zusammenarbeit und der Erweiterung unserer Qualifizierung in noch nicht erreichten Bereichen verbunden. Wir haben jetzt vier von fünf Signets. Das Fünfte ist in Arbeit.
Unser Fremdsprachen-Profil steht unter dem Motto der internationalen Ausrichtung. Dazu gehört nicht nur die Integration von Schülerinnen und Schülern verschiedenster Herkunft und deren gezielte Förderung in Deutsch als Zweitsprache, sondern auch der Ausbau unserer internationalen Kontakte. Seit 2024 haben wir einen neuen MINT- und Musik-Austausch mit Tschechien und 2025 fand zum ersten mal der Austausch mit Chennai in Indien statt, der einen zweijährigen Turnus hat.
Auch nach Finnland haben wir Kontakte genknüpft. Erste Ideen sind ein internationales Konzert mit verschiedenen Ensembles und Repertoirs der beteiligten Nationen sowie eine Kooperation mit Biosphärenreservaten in anderen europäischen Ländern.
Der MINT-Austausch mit Tschechien und ein Projekt in der Aquaristik mit Südafrika sollen die Brücke zwischen sprachlichem und naturwissenschaftlich-technologischem Profil schlagen.
Das gleiche Ziel hat der 2024/25 neu eingeführte bilinguale Zug, in dem ab Jgst. 7 in verschiedenen Fächern wie z.B. Geografie, Biologie, Geschichte, Physik der Unterricht zweisprachig deutsch und englisch stattfinden.
Gebäude und Ausstattung
Nicht nur unser Schulhaus ist komplett runderneuert und in vielerlei Hinsicht vorbildhaft ist, sondern auch unsere Pausenbereiche. Der Spielbereich sorgt seit Herbst 2024 mit einer Boulderlandschaft und Slackline, Tischtennisplatten und Basketballkorb für echt bewegte Pausen. 2026 werden wir die im Rahmen eines Ganztagsprojekts entstanden Entwürfe für Ball- und Hüpfspiele auf dem Boden des Pausenhofs farbig fest markieren.
Unser Pausenhof ist bis auf die noch zu erneuernden Fahrradstellplätze ein echtes Vorzeigeprojekt mit Mehrwert für den öffentlichen Raum geworden.
Die Fahrradstellplätze sollen durch ein zweistöckiges System mit mehr Kapazität an der alten Stelle neu eingerichtet werden.
Im „ruhigen Pausenhof“ im Innenhof hat unser über 50 Jahre altes Schachspiel wieder seinen angestammten Platz eingenommen.
Alle unserer Unterrichtsräume sind digital weitgehend identisch ausgestattet und neben realen Tablet- und Computer-Räumen arbeitet das Rhön-Gymnasium mit virtuellen Räumen in einer eigenen Schulcloud, BYCS und über das schuleigenen Informationssystem RG-intern.
Interne und externe Evaluation
Unsere von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen begleitete Interne Evaluation wurde in ihren Ergebnissen durch die Externe Evaluation bestätigt. Wir haben uns folgende Ziele gesetzt:
Das Thema Digialisierung ist nicht nur in aller Munde sondern auch in unserer Schule Teil des Tagesgeschäfts. Es ist ein Thema, das permanent im Fluss ist und immer wieder neue Herausforderungen bietet.
In der Unterstufe haben wir das Konzept „tablet on demand“ entwickelt, das allen Schülerinnen und Schülern bedarfsgerechten Zugang zu schulischen Endgeräten ermöglicht. So ist sichergestellt, dass unabhängig vom technischen oder finanziellen Hintergrund alle Schülerinnen und Schüler bei Bedarf mit einheitlichen und gewarteten Geräten arbeiten können.
Im Rahmen der „digitalen Schule der Zukunft„ können seit 2025 alle Schülerinnen und Schüler ab Jgst. 9 ein staatlich gefördertes Tablet kaufen. Dass die Staatsregierung die ursprünglich ab Jgst. 5 vorgesehene Förderung letztendlich auf höhere Jahrgangsstufen beschränkt hat, bestätigt unser Konzept „tablet on demand“ sowie die im Schulforum getroffene Entscheidung, schülereigene Geräte erst ab Jgst. 9 einzuführen.
In diesem Zusammenhang haben wir zunächst ein „Konzept zur privaten Nutzung digitaler Endgeräte“ am Rhön-Gymnasium entwickelt und evaluiert und ergänzen dies 2026 im Rahmen unserer Schulentwicklungsziele durch unsere digitale RG-Etikette. Alle Gremien der Schule sind in diesen Prozess einbezogen, der für klare Nutzungsbedingungen digitaler Endgeräte im Schulhaus sorgt.
Der Schulversuch Prüfungskultur innovativ zur Entwicklung alternativer Prüfungsformate hatte einen deutlichen digitalen Schwerpunkt an unserer Schule. Es wurden unter anderem alternative Prüfungsformate in Physik und den modernen Fremdsprachen entwickelt, die Eingang in den Schulalltag gefunden haben.
Der Schwerpunkt mehr (Selbst.)verantwortung für Schülerinnen und Schüler wird u.a. von der SoKo SoKo (Sonderkommission Sozialkompetenz) und den Verbindungslehrkräften gemeinsam mit der SMV bearbeitet. Wir arbeiten hier mit verschiedenen externen Partnern punktuell oder in längerfristigen Programmen zusammen und die Mitglieder der SoKo SoKo haben sich umfassend fortgebildet. In allen Jahrgangsstufen von 5 bis inkl. 9 haben wir Sozialkompetenz-Projekte. Streitschlichter, das Netzgängerprojekt und das Präventionsprogramm PIT in Zusammenarbeit mit der Polizei sind fest im Schulprogramm verankert. Die Einbindung der Eltern und Erziehungsberechtigten wird auch mit Unterstützung des Elternbeirats in diversen Informationsveranstaltungen noch stärker in den Fokus genommen. Die Schülerschaft hat außerdem einen schulinternen Verhaltenskodex entwickelt, unsere analoge RG-Etikette.
Ein wichtiger Baustein für die Förderung dieser Selbstverantwortung ist die demokratische Einbindung der Schülerinnen und Schüler in die Schulentwicklung bei der Realisierung unserer weiteren Schulentwicklungsziele.
Der Schwerpunkt „Gesunde Schule“ nimmt neben der Schülergesundheit auch die Personalgesundheit in den Blick. 2025 haben wir uns mit zwei Projekten für ein Förderprogramm beworben. Das eine bezieht sich auf einen (lärm-)geschützten Lehrerbereich und das andere auf neue Bewegungsangebote für Schülerinnen und Schüler insbesondere in der Ganztagsbetreuung.
Unsere Schulpsychologin hat das Kollegium für psychische Auffälligkeiten bei Schülerinnen und Schülern sensibilisiert und zahlreiche Kolleginnen und Kollegen haben ihre Erste Hilfe Kenntnisse unter sachkundiger Anleitung zweier Kolleginnen und eines Kollegen, die ehrenamtlich im Rettungsdienst arbeiten, erneuert. Auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler wurden von den ausgebildeten Schulsanitätern und P-Seminaren in Reanimationstechniken geschult. 2026 wird auch unser Schutzkonzept gegen Gewalt, das alle Bayerischen Schulen bis Ende 2027 erstellen sollen, aktiviert.
Ein Ziel im Rahmen der externen Evaluation ist auch die systematische Begabungsförderung. Wir sprechen bewusst nicht von Begabtenförderung, da wir überzeugt sind, dass alle Schülerinnen und Schüler Begabungen haben. Mit dem 2026 neu eingeführten Tag der Talente wollen wir hier allen eine „Bühne“ geben, um ihre überschulischen Talente zeigen zu können. Darüber hinaus sollen Schülerinnen und Schüler mit besonderen schulischen Begabungen sowohl individuell als auch in Kleingruppen auch auf unkonventionelle Art und Weise gefördert werden. So haben wir 2026 z.B. Schülerinnen, die den Englischunterricht einer höheren Jahrgangsstufe besuchen oder an einem Tag pro Woche an der Universität Würzburg an Lehrveranstaltungen teilnehmen.
Beitrag zur Weiterentwicklung des Gymnasiums in Bayern
Seit Herbst 2022 nimmt das Rhön-Gymnasium am Schulversuch „Prüfungskultur innovativ“ teil. Das ist eine spannende Entwicklungsarbeit, von der sicher die gesamte Prüfungskultur unserer Schule profitieren wird. Die Auswahl ist nicht zuletzt wegen unserer technischen Ausstattung in Kombination mit unserem Konzept „Tablet on demand“ auf das Rhön-Gymnasium gefallen. Weitere Informationen dazu finden sich hier: https://www.bildungspakt-bayern.de/projekte-pruefungskultur-innovativ/ /
Nach der erfolgreichen Erprobung von Formaten wie z.B. Online-Schulaufgabe in BYCS und mündliche Schulaufgabe im Podcast-Format, für die wir jetzt auch technisch gut ausgestattet sind, liegt ein weiterer Schwerpunkt für die Teilnahme im Schuljahr 2023/24 insbesondere auf dem Thema Integration von KI in innovative Prüfungsformate.
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Julia Stürmer-Hawlitschek und Matthias Baumbach
Fachbereichsunabhängig haben wir bei RG 2020 folgende Themen in unserem Schulentwicklungsprogramm:
Mediencurriculum, Leseförderung und Präsentationscurriculum
Das Konzept haben wir 2019 fertig gestellt und setzen es laufend um. Seit 2018 haben wir wieder eine heiß begehrte Schülerlesebibliothek mit vielen Aktiven und Aktionen.
Individuelle Förderung unter dem Motto „Krisen meistern und Talente fördern“, insbesondere IL-Stunden-Konzept in den Grundlagenfächern und Begabtenförderung
Die IL-Stunden sind seit 2018 fest etabliert. Die Begabtenförderung findet über Wahlangebote, Wettbewerbe und Begabtenprogramme statt.
„Mehr Unterricht“: Übungsstunden statt Vertretungsstunden
Mit unseren Vertretungsstundenkisten für die Kernfächer haben wir das seit 2019 fest etabliert.
Flexible Ganztagsschule im neuen G9
Diesen Modell haben wir seit 2018 umgesetzt und entwickeln es laufend weiter.
Fehlerkultur und reziproke Feedbackkultur
Daran arbeiten wir. Wegen der Schulschließung 2020 werden wir das mit in RG 2022 nehmen.
Dazu kommen die Ziele aus unserer internen Evaluation:
– Gesunde Schule
– Stärkung der Eigenverantwortung von Schülerinnen und Schülern
– Sozialkompetenztraining
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