Wir sind alle Mingas!
Tatsächlich konnten das die Teilnehmenden der München-xkursion nach zwei intensiven Kulturtagen in der Landeshauptstadt von sich behaupten.
Definieren wir Kultur:
Geht man vom lateinischen Ursprung des Wortes colere (bebauen, pflegen, verehren) aus, wäre der Besuch der Con-vivo Ausstellung in der Pinakothek der Moderne zu nennen, in der die Chancen eines zukunftsorientierten Acker-, und Städtebaus beleuchtet wurde.
Betrachtet man den engeren Kulturbegriff, der die klassischen schönen Künste meint, weitete sich das Angebot neben dem Besuch der Alten Pinakothek, auf einen Architektur-Walk um den Königsplatz und den Besuch der Ausstellung Som&Art aus.
Der erweiterte Kulturbegriff bezieht schließlich mit dem Besuch des Landtags, dem NS-Dokuzentrum und dem gemeinsamen Abendessen wie auch dem Dialog mit „Einheimischen“, oder eben „Mingas“, das von der Gesellschaft geteilte System aus Werten, Normen und Bräuchen ein.
Nehmen wir des Weiteren die Gruppe in Augenschein:
Teil eins: Das PuG Leistungsfach unter der Leitung von Constantin Röhlinger brillierte während der Führung im Landtag mit Fachwissen und zeigte Ausdauer und Geschick im Umgang mit den hiesigen Verkehrssystemen.
Den zweiten Teil bildete das Leistungsfach Geschichte, welches im Dokuzentrum gekonnt den Baustil in Bezug zum Ausstellungsinhalt setzte und dadurch auffiel, unauffällig mit den anderen Gruppenteilen zu kollaborieren und ihr Lokalwissen mit den anderen zu teilen, worin sie in Frank Stürmer ihren Meister fanden.
Den kleinsten Teil bildeten die Gruppe der Künstlerinnen und Künstler, die sich neben dem vorgegebenen ihr eigenes Programm – inklusive grandioser Fotomomente des Sonnenuntergangs am Olympiastadion – kreiert hatte.
Schließlich das W-Seminar Architektur, das laut eigener Aussagen voll auf seine Kosten kam und sich mit der Darstellung der Säulenordnung mithilfe ihres eigenen Körpers einen Oskar verdient hätte.
Nach kleineren Schockmomenten im Vorfeld („Ihre Zimmer sind zum angeforderten Zeitraum nicht verfügbar, reisen Sie bitte zwei Tage später an“- „Ich fahre mit, nein, doch, ohhhhh“), verlief die Fahrt (auch die Bahnverbindung) reibungslos und gewinnbringend.
Ein großes Dankeschön an alle, die dazu beigetragen haben.
Text: Judith Winkelbach
Bilder: Judith Winkelbach und Bayerischer Landtag
Franz-Marschall Straße 7, 97616 Bad Neustadt a.d. Saale
Tel. 09771 / 63 015 0
Fax. 09771 / 63 015 – 99
Mail: direktorat[at]rhoen-gymnasium.de