Preisverleihung zur Mathematik-Olympiade 2026

„In der Mathematik versteht man die Dinge nicht. Man gewöhnt sich an sie.“ (Emmy Noether)

Emmy Noether ist eine der bekanntesten Mathematikerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie studierte und arbeitete an der Universität zu einer Zeit, in der Frauen keinen Platz an der Universität hatten, und musste sich gegenüber ihren männlichen Kollegen regelrecht durchbeißen. Sie drückte mit diesem Satz das aus, was die 18 Schülerinnen und Schüler auch erlebt haben, die an der diesjährigen Mathematik-Olympiade teilgenommen haben: Es tritt ein Gewöhnungseffekt ein. Die Schülerinnen und Schüler haben sich durch die manchmal anstrengenden Aufgaben durchgebissen und durchgekämpft. Sie haben sicherlich bisweilen genau dieses Gefühl gehabt, die Mathematik nicht vollständig zu verstehen. Sie haben gerechnet, getüftelt und geschlussfolgert. Sie haben sich schließlich an die Schreibweisen und Vorgehensweisen in der Mathematik gewöhnt. Und herausgekommen sind ganz hervorragende Ergebnisse: Drei von unseren Schülerinnen und Schülern erzielten einen 1. Preis und hatten die Möglichkeit, in die 3. Runde vorzurücken. Viele von ihnen haben 2. und 3. Preise für ihre herausragenden Arbeiten in den ersten beiden Runden erhalten. Und hoffentlich hatten alle Teilnehmenden ein wenig Spaß bei der Bearbeitung, auch wenn es dieses Mal nicht für einen Preis gereicht hat.

Für die gezeigte Kreativität, den Einsatz und die Begeisterung, Lösungen zu entwickeln, möchten wir uns herzlich bedanken und alle Schülerinnen und Schüler ermutigen, beim nächsten Mal genau dieses Durchhaltevermögen zu zeigen, auch wenn es nicht einfach ist.

Text: Klaus Aulbach

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