Chronokinesien 2.0 – Wenn Demokratie plötzlich ganz nah ist
Was passiert, wenn ein Klassenzimmer für 90 Minuten zur Insel wird? Wenn vertraute Regeln außer Kraft gesetzt sind und vieles neu ausgehandelt werden muss? Genau dieses Experiment haben Ende Februar unsere drei 10. Klassen gewagt – mit „Chronokinesien“, einem Mix aus Escape-Game und Rollenspiel, der inzwischen als fächerübergreifendes Projekt zwischen Geografie und PuG in den Kanon aufgenommen wurde.
Die Ausgangslage: Flucht aus der Heimat. Schiffbruch. Eine unbewohnte Insel. Keine festen Regeln.
Die Aufgabe: In nur 90 Minuten eine funktionierende Gemeinschaft aufbauen.
Die Schülerinnen und Schüler mussten sich spielerisch mit Menschenrechten und Bedürfnissen auseinandersetzen, Rätsel lösen, um auf unterschiedlichen Pfaden gemeinsam einen zentralen Platz auf einer großen Inselkarte erreichen und dabei zentrale Fragen klären:
Wie werden Entscheidungen getroffen?
Wer darf mitbestimmen?
Wie werden Ressourcen gerecht verteilt?
Und wie lassen sich Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Partizipation miteinander vereinbaren?
Ein besonderer Dank gilt erneut Herrn Dohrmann, der das Projekt begleitet und mit dem durchdachten, selbsterklärenden Spielmaterial für einen reibungslosen Ablauf gesorgt hat.
„Chronokinesien“ zeigt: Demokratie lässt sich nicht nur erklären – man kann sie erleben.
Text und Bilder: Tobias Greubel
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